aha-Nachhilfe

Sehr gut ins Semester starten

Nina, 14, hätte nie gedacht, dass ihr das passieren könnte. Noch nie hatte sie eine schlechtere Note als ein Befriedigend im Zeugnis. Diese schöne Tradition scheint nun ernsthaft gefährdet. Gleich zwei Nicht Genügend hat Nina zum Ende des Wintersemesters mit ihrer Schulnachricht nach Hause bringen müssen. So richtig gut war sie ja noch nie in Mathematik und Französisch. Aber jetzt muss sie sich steigern – sonst droht das Jahreszeugnis zum Desaster zu werden. Das und eine möglicherweise damit verbundene Nachprüfung im September will Nina unbedingt vermeiden. Fragt sich nur, wie.

Engagement zeigen

„Wichtig ist, für die Problemgegenstände eine Lernplanung zu erstellen“, empfiehlt Mag. Klaus Kopinitsch, Lehrer und Autor der „Durchstarten-Lerntipps“-Buchreihe. Am Anfang jeder Lernplanung sollten seiner Meinung nach ein paar Fragen ehrlich und selbstkritisch beantwortet werden. Zum Beispiel: Welche notenfördernden Begleitmaßnahmen können die Schüler im Unterricht einbringen? Das kann verstärkte Mitarbeit sein, das Abgeben von allen – oder sogar noch zusätzlichen – Hausübungen sowie freiwillige Stundenwiederholungen. Wird dieser Plan in die Tat umgesetzt, lernt man automatisch mehr und kann außerdem die Lehrer mit dem neuen Engagement positiv überraschen und damit vielleicht die entscheidenden Pluspunkte sammeln.

Lern-Know-how

Wichtig für alle, die im Sommersemester mit verstärktem Lernelan für bessere Noten sorgen wollen, ist auch das richtige Knowhow. In Kopinitschs „Durchstarten“-Reihe finden sich jede Menge Lerntricks, Konzentrations-, Entspannungs- und Bewegungsübungen (siehe rechte Seite), mit denen sich
die Lerneffizienz deutlich steigern lässt. Beginnen sollten die Lerneinheiten mit einer geistigen Aufwärmübung, z.B. mit einem kleinen Vokabelhäppchen. Wer zum Aufwärmen fünf bis sieben Vokabeln lernt, startet mit einem Erfolgserlebnis und frischem Schwung in den Lernnachmittag. Unruhige Zeitgenossen, die eher ungern lernen, können sich generell auf kleine Lernportionen beschränken. Intensive Lerneinheiten von fünf bis zehn Minuten gefolgt von einer kurzen Pause fördern das Durchhaltevermögen und steigern die Behaltensquote. Wichtig für den Lernerfolg ist auch ein passender Arbeitsplatz. Dieser sollte ruhiges und konzentriertes Lernen ermöglichen. Verfügt ein Schüler über kein eigenes Zimmer, sollte die Familie mit Rücksicht helfen – und zum Beispiel das Wohnzimmer oder die Küche für die Lerneinheiten freigeben.

Ablenkung, nein danke

Die Schüler sollen sich an ihrem Lernplatz wohlfühlen, schließlich sollen sie dort möglichst gerne viel Zeit verbringen. Ein bequemer Sessel, gute Lichtverhältnisse sind Pflicht, auch Pflanzen oder ein Poster der Lieblingsband können den Wohlfühlfaktor steigern. Wenn die äußeren Voraussetzungen
für konzentriertes Lernen gegeben sind, muss allerdings auch die nötige innere Ruhe geschaffen werden. In Teenagerherzen herrscht oft Unruhe, viele Wünsche, Träume, Ängste und Sehnsüchte können vom konzentrierten Lernen abhalten. Tipp: Wer diese Gedanken vorübergehend abschalten möchte, sollte das mit dem Gefühl tun, sie sich nach dem Lernen wieder zurückholen zu können. Dabei helfen symbolische Handlungen. So kann man Gedanken,
die einen ablenken, auf einen Zettel schreiben und diesen in einer Lade deponieren. Nach dem Lernen wird der Zettel mit den Gedanken wieder herausgenommen. Trotz aller Lerntricks brauchen viele Schüler aber professionelle Hilfe, um dem Schreckgespenst Nachzipf eins auszuwischen. „Die Frage, ob man es alleine schaffen kann, sollte man möglichst zu Beginn der Lernplanung beantworten“, so Kopinitsch. Die Schüler sollten entscheiden: „Kenne ich mich gut genug aus oder brauche ich Nachhilfe?“ Der Beginn des Sommersemesters ist eine jener Phasen, in denen bei den Hotlines der Schülerberatungsstellen und Nachhilfeinstitute traditionell Hochbetrieb herrscht. Bei der Hotline der Schülerhilfe-Wien (01/71 414 71) können Schüler oder ihre Eltern jederzeit anrufen. „Wir empfehlen, sich zuerst einmal der konkreten Lernsituation und den damit verbundenen Problemen zu stellen und diese zu erkennen“, sagt Dipl. Päd. Christiane Humer, Geschäftsführerin der Schülerhilfe- Wien. Weiters helfe dann die regelmäßige Betreuung in der Schülerhilfe. „Unsere Nachhilfelehrer ermöglichen den Schülern, die offenen Fragen aus der Schule zu lösen und für die jeweiligen Tests und Schularbeiten optimal vorbereitet zu werden“, so Humer. Die Motivation für den Besuch eines Nachhilfekurses oder für mehr Lerneinsatz zu Hause sollte in jedem Fall gegeben sein: Die Aussicht auf einen Sommer, der durch keinen Nachzipf im September getrübt wird, sollte ausreichen.

Konzentriert und doch nicht aufmerksam?

Petra ist ratlos! Die Lehrerin ihres Sohnes meinte, Lukas ist unkonzentriert, er kann nicht bei der Sache bleiben und hört nicht zu. „Das ist doch unmöglich, Lukas spielt zu Hause stundenlang völlig versunken Lego – ist das etwa nicht Konzentriert-Sein?“ Tatsächlich muss man zwischen Konzentration und Aufmerksamkeit unterscheiden! Konzentration ist die Fähigkeit, seine ungeteilte Aufmerksamkeit auf eine Tätigkeit oder einen Denkvorgang zu richten und dabei alle umgebenden Störfaktoren auszuschalten. Wenn Lukas Lego spielt, ist er tatsächlich hoch konzentriert – weil er von dieser Tätigkeit völlig fasziniert ist. Soll Lukas allerdings im Unterricht aufpassen, fällt ihm dies oft schwer, da er unter einer Aufmerksamkeitsstörung
leidet. Das heißt, es ist ihm nicht möglich, alle Reize, die gleichzeitig auf ihn einströmen – z.B. die Lehrerin steht an der Tafel und erklärt etwas, Lena und Sophie hinter ihm kichern, und auf der Straße donnert ein LKW vorbei –, nach ihrer Wichtigkeit zu ordnen. Sein Gehirn sucht sich den dominantesten Reiz heraus. Dies ist ein Vorgang, der bei Lukas automatisch passiert, er kann ihn nicht bewusst steuern. Für Lukas ist es unmöglich, sich auf einen Reiz, der nicht spannend genug ist, zu konzentrieren. Kinder ohne Aufmerksamkeitsstörung können dies. Lukas könnte mit einem gezielten Konzentrationstraining
und ein paar leicht durchzuführenden Veränderungen in der Klasse zu einer besseren Aufmerksamkeit verholfen werden. Hilfreiche Tipps fi nden Sie unter
www.kinderpsychologischeszentrum.at.

Bewegungsübungen:

Überkreuzbewegung
Für die gleichzeitige Aktivierung & Koordination beider Gehirnhälften: Mehrmals den rechten Ellbogen zum linken Knie und danach den linken Ellbogen
zum rechten Knie bewegen. Dauer: ca. 2–3 Minuten

Liegende Acht
Stärkt die Konzentration: Mit dem Daumen bei ausgestrecktem Arm eine große liegende Acht vor den eigenen Augen in die Luft schreiben. Den Daumen dabei ganz genau im Auge behalten. Dauer: ca. 2–3 Minuten

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