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Vorsicht, Fenster: Unfälle sind oft vermeidbar

Fensterstürze zählen zu den schwersten Unfällen bei Kindern. Derzeit ist das Risiko aufgrund der schöner werdenden Jahreszeit besonders hoch. Was Eltern tun können, um die Gefahr zu reduzieren, erfahren Sie hier.

 

Der tragische Unfalltod eines zehnjährigen Buben in Wien zeigt leider einmal mehr, dass Fensterstürze in Österreich keine Seltenheit sind. Mehr als ein offenes Fenster und einen unachtsamen Augenblick braucht es nicht, um den Albtraum aller Eltern wahr werden zu lassen. Rund 20 Fensterstürze ereignen sich jährlich in Österreich – zwei bis drei Kinder sterben dabei an den Folgen dieser Unfälle. Vor allem für die Kleinsten zwischen zwei und vier Jahren besteht ein erhöhtes Risiko. Schnelligkeit und Bewegungsfreiheit nehmen in diesem Alter rasant zu. Auch die Welt da draußen wird immer spannender und wird gerne durch die Fensterscheibe beobachtet. Kindlicher Entdeckungsdrang in Kombination mit geöffneten Fenstern und ungesicherten Balkons können aber innerhalb von Sekunden zur unkalkulierbaren Gefahrenquelle werden.

 

Lebensgefahr offenes Fenster – derzeit besonders hohes Risiko

Fensterstürze zählen nicht zu den häufigsten, aber zu den schwersten Unfällen bei Kindern. „Die Folgen sind schwerwiegend und reichen von Prellungen und Knochenbrüchen bis hin zu lebensgefährlichen Verletzungen an Kopf und Wirbelsäule. Zwei bis drei Kinder sterben jährlich an den Folgen“, erklärt Dr. Othmar Thann, Direktor des KFV (Kuratorium für Verkehrssicherheit). Da das Risiko für Fensterstürze aufgrund der schöner werdenden Jahreszeit jetzt besonders hoch ist, hat das KFV eine Sicherheitswarnung an mehr als 5.000 Österreichische Kinderbetreuungseinrichtungen versendet, mit dem Ziel, die Eltern der Kinder über die Gefahr zu informieren und einfache Handlungsanleitungen zu geben. 

 

Fensterstürze einfach verhindern

Bauliche Maßnahmen wie Fenstersicherungen können Leben retten. „Sind Kleinkinder im Haushalt sollten die Fenster immer mit Fenstersperren versehen sein. Am besten geeignet sind Sperren, die bereits in den Fenstergriff integriert sind und mit einem Schlüssel zu öffnen sind“, empfiehlt der Experte. „Aufgrund der gleichbleibenden Unfallzahlen in Österreich sollte auch über eine verpflichtende Umsetzung von Fenstersicherungen diskutiert werden.“

Darüber  hinaus wird auch der nachträgliche Einbau von Kindersicherungen bei Fenstern empfohlen. Bei der Montage wird eine Schiene am Fensterrahmen angebracht, in die am Fensterflügel montierte Haken oder Ketten einrasten. Fenstersicherungen sollten grundsätzlich verschraubt und am oberen Ende der Fenster – also außerhalb der Reichweite von Kindern – montiert werden. Diese gesicherten Fenster können dann nicht weiter als zehn Zentimeter geöffnet werden und verhindern auch, dass Kinder ihre Finger dort einklemmen. Abschließender Tipp: Lassen Sie Ihr Kind, wenn Sie einen Raum lüften, nicht alleine in diesem Zimmer. Die beste Sicherung nützt nichts, wenn das Fenster geöffnet ist.

 

Sicherheitstipps:

            + Lassen Sie Kinder beim Lüften eines Raumes nie aus den Augen und nehmen sie es mit in einen Nebenraum!

            + Statten Sie Fenster und Balkontüren mit versperrbaren Fenstersicherungen aus!

            + Fenstersicherungen können einfach nachgerüstet werden!

            + Stellen Sie keine Sessel, Tische etc. in der Nähe von Fenstern oder Balkontüren – Kinder nutzen Sie geschickt als „Kletterhilfen“!

            + Vergessen Sie beim Fenster reinigen nicht darauf, Ihr Kind von offenen Fenstern fernzuhalten. Ein kleiner Moment reicht oft aus, dass ein Kind zum Fenster hinaufsteigt!

+ Keine Anreize auf Fensterbretter oder Balkonbrüstungen ablegen


Foto: Fotolia

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