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Gewalt: Schnelle Hilfe für Kinder und Eltern

Der Österreichische Bundesverband für Psychotherapie (ÖBVP) nimmt den Tag der gewaltfreien Erziehung am 30.4. zum Anlass, um aufzuzeigen, dass immer noch Kinder unter vielfältigen Formen der Gewalt leiden, aber auch, dass Kindern und deren Eltern notwendige Hilfen vorenthalten werden. "Familien mit Gewalterfahrungen dürfen nicht alleine gelassen werden. Hier ist rasche und unbürokratische Hilfe für Kinder und deren Eltern notwendig" fordert Karl-Ernst Heidegger, Vizepräsident des ÖBVP und selbst Kinderpsychotherapeut.

Seit die Gewaltfreiheit in der Erziehung 1989 auch im österreichischen Gesetzbuch verankert wurde, hat sich das Bewusstsein für eine Erziehung ohne Gewalt zwar zum Positiven verändert, sich aber nicht ganz aus der Gesellschaft eliminiert. Dass Strafen mit Gewaltausübung aus pädagogischer Sicht unsinnig sind und ohnehin nicht helfen, ist heute vielen Erziehenden bewusst, aber nicht alle schaffen es, dies umzusetzen. Kinder lernen aus diesen Strafen nicht wie sie sich anders Verhalten können. Gesunde Kinder reagieren mit Trotz und Widerstand. Sie sehen darin bloß, dass Stärkere gegenüber Schwächeren Gewalt anwenden und mit Gewalt Konflikte "lösen". "Eine gewaltfreie Erziehung ist somit immer auch eine Erziehung zur Gewaltfreiheit. Davon profitiert die gesamt Gesellschaft.", so Heidegger.

Was, wenn Gewalt schon passiert ist? Psychotherapie hilft!

Haben Kinder doch Gewalt erlebt, ist genau hinzuschauen, ob sie diese auch verarbeiten können. Reichen die kindlich kreativen Verarbeitungsmechanismen nicht aus, beginnen sie meist, das Erlebte immer wieder in Szene zu setzen, verändern ihr Verhalten im Alltag und entwickeln Symptome auf vielfältige Art und Weise. Ziel einer Psychotherapie ist, das traumatische Erlebnis in das Bewusstsein zu integrieren und den Kindern und Jugendlichen die Sicherheit zu vermitteln, dass sie die vom Trauma herrührenden Gefühle kontrollieren und abschwächen können.

Frühzeitige Psychotherapie für Opfer und Gewalttäter verhindert Folgeschäden

Wenn das Ideal gewaltfreier Erziehung nicht gelingt und Anzeichen seelischer Verletzungen durch das Verhalten des Kindes sichtbar werden, ist das frühzeitige psychotherapeutische Behandeln enorm wichtig, um Folgeschäden aufzufangen. "Hier ist der freie, von den Sozialversicherungen finanzierte und an den Bedürfnissen des Kindes orientierte, Zugang zur Psychotherapie erforderlich", so Peter Stippl, Präsident des ÖBVP. Stippl und Heidegger fordern daher auf, Kindern und Erwachsenen Wege aus der Gewalt - die häufig eng mit Ohnmacht verbunden sind - zu zeigen, indem der Zugang zu Beratungen oder Psychotherapien einfacher und leistbarer wird. So können gewaltbereite Eltern ein anderes Erziehungsverhalten lernen. Psychotherapie mit Gewalttätern ist immer auch Opferschutz. Erleben Kinder, dass ihren Eltern geholfen wird, sind sie entlastet und schließlich auch erleichtert.

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