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Schüleraustausch fördert Kreativität

Schüler und Studenten, die ein paar Monate im Ausland gelebt haben, zeigen höhere Kreativität als diejenigen, die zu Hause geblieben sind. Zu diesem Schluss kommt eine aktuelle Untersuchung. Diese Kreativität, die in fünf unterschiedlichen Kreativitätstests bei mehr als 600 Austauschschülern untersucht wurde, sei unabhängig von den zugrunde liegenden Persönlichkeitseigenschaften nachweisbar. Der Entwicklungsprozess sei insbesondere bei Aufenthalten von mehreren Monaten oder länger bemerkbar.

Anpassung fördert Kreativität

„Vermutlich erfordert und fördert die Anpassungsleistung an eine fremde Kultur die Kreativität. Bei einem Schüleraustausch sehen Heranwachsende nicht nur Verblüffendes, sondern sie lernen mit der Zeit auch die Beweggründe – wenigstens zum Teil – von anderen Kulturen zu verstehen“, meint der Kinderund Jugendarzt Dr. Ulrich Fegeler. „Obwohl an kreativen Denkprozessen viele unbewusste Vorgänge beteiligt sind, darf allerdings nicht vergessen werden, dass harte Lernarbeit und Übung wesentliche Bestandteile sind.“ Denn um sich in einer fremden Kultur zurechtzufinden, müsse man beispielsweise Sprachwissen und Hintergrundinformation sammeln und auch den Kontakt zu einheimischen Menschen erlangen, um von diesen mehr über Gebräuche und unausgesprochene soziale Regeln zu erfahren. Die Studienautoren geben auch zu bedenken, dass sie ihre Teilnehmer natürlich nicht nach dem Zufallsprinzip ins Ausland schicken konnten, sondern dass es sich nur um Schüler und Studenten handelte, die freiwillig ins Ausland gegangen waren.

Veränderte Denkweise und mehr Toleranz

Die fremde Umgebung zwingt Menschen anscheinend dazu, ihre gewohnten Denkweisen zu verlassen. Das bestätigen auch Schülerinnen, die mit dem interkulturellen Austauschprogramm YFU jeweils ein Jahr in Südafrika und in Ecuador waren. „Ein Auslandsaufenthalt ist eine Reißleine für die eigene Weltanschauung – und das kommt im täglichen Leben immer wieder heraus“, meint die 23-jährige Imke, die vor vier Jahren 18 Monate lang in einem Vorort Kapstadts bei einer Gastfamilie gelebt hat. Die 19-jährige Larissa, die im ecuadorianischen Hochland in Cuenca war, meint, dass es ihr wichtig geworden sei, andere Menschen und andere Denkweisen zu verstehen. „Der Aufenthalt in Ecuador hat mich zudem auch toleranter gemacht“, so die Schülerin. „Mein Auslandsaufenthalt hat mich von Vorurteilen befreit. Ich nehme heute nicht mehr wahr, ob mein Gesprächspartner eine andere Hautfarbe hat als ich“, erklärt Imke. YFU ist ein international agierendes interkulturelles Schüleraustauschprogramm, das im Verbund mit YFU-Organisationen weltweit agiert. „YFU gehört zu den größten und anerkanntesten Austauschorganisationen weltweit“, erklärt Bent Richter, Geschäftsführer von YFU-Österreich. YFU-Organisationen arbeiten gemeinnützig, basieren auf der Arbeit von Tausenden ehrenamtlichen Mitarbeitern weltweit und möchten Jugendlichen aus möglichst vielen Ländern dieser Erde die Teilnahme an seinen Programmen ermöglichen. Damit soll das Ziel erreicht werden, eine Verständigung über kulturelle Grenzen hinweg zu schaffen. „Es ist auffällig, dass sehr viele unserer ehemaligen Austauschschüler Berufe in der Wirtschaft oder im sozialen Bereich ergreifen, wobei oft die mögliche Internationalität des späteren Berufs entscheidend ist“, meint Richter. Ein anderer Teil der ehemaligen Austauschschüler beginne die Berufskarriere in Behörden oder staatlichen Institutionen.

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