sturm herbst

Die Wetterhexe packt den Eisstab aus

Würden Sie Ihrem Baby zur Berührung eines heißen Gegenstandes raten? Vermutlich nicht, schließlich hätte das ja eine schmerzhafte Verbrennung ersten Grades zur Folge. Wer an windigen Herbsttagen mit seinem kleinen Sonnenschein nach draußen geht, riskiert Ähnliches: Nämlich eine Erfrierung ersten Grades.

„Hei, hei!“ Ganz jungen Erdenbürgern, die den kühlen Atem des nahenden Winters zum ersten oder zweiten Mal in ihrem Leben spüren, kann es schon passieren, dass sie „hei“ brabbeln, wenn sie „heiß“ sagen wollen, obwohl sie „kalt“ meinen. Ein sprachlicher Lapsus, in dem mehr Weisheit steckt, als viele Mamis und Papis vermuten.

Die eigene Verdunstungskälte schädigt die Haut

Ganz verkehrt ist es nämlich nicht, extreme Temperaturen in einen Topf zu werfen: Kälte ist für das Gewebe genauso gefährlich wie Hitzeeinwirkung, Erfrierungen werden wie auch Verbrennungen beziehungsweise Verbrühungen in unterschiedliche Grade (I – IV) eingeteilt. Wobei in der Regel gilt: Je jünger ein Mensch ist, desto empfindlicher ist seine Haut. Für die kalten Monate heißt das: Babyhaut kühlt wegen ihres hohen Wasseranteils schneller aus, weil sie auch mehr Feuchtigkeit abgibt. Die dabei entstehende Verdunstungskälte kommt dann sozusagen zur Haut zurück. Deshalb neigt Babyhaut auch bei geringer Kälteeinwirkung zu Symptomen und kann sogar bei Plusgraden Erfrierungen erleiden, zum Beispiel an windigen Tagen, oder bei hoher  Luftfeuchtigkeit. Da in unseren Breitengraden im Winter oft eine Kombination beider Faktoren im Freien wartet, ist Vorsicht und Schutz angebracht.

Kinder können sich nicht gegen die Kälte wehren

„Eine prolongierte Kälteeinwirkung auf die Haut führt zu Erfrierungen, die sich bei Grad I-Erfrierung als Rötung, Schwellung und als Schmerz bemerkbar machen kann,“ erklärt Univ. Prof. Dr. Michael Hayde, Facharzt für Kinderheilkunde im AKH und im Rudolfinerhaus. „Chronische Kälteeinwirkung auf die Haut führt an den „Akren“, also an Wangen und Nase zur Kapillarektasie, den Erweiterungen der kleinsten Gefäße. Die ‚gesunden‘ roten Backen sind Erfrierungen!“ Umso wichtiger sei der richtige Hautschutz (siehe Infokasten) auch an Tagen, an denen die Flüssigkeit im Thermometer noch nicht unter den Nullpunkt gesunken ist. Dr. Hayde betont auch die Bedeutung von Präventivmaßnahmen: „Kälteeinwirkung ist schmerzhaft, Erwachsene werden diese Symptome richtig deuten und versuchen, weitere Kälteeinwirkung zu vermeiden. Kleine Kinder dagegen sind dabei auf ‚fremde‘ Hilfe angewiesen, die Maßnahmen können zu spät kommen, wenn das Kind nicht weint, oder wenn seine Schmerzäußerungen falsch verstanden werden.“

Cremes & Eskimo-Effekt: Der richtige Schutz gegen Kälte

• Bei windigen Tagen und längeren Aufenthalten im Freien sollten Sie Ihr Baby auch bei Plusgraden mit einer Kälteschutzcreme und warmer Kleidung (Anorak mit Kapuze, etc.) schützen.
• Verwenden Sie für Ihre Kleinen eine Kälteschutzcreme mit möglichst hohem Fettanteil und ohne Wasser.
• Je kälter es ist, desto kürzer sollten Sie mit Ihrem Baby nach draußen gehen.
• Bei längeren Aufenthalten im kühlen Freien lässt die protektive Wirkung der Cremes allmählich nach. Hilfreich ist dabei zum Beispiel ein warmer Anorak mit einer großen Kapuze, die einen Fellrand hat. Dadurch entsteht nämlich ein „Individualklima“ um das Gesicht, die Windwirkung wird geringer, die
Unterkühlung wird reduziert. Dieser so genannte „Eskimoeffekt“ kann auch mittels Fellsack im Kinderwagen und aufgestelltem Verdeck erreicht werden.

„Eine prolongierte Kälteeinwirkung auf die Haut führt zu Erfrierungen ersten Grades, die sich als Rötung, Schwellung und als Schmerz bemerkbar machen. Kinder sind besonders empfindlich, die ‘gesunden’ roten Backen sind meist Erfrierungen.“ Univ.Prof.Dr. Michael Hayde Facharzt für Kinderheilkunde, AKH & Rudolfinerhaus

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