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Sicher in die Schule: Das Puppomobil hilft dabei

215 Kinder im Alter zwischen sechs und acht verunglückten im Jahr 2014 am Schulweg. Setzt man diese Zahl in Relation zu den rund 175 Tagen, die ein Kind durchschnittlich pro Jahr in der Schule verbringt, so heißt das, dass sich in Österreich täglich mindestens ein Kind am Weg in die Schule oder von der Schule nach Hause verletzt.

"Jeder Unfall ist einer zu viel", meint dazu Dipl.-Ing. Peter Vavken, der Generaldirektor der Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt. Die AUVA hat deshalb in Zusammenarbeit mit dem ARBÖ bereits vor mehreren Jahren eine Initiative zur Verkehrsfrüherziehung gestartet: Gemeinsam wurde das Stück "Barry geht in die Schule" für das Puppentheater Puppomobil entwickelt.

Für den ARBÖ hat diese Präventionsmaßnahme einen extrem hohen Stellenwert, weshalb vor einem Jahr unter Generalsekretär Mag. Gerald Kumnig eine zweite Puppomobilbühne angeschafft wurde. "Als ARBÖ sehen wir es als unsere Verpflichtung an, die Volksschulen bei der Verkehrserziehung zu unterstützen und die Kinder fit für den Straßenverkehr zu machen. Wir sind überzeugt, dass das Puppomobil eine extrem nachhaltige Wirkung hat, und mithilft, das richtige Verhalten im Straßenverkehr zu verinnerlichen", freut sich Mag. Gerald Kumnig über den großen Erfolg des Puppomobils.

Das Stück orientiert sich einerseits am Lehrplan der Grundstufe 1 (1. und 2. Klasse Volksschule), der das Lernziel "Der Fußgänger im Straßenverkehr - Aufbau von angemessenen Verhaltensweisen" zum Inhalt hat, andererseits hat man bereits im Vorfeld großen Wert auf eine altersadäquate Inszenierung und eine pädagogisch richtig aufbereitete Umsetzung Wert gelegt. "Das Stück zeigt den jungen Besuchern, was beim Überqueren der Straße zu beachten ist, welche Bedeutung die einzelnen Armzeichen von Polizisten haben und was die Lichtzeichen von Ampeln signalisieren. Damit greift das Stück ein sehr reales Problem auf, wie die Unfallzahlen zeigen", so ARBÖ-Generalsekretär Mag. Kumnig.

Durch die zweite mobile Bühne sehen in Österreich rund 30.000 Schülerinnen und Schüler jedes Jahr dieses Stück: Dabei kommen Herr Dieselschlauch, der böse Tinitfax, Kasperl und Barry in 1.200 Schulklassen um die Verkehrskompetenz der Volksschulkinder zu stärken. Dass dies geschieht, zeigen auch die Ergebnisse einer Umfrage, die die AUVA und der ARBÖ vor kurzem in Auftrag gegeben haben. Zusammengefasst lässt sich sagen, dass das Stück von den Lehrerinnen und Lehrern als besonders wertvoll eingestuft wird und die Wirkung in keinster Weise verfehlt. Dazu Mag. Gabriele Hofmann von Hoffmann&Forcher Market Research: "Gerade in der Beurteilung von Lernmaterialien stellen Lehrerinnen und Lehrer sicher die aufmerksamste, sensibelste und wohl auch kritischste Zielgruppe dar. Dass 97% der Lehrerinnen und Lehrer, die das Stück mit ihrer Klasse gesehen haben, es an Kolleginnen und Kollegen weiter empfehlen würden, zeigt deutlich, wie hoch sie den Stellenwert  ansetzen, und das in ganz Österreich. Das Theaterstück "Barry geht in die Schule" begeistert Lehrerinnen und Lehrer - und zwar vom Neusiedler See bis zum Bodensee. Inhalte und Themen werden aus Sicht der Pädagogen hervorragend vermittelt. Das ist nachhaltige Verkehrserziehung spielerisch, humorvoll und hochprofessionell umgesetzt." Im Rahmen der Umfrage war die Frage nach der Einschätzung, wie lernförderlich die Teilnahme der Kinder am Theaterstück nach Dafürhalten der Lehrerinnen und Lehrer sei, von zentraler Bedeutung. Vier von fünf Pädagogen beurteilten den Besuch des Stücks als "sehr lernförderlich" (79%). Der Anteil der Lehrer, die das Theaterstück aus pädagogischer Hinsicht für "sehr gut" geeignet halten, um die Handlungskompetenz der Kinder zum Thema "Überqueren der Straße" zu steigern, ist sogar noch höher: 82% teilen diese Meinung. Und auch die Frage, wie sehr das Theaterstück bei der Wissensvermittlung im Rahmen der verbindlichen Übung Verkehrserziehung für die 1. und 2. Klasse unterstützt, wurde mit überwältigender Klarheit beantwortet: 86% vergaben "sehr gut".

Generaldirektor DI Vavken begründet, warum sich die AUVA in diesem Bereich engagiert: "Alle österreichischen Schülerinnen und Schüler sind bei uns gegen Unfälle in der Schule und am Schulweg unfallversichert. Für uns hat deshalb die Prävention einen immens hohen Stellenwert. Jeder Unfall, den wir durch entsprechende Aufklärungsarbeit verhindern können, spart menschliches Leid. Und jeder Unfall, den wir verhindern können, spart uns auch Aufwendungen in unseren drei anderen Bereichen, der Unfallheilbehandlung, der Rehabilitation und der finanziellen Entschädigung."

Beide Partner betonen aber auch die mittel- und langfristige Wirkung dieser Verkehrsfrüherziehungsmaßnahme: Im Sinne des lebenslangen Lernens werden durch das Puppomobil Kompetenzen trainiert, die für die Heranwachsenden auch später von großem Nutzen sind: Auf Erfahrungen, die sie unter fachkundiger Begleitung im Kindesalter gemacht haben, können sie viele Jahre später zum Beispiel als Fahrradfahrer, Mopedfahrer, ja sogar Autofahrer, zurückgreifen.

Koordiniert werden die Auftritte von der Agentur "KIGA impuls", die sich um einen effizienten Einsatzplan bemüht. Pro Tag werden bis zu fünf Vorstellungen gespielt, was den erfahrenen Puppenspielern einiges abverlangt: "Nach einem langen Vorstellungsvormittag kann es schon mal passieren, dass wir etwas Zeit brauchen, wieder in der Realität anzukommen", erzählt Robert Swoboda-Mathies aus dem Alltag der Puppenspieler abschließend.

Foto: FOTObyHOFER

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