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Lesen leicht gemacht

Für viele Kinder (aber auch Erwachsene) ist Lesen ermüdend. Warum? In vielen Fällen verdirbt der falsche Buchstabenabstand die Lust am Schmökern.

Ob ein Text lesefreundlich ist, hängt vor allem vom ausreichenden Abstand der Buchstaben ab, nicht von der Textgröße. Das haben nun Gehirnforscher herausgefunden. Erst wenn der Raum zwischen Buchstaben einen Mindestwert überschritten hat, der als „kritischer Abstand“ bezeichnet wird, kann das Gehirn ohne Mühe lesen. Näher zusammengedrängte Buchstaben können hingegen nur schwer entschlüsselt werden. Was fürs Lesen gilt, lässt sich überall im Alltag beobachten: Beim Erfassen von Werbeplakaten, auf der Suche nach Artikeln am Flohmarkt oder für das Ordnungsgefühl in den eigenen vier Wänden ist das Auge auf Zwischenräume angewiesen. Obwohl dies offensichtlich scheint, hat sich die Ansicht noch kaum durchgesetzt: „Die meisten haben die festgefahrene Meinung, die Sichtbarkeit hänge in erster Linie von der Größe ab“, so der Studienautor Denis Pelli.

Zu viele Informationen verwirren

Nun wurde erforscht, warum das nicht so ist. Damit ein Objekt erkannt wird, wird es vom Auge erfasst und in mehreren Bestandteilen analysiert, etwa nach Linien oder Ecken. Schwierig wird das, wenn der Hintergrund zu viel Ablenkung bietet: Bei großer Unordnung erhält das Gehirn zu viele Informationen, die alle miteinander kombiniert werden. In Folge fällt das Erkennen schwerer. „Einen Vogel am Himmel können wir mühelos beobachten, solange er nicht im Schwarm fliegt. Doch unsere visuelle Welt ist nicht geordnet, daher muss das Auge zuerst alles vom Hintergrund isolieren“, erklärt Pelli.

Übung macht Lesen leichter

Je weiter Objekte entfernt sind, desto größer muss ihr Abstand sein, um erkannt zu werden: Wer ein Buch aus größerer Distanz zu lesen versucht, sieht, dass die Buchstaben zusammenrücken und in der Menge verschwimmen. Wie groß der zum Lesen notwendige Zwischenraum genau ist, hängt auch vom Leser ab: Mit zunehmendem Alter und Übung kann ein Kind immer kleinere Abstände wahrnehmen und dadurch sein Lesetempo erhöhen.

Kindern Freude am Lesen vermitteln

Schenken Sie kartonierte Bücher oder Bücher mit Seiten aus Papier. Diese sollten die Kinder nicht zerkauen, wie sie es mit Büchern aus Plastik oder Stoff machen können. So lernen sie, ein Buch sorgfältig zu behandeln, und damit steigt ihre Wertschätzung. Lesen Sie regelmäßig Geschichten vor. Kinder lieben Geschichten und Märchen. Machen Sie es sich mit Ihrem Kind gemütlich und lesen Sie ihm jeden Tag eine Geschichte vor, damit aus dem Vorlesen ein Ritual wird. Die Geschichte muss nicht lang sein, aber so wird im Kind mit der Zeit die Lust geweckt, seine Nase selbst in ein Buch zu stecken. Schreiben Sie sich in einer Bibliothek ein. Wenn auch Sie gerne lesen, können Sie so immer wieder neue Bücher entdecken. Ihr Kind wird sie beobachten und auch selbst in einem Buch blättern. Es lernt so, ein Buch nach verschiedenen Kriterien auszuwählen: dem Einband, den Bildern, wie es sich anfühlt, ... Richten Sie eine Leseecke ein. Schaffen Sie einen gemütlichen Ort mit einem Sessel und einer angenehmen Atmosphäre, einer Decke für warme Füße und einem bestimmten Platz für Bücher. Ihr Kind benutzt den Sessel vielleicht auch gerne zum Lesen.

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