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Die Klasse von 2020

„Wir bieten einen top-modernen und zukunftsorientierten Unterricht.“ Das behaupten sehr viele Schulen. Woran erkennen nun Eltern, die die Ausbildung ihrer Kinder nicht dem Zufall überlassen wollen, eine wirklich gute Lehranstalt, die den Nachwuchs möglichst fit für die Zukunft macht? „Schulen müssen vor allem gut qualitätsgesichert sein,“ meint Prof. Dr. Werner Specht, Leiter des Zentrums für Schulentwicklung in Graz und Klagenfurt. „Dazu gehört ein Leitbild und ein Schulprofil, auf das man sich als Vater oder Mutter – und in höherem Alter auch als Schüler – berufen und dessen Einhaltung man einfordern kann.“ Wichtig sei auch der Erwerb von möglichst vielen Sprachen (siehe Kasten). Zu den altbekannten Ausbildungsangeboten werden aber auch viele neue hinzukommen.

„Mama, ich will Computerspielprogrammierer werden!“

Wenn Teenager heute von einem Job in der „Traumfabrik“ träumen, ist damit längst nicht mehr nur Hollywood, sondern immer öfter auch die glitzernde Welt der Computerspielindustrie gemeint. Aber: „Global agierende Developer wie Rockstargames haben immer wieder beklagt, dass sie die meisten Mitarbeiter für ihre Büros in Österreich in Amerika rekrutieren müssen, weil es bei uns keine adäquate Ausbildung gibt,“ weiß Richard Hallwirth. Der Mann aus der Erwachsenenbildungsbranche hat auf das Problem reagiert, und gemeinsam mit Sascha Dennstedt das Wiener Games-College gegründet. Die Schule startet im Februar 2007, in vier Semestern erhalten Computerspiel-Enthusiasten hier um 690 Euro pro Monat eine fundierte Ausbildung zum Spiele-Entwickler. Als Vortragende werden auch Größen der Branche engagiert. „Es sollte immer wichtiger werden, dass in der weiterführenden Ausbildung Praktiker und Leute aus der Branche als Lehrer eingesetzt werden, die für die Schüler und Studenten auch gleich potentielle Arbeitgeber sein können,“ meint Hallwirth. Zu den wichtigsten Hobbys der Teenager wird auch weiterhin die Popmusik zählen. Und zu welchen Sounds werden die Babys von heute als Teenager das Tanzbein schwingen? „Rock und Pop mit all seinen Facetten wird auch 2020 der angesagteste Stil sein, ich rechne aber auch mit einer verstärkten Wiederauferstehung der Roaring Sixties,“ meint Ö3 Musikchef Alfred Rosenauer, und fügt augenzwinkernd hinzu. „Und die Rolling Stones werden 2020 wieder auf Welttournee gehen.“

Dauergast im Hotel Mama
Experten zufolge wird es in Zukunft immer weniger Differenzen zwischen Teenagern und Erwachsenen geben. Die Werte von „Jung“ und „Alt“ gleichen
sich zunehmend an. Das bringt einige Vorteile – schließlich werden viele der Kinder von heute noch mit über 30 Jahren im „Hotel Mama“ leben beziehungsweise dort zumindest immer wieder einchecken. Der Verlust von Reibungsflächen kann sich fallweise aber auch nachteilig auf die Entwicklung
auswirken.

Die Pubertät mit 40 nachholen
Die heutige Jugend sei ziemlich angepasst und leistungsorientiert, meinen Soziologen, und Trendforscher bescheinigen diesem Kurs eine große Zukunft. „Das könnte dazu führen, dass sich die Entwicklungsphasen verschieben,“ meint etwa Mag. Andreas Reiter vom ZTB-Zukunftsbüro. „Weil in der Pubertät immer weniger revoltiert wird, werden das viele Kids dann mit 40 nachholen. Bis dahin werden sie ganz diszipliniert an ihrer Biografie arbeiten, und dann aussteigen und Dinge tun, die sie noch nie gemacht haben.“

Welche Sprachen sollten Schüler lernen?
Konsequentes Sprachelernen kann viel zum späteren Erfolg am Arbeitsmarkt beitragen. Englisch wird auch künftig eine Selbstverständlichkeit sein, Spanisch wird Experten zufolge Französisch überholen. Sprachbegabte Kinder sollten wahlweise auch russisch, arabisch, chinesisch oder japanisch lernen, da diesen Sprachen ein großes Zukunftspotential nachgesagt wird. Der Weg zum Erfolg kann aber auch über die Sprachen unserer Nachbarländer führen.


„Der heutige Wahn, die Kinder nach Begabungen und Interessen konsequent zu sortieren, wird 2020 endlich der Vergangenheit angehören.“ Prof. Dr. Werner Specht, Leiter des Zentrums für Schulentwicklung Graz/Klagenfurt

„In der weiterführenden Ausbildung sollten verstärkt Praktiker und Leute aus der Branche unterrichten, die für die Schüler auch potentielle Arbeitgeber
sein können.“ Richard Hallwirth, Rektor Wiener Games-College

„Neben Balladen-Heulern werden auch Boyund Girlbands in Zukunft die Charts stürmen. Man braucht ja auch 2020 etwas fürs Auge und zum Schmunzeln.“ Alfred Rosenauer, Musikchef bei Ö3

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