kleinkind traurig © altanaka - Fotolia.com Kopie

Kinder in der Krise

Burnout im Kindergarten – gibt es so etwas überhaupt? Ja, die Fälle von Auffälligkeiten nehmen bei den Kleinsten sogar zu. BabyExpress sprach darüber mit Kindergartenleiterin und Burnout- Prophylaxetrainerin Sylvia Alince.


1. Über Burnout bei Erwachsenen wird häufig berichtet. Dass auch Kinder betroffen sein können, dürfte nur wenigen Menschen bekannt sein. Wie bemerkt man Burnout bei den Kleinen? Gibt es auffällige Verhaltensweisen?

Es gibt Symptome, Anzeichen, Merkmale die uns warnen sollen – wichtig ist es aber professionelle Hilfe  in Anspruch zu nehmen und Klarheit zu bekommen, um welches Krankheitsbild es sich handelt – der Weg dorthin ist immer ein sehr schwerer, doch je eher Burnout bei Kindern erkannt wird, desto schneller kann es behandelt werden. Auffällige Verhaltensweisen könnten z.B. Selbstzerstörungen – Ritzen, Magersucht, Schlafstörungen, stille Depressionen – Angst, Panik, …, sein. Wichtig: Das Kind weiß in dieser Situation nicht, warum das so ist.

2. Wie würden Sie Burnout definieren?

Burnout ist eine körperliche, geistig-mentale, emotionale und soziale Erschöpfung.

Burnout ist der Verlust der Regenerationsfähigkeit und oft Folge von chronischem Stress.


3. Sind Sie der Meinung, dass Burnout bei Kindern leicht zu erkennen ist, oder ist es schwierig, diese Störung von anderen Auffälligkeiten zu unterscheiden?

Wie schon erwähnt, professionelle Hilfe in Anspruch nehmen und über die Auffälligkeiten genauestens berichten, denn viele Krankheitsbilder haben ähnliche Symptome.


4. Was können KindergartenpädagogInnen tun, um den Kindern zu helfen?

Im Kindergarten einen ruhigen, stressfreien Tagesablauf gestalten und viel Zeit zur Entspannung geben. Eine gute Kommunikationsbasis zu den Eltern aufbauen, Gespräche führen und die Kinder dort abholen wo sie stehen, um sie nicht zu überfordern – Schwächen schwächen und Stärken stärken.


5. Was empfehlen Sie Eltern?

Kinder nicht unter hohen Druck stellen und ihnen Zeit geben.


6. Hat Burnout bei Kindern im Kindergartenalter mit "Überforderung" zu tun? Wenn ja, um welche Art von Überforderung oder Druck handelt es sich?

Natürlich ist es eine gewisse Überforderung - Leistungsdruck, Freizeitstress, Perfektionismus…


7. Ist die Ursache im Elternhaus zu suchen? Ist falsche Erziehung ein Auslöser für die Störung?

Eltern tragen eine gewisse Teilschuld, wenn Kinder unter Burnout leiden. Angefangen bei den Freizeitaktivitäten, die neben dem täglichen Stress im Tagesablauf gut durchorganisiert sein müssen, da die Eltern sich selbst keine Zeit nehmen können, da schließlich auch Eltern unter Druck und Dauerstress stehen – alles unter einen Hut bringen – keine Fehler machen – vor den Verwandten und Bekannten gut dastehen, … .

8. Wann haben Sie Burnout bei Kindern zum ersten Mal beobachtet?

Verschiedene Verhaltensmuster beobachte ich seit Jahren, doch war es mir, bis zu meiner jetzigen Ausbildung (Dipl. Burnout Prophylaxetrainerin), nicht so bewusst, dass es sich dabei eventuell schon um Burnout gehandelt haben könnte.


9. Nehmen die Fälle von Burnout im Kindesalter zu?

Das zu beantworten steht mir nicht zu, denn mir sind bislang dazu keine Statistiken bekannt – ich kann nur in Zukunft für mich sagen – ich werde Präventionsarbeit leisten.


10. Glauben Sie, dass Burnout im Kindesalter die weitere Entwicklung der Kleinen beeinträchtigen kann?

Wenn Kinder ausgebrannt sind und ihnen jegliche Motivation fehlt, kann ich mir das gut vorstellen. Um dem entgegen zu wirken, eine Aufforderung an die Eltern: bitte die Kinder nicht unter soviel Druck leben lassen, sondern sich Zeit für das Kind nehmen und gemeinsam das Leben erlernen und meistern.










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