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Der krabbelsichere Christbaum

Riesige Augen, offener Mund und ein erstaunter Gesichtsausdruck, der nach einigen Sekunden grenzenloser Begeisterung weicht. Wenn Kinder mit ein, zwei Jahren zum ersten Mal ein Weihnachtsfest „bewusst“ mitbekommen, ist das auch für die Eltern ein einzigartiges Erlebnis. Die Mamis und Papis sollten sich dabei aber nicht zu sehr den rührenden Szenen hingeben, sondern immer auch ein wachsames Auge auf die lieben Kleinen haben. Schließlich wollen

die Kids ja alles berühren, was sie interessiert – und das gilt auch und ganz besonders für den in magischer Pracht leuchtenden Christbaum. Und wenn sie dann außer sich vor Begeisterung, aber mit unsicheren Schritten auf den Christbaum zulaufen – oder krabbeln – kann einiges passieren.

Vorsicht, heiß

Eine der stimmungsvollsten Zutaten für ein elungenes Weihnachtsfest stellt gleichzeitig auch eine der größten Gefahrenquellen dar: Kerzen. Vor allem auf Kleinkinder übt offenes Licht eine magische Anziehungskraft aus. Wenn zarte Kinderhände nach leuchtenden Kerzen greifen, führt das aber leider oft zu schmerzhaften Verbrennungen. Immer wieder enden stimmungsvolle Adventoder Weihnachtsfeiern mit einem Besuch beim Arzt: Angaben des Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KfV) zufolge werden in Österreich jedes Jahr etwa 60 Kinder in den Wochen vor und besonders nach Weihnachten durch brennende Kerzen verletzt. „Auch Babys, die von Eltern getragen werden, können sich beim Vorbeigehen am Christbaum Verbrennungen zuziehen, wenn sie über eine brennende Kerze greifen“, warnt Dr. Anton Dunzendorfer, Leiter des Bereichs Heim, Freizeit & Sport beim KfV. Tipp: Machen Sie Ihren Kindern schon von klein auf bewusst, dass offenes Feuer eine Gefahrenquelle darstellt. Generell gilt: Feuerzeuge und Streichhölzer müssen außerhalb der Reichweite von Kindern aufbewahrt werden. Vor allem Kleinkinder dürfen mit brennenden Kerzen niemals alleine gelassen werden. Aber auch Erwachsene sollten äußerst vorsichtig mit den Kerzen auf dem Christbaum umgehen.

In 90 Sekunden brennt das Zimmer


Unüberlegtes Abbrennen von Christbaumkerzen – zum Beispiel in unmittelbarer Nähe zu Vorhängen – kann leicht und vor allem sehr schnell einen Wohnungsbrand auslösen. Alleine in den zwei Weihnachtswochen vom 24. Dezember bis zum 6. Jänner ereignen sich jedes Jahr durchschnittlich rund 500 Brände in den österreichischen Haushalten. Viele Christbäume werden Wochen oder Monate vor dem Fest geschnitten, dadurch verlieren sie bis zu ihrem großen Auftritt am Heiligen Abend einen Großteil ihrer Feuchtigkeit. Die trockene Heizungsluft in den Wohnräumen beschleunigt den  Austrocknungsprozess, und das kann fatale Folgen haben. Experten warnen: Ein trockener Christbaum steht innerhalb von 20 Sekunden in Vollbrand. Bereits nach 90 Sekunden ist vom Baum nichts mehr übrig – dafür brennt das Zimmer lichterloh. Tipp: Lagern Sie Ihren Christbaum möglichst lange im Freien, um den Austrocknungsprozess zu verlangsamen. Im Zimmer mit dem Christbaum sollte immer ein Kübel Wasser oder ein Feuerlöscher  bereitstehen. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte elektrische Christbaumkerzen einsetzen.

Wasser im Christbaumständer

Nicht nur die Beleuchtung, auch der bunte Christbaumschmuck gefällt großen und kleinen Kindern. Vor allem Letztere greifen gerne und mitunter zu enthusiastisch nach den glitzernden Kugeln und Naschereien, die an dem Christbaum befestigt sind. Wird zustark an glitzerndem Schmuck oder verlockenden  Leckereien gezogen, kann der Baum ins Wanken geraten und kippen. Vor allem in Familien mit Kleinkindern ist die richtige Befestigung
und Verankerung in einem stabilen Christbaumständer daher äußerst empfehlenswert, um Verletzungen durch einen umgekippten Baum zu vermeiden. „Der Christbaumständer sollte in seiner Größe und Standfläche auf die Höhe des Baumes abgestimmt sein. Beim Aufstellen muss darauf geachtet werden, dass der Stamm sicher im Ständer befestigt ist“, erklärt Dunzenzdorfer. Ein mit Wasser befüllter Ständer sorgt durch sein Gewicht für erhöhte Standfestigkeit und verzögert gleichzeitig das Austrocknen des Baumes, was wiederum das Brandrisiko senkt. Aber auch wenn der Christbaum die
nötige Standfestigkeit hat, kann Christbaumschmuck für Kleinkinder gefährlich sein.

Maria und Josef, kindersicher

Viele Kugeln, Figuren und andere weihnachtliche Schmuckgegenstände enthalten Kleinteile oder sind so klein, dass sie von Kindern verschluckt werden könnten. Tipp: Vermeiden Sie kleinteiligen Schmuck, oder befestigen Sie ihn außerhalb der Reichweite Ihrer Kinder in den höheren Regionen des Baumes. Auch die Krippenfiguren unter  dem Christbaum sollten kindersicher gestaltet sein und keine Kleinteile oder giftige Farben enthalten. Heruntergefallener Christbaumschmuck sollte auf keinen Fall am Boden liegen bleiben. Vor allem Christbaumkugeln sind sehr filigran und können in Kinderhänden oder unter Kinderfüßen leicht brechen. Und das kann zu Scherben und bösen Schnittverletzungen führen. Tipp: Nicht alle potenziellen Gefahrenquellen, denen
Kleinkinder in der Weihnachtszeit ausgesetzt sein könnten, sind für Erwachsene sofort erkennbar. Experten empfehlen daher, den Christbaum selbst auf allen Vieren oder in der Hockstellung aus der Kleinkindperspektive zu erkunden. „Krabbelt man so durch die Wohnung, entdeckt man Gefahren, die von oben gar nicht sichtbar sind“, sagt Dunzenzdorfer. Außerdem sollten sich Kleinkinder nie unbeaufsichtigt beim Christbaum oder bei brennenden Kerzen aufhalten. Damit die Kleinen auch in einem unbeobachteten Moment nicht zum Baum entwischen, können Sie den Raum, in dem der Christbaum aufgestellt ist, vorübergehend absperren – auch, wenn das Christkind schon einige Tage vorher da war ...


Vorsicht auch bei elektrischen Kerzen

Beim Kauf elektrischer Christbaumbeleuchtung sollten Sie auf das GS-Zeichen achten. Dieses dokumentiert, dass elektrische Erzeugnisse von einem unabhängigen Prüfinstitut überprüft wurden. Beim Einsatz von elektrischen Kerzen oder Lichterketten auf dem Christbaum gilt: Defekte Lämpchen sollten Sie sofort austauschen. Um Stromschläge bei Berühren der Lichterkette auszuschließen, sollten vor allem Familien mit Kleinkindern nur Ketten mit Transformator kaufen. Leuchtdioden (LED) sind dabei besonders empfehlenswert: Bei geringerer Wärmeentwicklung sparen sie Energie und haben eine höhere Lebensdauer.

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