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Wenn das Morgen in den Sternen steht

Mitten im Burgenland, ein wunderschöner, heimeliger Bauernhof umgeben von Wiesen und Feldern. Ein schönes Stück Natur in einer flachen  überschaubaren Landschaft. Sterbende Kinder verbringen mit ihren Familien oft die letzten Tage ihres Lebens in dieser Umgebung. Es ist ein kleines  Kinderhospiz, das nie mehr als zwei Familien gleichzeitig betreut. Gegründet wurde dieses Kinderhospiz im burgenländischen Stegersbach 1999 von Regina Heimhilcher und Peter Kai. Aufbauend auf ihrer Ausbildung und beruflichen Erfahrung in den Bereichen Psychotherapie, Seelsorge und Reittherapie   verwirklichten sie ihre gemeinsame Vision. Die Familien bleiben in der Regel bis zu 3 Wochen, manchmal auch länger. Nämlich dann, wenn die Kinder den Wunsch haben, am Sterntalerhof zu sterben. Jede Familie wird anders begleitet, individuelle Bedürfnisse bestimmen den Tagesablauf. Das Kind soll schmerzfrei sein, ein eigener Palliativarzt steht rund um die Uhr zur Verfügung. Die Gestaltungsmöglichkeiten sind sehr vielfältig. Reiten, Gespräche, musizieren, malen, basteln, spazieren und vielleicht einfach nur zusammensitzen. Die professionelle Begleitung hilft den kranken, meist krebskranken Kindern, deren Eltern und Geschwistern. Eine Unterstützung für die ganze Familie.

Das Pferd, Partner und Freund

Die Mitarbeiter sehen sich als Lebensbegleiter. In den meisten Fällen möchten die Kinder, wenn es soweit ist, zu Hause sterben. So auch der 8-jährige Felix. Er verbrachte im Vorjahr mit seiner allein erziehenden Mutter und seinen beiden Geschwistern 2 Wochen am Hof. Felix litt unter Knochenmarkkrebs. Zu einem Therapiepferd hatte Felix eine besonders innige Beziehung. „Furas“ war in diesen Tagen sein Partner, sein Freund. Ein Monat nach seinem Aufenthalt am Sterntalerhof starb Felix an den Folgen seiner schweren Krankheit. 3 Tage vor und 3 Tage nach seinem Tod verweigerte Furas jegliche Nahrungsaufnahme. Ein Phänomen, das nicht erklärbar ist, denn Felix war zu diesem Zeitpunkt bei seiner Familie in Kärnten. Die Mutter wurde auch nach Felix‘ Tod begleitet und heuer verbrachte sie mit ihren beiden Kindern wieder eine Woche am Sterntalerhof, um mit dem ihr vertrauten Team, Trauerarbeit zu leisten. Einen sehr positiven Verlauf nahm das Schicksal der 10-jährigen Nadine. Sie litt unter einer höchst aggressiven Form von Knochenmarkkrebs. Nach einem langen Krankenhausaufenthalt, hatte sich das kleine Mädchen aufgegeben. Sie wollte nicht mehr kämpfen, nicht mehr leiden. Nur reiten wollte sie noch einmal. Ihre Mutter nahm sie aus dem Krankenhaus und machte mit Nadine regelmäßige Reittherapie. Heute hat das Mädchen keine Metastasen mehr, die Haare sind nachgewachsen und die Chance wirklich gesund zu werden, ist sehr groß. Ihr gaben die Pferde die Kraft,   weiterzukämpfen und damit weiterzuleben. Der Sterntalerhof bekommt keine öffentlichen Mittel und finanziert sich nur mit der Unterstützung von  Sponsoren und Spendern. Familien, die es sich leisten können, bezahlen den Aufenthalt. Wer die finanziellen Möglichkeiten nicht hat, wird unterstützt. Leider kann der Sterntalerhof seine Reittherapien im Winter nicht durchführen. Noch nicht. Mit der Unterstützung vieler ist für nächstes Jahr der Bau einer Reithalle geplant. Dann können Therapien und Begleitungen ganzjährig stattfinden. Das 4-köpfige Team plant in weiterer Folge den Bau eines  Familienhauses, mit zwei Einheiten. Aber mehr als 3 Familien sollen auch dann nicht gleichzeitig betreut werden. Denn der Erfolg hängt im Wesentlichen von der Individualität ab.

DER STERNTALERHOF BIETET NICHT NUR UNTERSTÜTZUNG FÜR FAMILIEN MIT TODKRANKEN KINDERN SONDERN AUCH FÜR FAMILIEN MIT SCHWER BEHINDERTEN KINDERN

Sigrid Blöch, Mutter von Alexander (11 Jahre), schwer behindert, war mit ihrer Familie schon viele Male am Sterntalerhof. Gemeinsam mit ihrem Mann und Alexanders Bruder Max (2 Jahre) verbringen sie unbeschwerte Tage in Stegersbach.

Frau Blöch, welche Hilfe bietet Ihnen der Sterntalerhof?
Erstens Hilfe für meinen Sohn Alex. Er bekommt die Therapie, die er braucht und er kann einfach so sein, wie er ist. Und für uns alle heißt es, Zeit füreinander zu haben. Es ist einfach Erholungsraum für die Familie mit individueller Unterstützung. Das Team vom Sterntalerhof ist großartig. Menschlich und dabei professionell. Für uns sind diese Aufenthalte immer Tage des Glücks, bringen aber auch neue Entwicklungen für Alexander.

 

Peter Kai im Interview

Peter Kai ist klinischer Seelsorger, HPV-Therapeut (Heilpädagogisches Voltigieren), integrativer Lebensberater und Heilmasseur.

Herr Kai, Sie waren Mitbegründer des Sterntalerhofes. In Österreich das einzige Kinderhospiz, in Europa das einzige in dieser Art. Wie sieht Ihre Begleitung sterbender Kinder aus?
Wir haben einen Bauernhof, ein eigenes Haus für die Familien. Menschen und Tiere sind für die schwer kranken Kinder da. In einer so schlimmen Phase der Krankheit, sind Zeit und Zuwendung sicher das Wichtigste. Wir bieten eine individuelle familiäre Begleitung, verbunden mit einer Reittherapie an.

Welche Bedeutung hat die Reittherapie für Kinder?
Die Pferde stimulieren die Kinder durch die Bewegung. Das Bewegungsmuster ist dem menschlichen Gang ähnlich und empfindet das embryonale Schaukeln nach. Durch das Reiten wird auch die Wirbelsäule gestärkt, eine ausgleichende Bewegung, die auf den ganzen Menschen wirkt. Das Tragen spielt auch eine große Rolle. Bedingungslose Akzeptanz von den Pferden, sie tragen Kinder immer authentisch. Für die Kinder ist es das beruhigende Gefühl, getragen zu werden, sich tragen zu lassen.

Sterbebegleitung ist immer eine sehr schwere Aufgabe, bei Kindern noch um vieles schlimmer. Wie können Sie ganz persönlich damit umgehen?
Die Kinder geben uns so unwahrscheinlich viel, sie sind unsere Lebenslehrer und Sterbehelfer. Die Kinder nehmen uns an der Hand und begleiten uns. Ich habe meine Angst vor dem Tod durch das Begleiten- „dürfen“ von Kindern, verloren. Das Kind lebt im Augenblick, es ist nicht nur ein sterbendes Kind – weil sterbend sind wir ja alle, das Kind lebt bis zum letzten Augenblick. Der Abschied ist meistens sehr sanft. Das Kind lässt auch uns Zeit, sich damit auseinanderzusetzen. Natürlich ist es ein schmerzhafter Prozess, und wir brauchen die Trauerarbeit. Da helfen wir einander im Team gegenseitig, eine wichtige Gemeinschaft.

Welchen Trost können Sie den Eltern mitgeben?
Trost? Vielleicht, dass wir sie nicht alleine lassen, wenn sie es nicht möchten und ein Stück des Weges mit ihnen gehen. Oft fehlen auch mir die Worte,
oder ich habe keine Antworten. Die Eltern verstehen das aber. Ich bin der festen Überzeugung, Tod und Krankheit haben nicht das letzte Wort. Natürlich
gibt es zuerst die Trauer und den Schmerz, doch dann gibt es sicher noch mehr ...

 

WIE KANN ICH HELFEN?
Als Glücksbringer mit dem Kauf eines Sterntalers Als Pate mit € 10.- im Monat finanzieren Sie einen Tag Lebensfreude für ein schwerkrankes Kind
mit € 5.- eine Doppelstunde Reittherapie
mit € 30.- im Monat ermöglichen Sie einem Kind eine Woche Kindercamp am Sterntalerhof
Als Partner unterstützen Sie mit einer jährlichen Zahlung von € 5.000.- die Finanzierung der geplanten Reithalle
Spenden Hotline zum Nulltarif: 0800-252250,
Bankverbindung: Erste Bank,
BLZ 20.11 Kto.Nr. 05818028
Nähere Informationen:
www.sterntalerhof.at

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