kind verletzt

Eltern als Lebensretter- Die häufigsten Notfälle

Wenn Kinder bewusstlos sind und nicht atmen

Der Ersthelfer muss ohne Verzögerung zunächst 5-mal beatmen und dann seine Hände (bei Säuglingen 2 Finger-Kompression anwenden!) auf das untere Drittel des Brustbeines legen und es ein Drittel des Brustkorbdurchmessers tief eindrücken. Für die Reanimation eines Kindes wird wie bei Erwachsenen
ein Verhältnis 30 Thoraxkompressionen zu 2 Beatmungen (30:2) empfohlen.
WAS SIE NICHT TUN SOLLTEN:
Defibrillatoren herkömmlicher Bauart können nur für Kinder ab 8 Jahren eingesetzt werden. Für kleinere Kids gibt es Spezialgeräte mit Kindermodus. Bei Säuglingen darf der Defibrillator nicht zum Einsatz kommen.

Vergiftungen:

Hat Ihr Kind ein Putzmittel oder eine sonstige giftige Substanz getrunken bzw. geschluckt?
WAS SIE TUN SOLLTEN:
Rufen Sie die Rettung bzw. die Vergiftungszentrale und beschreiben Sie so präzise wie möglich, welche Substanz Ihr Kind geschluckt hat. Fahren Sie mit dem Kind ins Krankenhaus (Vergiftungssubstanz mitnehmen!) oder rufen Sie die Rettung.
WAS SIE NICHT TUN SOLLTEN:
Keinesfalls dürfen Sie das Kind zum Erbrechen bringen oder ihm Salzwasser, kohlensäurehaltige Getränke oder Milch verabreichen Lassen Sie es bei Säure- oder Laugenvergiftungen sofort schlückchenweise Wasser, Tee oder Saft trinken.

Bewusstlosigkeit:

Das Kind hat das Bewusstsein verloren. Es reagiert nicht auf Ansprache oder körperlichen Kontakt, atmet aber gleichmäßig.
WAS SIE TUN SOLLTEN:
Babys und Kleinkinder in die Bauchlage drehen, größere Kinder (etwa ab dem Volksschulalter) wie Erwachsene in die stabile Seitenlage drehen. Dann den Kopf zur Seite drehen und den Mund des Kindes öffnen.

Der Fieberkrampf:

Tritt meist in Verbindung mit hohem Fieber auf. Das Kind verdreht die Augen, wird blass, verliert das Bewusstsein. Gliedmaßen und Gesicht zucken.
WAS SIE TUN SOLLTEN:
Lockern Sie die Kleidung und betten Sie das Kind so, dass es sich auch bei möglichen Zuckungen des Körpers nicht wehtun und verletzen kann. Sollte es erbrechen, bringen Sie es in die stabile Seitenlage. Lassen Sie den Krampf abklingen und fahren Sie dann mit dem Kind zum Arzt oder ins Krankenhaus.
WAS SIE NICHT TUN SOLLTEN:
Versuchen Sie nicht, während des Anfalls das Kind festzuhalten.

Blutende Wunden:

Vor allem bei Schnitt- und Sturzverletzungen können blutende Wunden entstehen.
WAS SIE TUN SOLLTEN:
Machen Sie einen Druckverband. Nie vergessen: Eine Wunde darf bluten, Blut ist nichts Schlimmes. Wenn aber zu viel Blut verloren geht, drückt man am besten eine Wundkompresse fest auf die Wunde, und verständigt einen Arzt.
WAS SIE NICHT TUN SOLLTEN:
Keinesfalls darf man Gliedmaßen abbinden, die Wunde würde noch mehr bluten, da sich durch den venösen Rückfluss ein Stau bilden würde.

 

Vorbeugung ist die beste Medizin

Sorgen Sie dafür, dass Ihre Kinder in einer möglichst sicheren Umgebung aufwachsen, richten Sie Ihre Wohnung „kindersicher“ ein und bewahren
Sie Medikamente, Putzmittel und andere potentiell gefährliche Substanzen außerhalb der Reichweite Ihrer Kinder auf! Wenn trotzdem etwas passiert, sollten Sie im Zweifelsfall immer einen Arzt verständigen. Tipp: Besuchen Sie einen speziellen Erste Hilfe Kurs für „Kindernotfälle“. Derartige Kurse werden z.B. vom Österreichischen Roten Kreuz (Infos: www.erstehilfe.at) angeboten.

Hausapotheke

In Ihrer Hausapotheke sollten sich auf jeden Fall Verbandsmaterialien Pflaster, keimfreie Wundauflagen, Mullbinden und Wundschnellverbände befinden. Der Medikamentenvorrat sollte Lutschtabletten, Grippemittel, Kopfwehtabletten, Nasentropfen und magenberuhigende Mittel beinhalten. Zur Basisausstattung gehören auch Fieberthermometer, Wundsalben, ein Erste-Hilfe-Handbuch. Nicht vergessen: Regelmäßig das Ablaufdatum von Medikamenten Verbandsmaterialien prüfen und abgelaufene Verbandsmaterialien, Medikamente, Salben gegebenenfalls durch neue ersetzen.

Atemnot durch Fremdkörper

Wenn ein Bissen in die „falsche Kehle“ gekommen ist, oder das Kind Kleinteile eines Spielzeuges verkosten wollte, erkennen das die Eltern meist an
Husten bzw. Würgen. Ermuntern Sie Ihr Kind in diesem Fall, kräftig weiterzuhusten, um den Fremdkörper auszuspucken. Auch hilft es, wenn Sie
das Kind vorüber beugen – kleine Kinder lagern Sie am besten auf Ihrem Oberschenkel oder auf Ihrem Arm kopfüber nach unten – und ihm auf den
Rücken klopfen. Wenn der Fremdkörper nicht ausgehustet werden kann und/oder das Kind Anzeichen zeigt, das Bewusstsein zu verlieren, drücken
Sie dem Kind auf den Bauch. Achtung: Bei Säuglingen im unteren Drittel des Brustbeins auf den Brustkorb drücken, da der Babybauch zu empfindlich ist.


„Egal, ob es sich um Erkrankungen oder Unfälle handelt, ist es zunächst wichtig, Ruhe zu bewahren und in Abhängigkeit vom Schweregrad der Situation
Hilfe zu leisten oder zu holen. Die Maßnahmen der Ersten Hilfe richten sich nach dem Erkrankungsoder Verletzungsbild.“ Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Schreiber, Notarzt, Oberarzt der Universitätsklinik für Notfallmedizin des AKH / Medizinische Universität Wien sowie Chefarzt des Österreichischen Roten Kreuzes.

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