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Der späte Kinderwunsch und Social Freezing

Heutzutage denken viele Frauen erst vergleichsweise spät über ein Baby nach. Im Jahr 2013 waren sie in Österreich bei der Geburt ihres ersten Kindes durchschnittlich 29 Jahre alt – 1984 waren sie ganze 6 Jahre jünger, so die Statistik Austria. Und der Trend ist steigend. Entweder der Partner ist nicht bereit oder ein potentieller Vater ist noch gar nicht gefunden. Doch die späte Familienplanung ist bei Frauen heute vor allem karrierebedingt: Hat man sich mit Mitte/Ende Zwanzig in seinem Job eingearbeitet, wird ein Kind unter Umständen zunächst als störende Unterbrechung der persönlichen Erfolgskurve empfunden.

Jedoch sind Frauen im Alter von 20 bis 30 Jahren am fruchtbarsten. Danach werden die Eizellen mit zunehmendem Alter genetisch ungesunder und eine Schwangerschaft kommt auf natürlichem Weg seltener zustande und birgt Risiken wie Behinderungen für das Ungeborene. Auch eine künstliche Befruchtung ist ab einem bestimmten Alter aufgrund des skeptischen Zustands der Zellen nicht mehr sinnvoll.

Social Freezing – neuer Trend?
Dagegen haben US-Unternehmen wie Facebook und Apple seit dem letzten Jahr Abhilfe geschaffen: Nun finanzieren sie der modernen Frau das medizinische Einfrieren von (gesunden) Eizellen – Social Freezing. Bei dieser Methode erhält die Frau zunächst eine Hormonkur, mit der ihre Eizellenproduktion beschleunigt und vervielfacht wird. Ungefähr 15 Eizellen werden dann ambulant entnommen und in Stickstoff tiefgefroren. Sie können so über Jahrzehnte konserviert und zum „richtigen“ Zeitpunkt befruchtet und wieder eingesetzt werden.

Laut der Frauen- und Kinderklinik Linz liegen die Chancen einer erfolgreichen Befruchtung der bei 60 bis 70 Prozent. Der große Vorteil an der Methode ist, dass eine Frau auch im höheren Alter, also auch mit über 40, die Möglichkeit hat, ein gesundes Kind zur Welt zu bringen. Jedoch müssen dazu die Eizellen in jungem Alter abgegeben werden. Und Frauen in ihren Zwanzigern denken meist noch nicht über eine Eizellenkonservierung nach. Zudem bezweifeln Mediziner, dass Social Freezing ein großflächiger Trend wird, denn Frauen bevorzugten im Allgemeinen eine Schwangerschaft auf natürlichem Weg. 

Social Freezing in Österreich nur beschränkt erlaubt
In Österreich gilt die Methode jedoch gesetzlich als Körperverletzung und ist lediglich unter bestimmten Umständen erlaubt: Nur wenn es medizinisch notwendig ist, können Eizellen einer Frau eingefroren werden. Das ist der Fall, wenn lebensrettende Therapien, etwa eine Chemotherapie bei einer Krebserkrankung, die Fortpflanzungsmöglichkeit stark einschränken oder komplett behindern.

Kinderwunsch: Möglichkeiten und Hilfe
Hegen Frauen den Wunsch, Ihre Eizellen einzufrieren, wird Ihnen ein professionelles Beratungsgespräch empfohlen. Dazu sollten sie sich an Spezialkliniken, wie die Kinderwunschklinik Zech, wenden. In Kinderwunschkliniken werden Sie auch über andere Behandlungsmethoden für einen späteren Kinderwunsch informiert. Möglich sind etwa auch das Einfrieren von Embryonen oder Spermien.

Bild: fotolia

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