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Bakterienalarm im Babybecken

Hurra, wir gehen baden! An – mehr oder weniger – kühlen und schneelosen Wintertagen bieten Hallenbäder und Thermenlandschaften ideale  Voraussetzungen für alle, die Bewegung machen und Spaß haben wollen. In speziellen Becken können sich dort auch Kleinkinder nach Herzenslust austoben: Wer noch nicht selber gehen kann, genießt das nasse Element in Mamis oder Papis Armen, die älteren Kleinkinder spielen begeistert mit Gummienten, aufblasbaren Krokodilen, gleiten über Baby-Wasserrutschen oder hüpfen, springen und spritzen durch die Gegend, was das Zeug hält.

Seichtes Becken, warme Brühe

Die meisten Kleinkinderbecken sind naturgemäß sehr seicht, oft tummeln sich so viele Nachwuchs-Rogans in den knapp 20 bis 50 cm tiefen Wasserlandschaften, dass sie sich beim Planschen beinahe so eingezwängt wie die sprichwörtlichen Sardinen fühlen müssen. Dazu kommt die Gewissheit,
dass die allermeisten der kleinen Wasserratten ihre Blasen und Därme noch nicht unter Kontrolle haben und die Körperflüssigkeiten deshalb gleich an Ort und Stelle frisch und munter drauf los plätschern lassen. Und weil sich die meisten Kinder den Badespaß auch von Lappalien wie einer rinnenden Nase oder gelegentlichen Niesanfällen nicht verderben lassen, taucht bei vielen Mamis und Papis, die das fröhliche Treiben im Kinderbecken beobachten, die Frage auf: Wie viele Bakterien schwimmen eigentlich in so einem Kinderbecken?

Auch der Magen kann Wasser desinfizieren

„Das Wasser im Kinderbecken wird meist trotz aller empfohlenen Maßnahmen wie Klogehen und Duschen vor dem Baden und der korrekten Wasserreinigung bakteriell verunreinigt sein, obwohl das Wasser anfänglich Trinkwasserqualität haben muss,“ meint Univ. Doz. Dr. Gustav Fischmeister, Facharzt für Kinder- und Jugendheilkunde und bereichsleitender Oberarzt im St. Anna Kinderspital. Auch durch die relativ große Wärme des Wassers im Kinderbecken ergibt sich eine erhöhte Infektionsgefahr. „Man muss aber bedenken, dass unser Magen mit Säure und einem pH von eins bis drei  ausgestattet ist, je nachdem, wie verdünnt die Magensäure ist. Alleine das führt in den meisten Fällen zu einer Desinfektion des verschluckten Wassers, so dass nicht jeder Schluck eine Infektion auslösen muss. Trotzdem kann, wenn das Kind vor dem Baden gegessen und getrunken hat, der Magensaft- pH so weit neutralisiert sein, dass zum Beispiel über das Wasser aufgenommene Colibakterien eine Magen-Darmverstimmung verursachen können.“

„Mami, mir ist so schlecht!“

Diese Magen-Darmverstimmungen äußern sich meist als Erbrechen und Durchfall, auch Bauchschmerzen in Verbindungen mit „dünnem“ Stuhlgang können Anzeichen dafür sein. Wenn Sie derartige Symptome bei Ihrem Kind bemerken, sollten Sie auf jeden Fall eine ein- bis zweitägige Badekarenz anordnen. Doppelt bitter ist natürlich, wenn das bei einem mehrtägigen Thermenurlaub passiert. Tipp: In solchen Fällen sollten Sie Ihren  wasserverliebten Schätzen auf jeden Fall mit lustigen Alternativangeboten, wie sie ohnehin in den meisten modernen Thermenhotels zu finde  sind, über die „trockenen“ Tage helfen. Wenn Sie das Badeverbot aber nicht konsequent durchziehen, kann es unter Umständen zu einer Verschlechterung des Zustands kommen – inklusive massivem Erbrechen, Dauer-Durchfall und Kreislaufproblemen. In schweren Fällen – und wenn über das Wasser besonders aggressive Keime aufgenommen worden sind – kann es auch vorkommen, dass Kleinkinder für eine Infusionstherapie aus dem Hotel in ein Spital übersiedeln müssen, bis sie sich erholt haben.

„Je kleiner die Kinder sind, umso mehr sollten die Eltern dabei sein und aktiv verhindern, dass die Kinder im Babybecken wiederholt Wasser trinken oder sich verschlucken. Wenn die Kinder trotzdem Wasser verschlucken, wird in den meisten Fällen nichts passieren. Sollten sich jedoch Stunden oder 1-2 Tage später Symptome entwickeln, sollte eine Badekarenz unbedingt eingehalten werden.“ Univ. Doz. Dr. Gustav Fischmeister FA für Kinder- und  Jugendheilkunde

WENN ZU VIELE BAKTERIEN GESCHLUCKT WURDEN
Bei einer Magen-Darm-Infektion ist das Aufrechterhalten der Flüssigkeitsbilanz besonders wichtig. Das heißt: Viel trinken. Wenn das Getrunkene nicht behalten werden kann (Erbrechen) oder durch einen heftigen wässrigen Durchfall viel Flüssigkeit verloren geht, muss ein Facharzt konsultiert werden.

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