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Schulstartpakete entlasten einkommensschwache Familien

Der Schulstart ist für viele Familien Jahr für Jahr ein finanzielles Problem. Im Sommer 2015 griff das Sozialministerium die Initiative der Europäischen Union zur Armutsbekämpfung auf und rief das Projekt „Schulstartpaket“ ins Leben, das mit konkreten Sachleistungen unterstützt. „Damit können wir die finanziellen Belastungen zum Schulbeginn für einkommensschwache Familien abfedern und den Schülerinnen und Schülern in ganz Österreich einen guten Start in das Schuljahr ermöglichen“, zeigt sich Sozialminister Alois Stöger erfreut. Durchgeführt wird das Projekt wie schon im letzten Jahr vom Roten Kreuz, finanziert wird es zu mehr als 80% aus Mitteln der Europäischen Union. 

Mit dem im Jahr 2015 vom Sozialministerium gestarteten Projekt „Schulstartpaket“ konnte voriges Jahr 33.000 Schülerinnen und Schülern geholfen werden. „Die Aktion wurde sehr gut angenommen. Aufgrund des großen Bedarfes haben wir uns entschieden, das Projekt fortzuführen und auch dieses Jahr ein kostenloses Schulstartpaket für Schülerinnen und Schüler bereitzustellen“, erläuterte Stöger.

Die Aktion stößt auch in diesem Jahr auf großes Interesse, so wurden in den letzten Wochen schon rund 32.000 Schulstartpakete bestellt. Geknüpft ist die Inanspruchnahme wie auch im letzten Jahr an den Bezug der Bedarfsorientierten Mindestsicherung. Die Familien wurden im Juli verständigt und können nun die bestellten Pakete bei einer der über 100 Verteilstellen des Roten Kreuzes abholen. Zur Auswahl stehen elf verschiedene Pakete – von Schultaschen, Rucksäcken bis Schulmaterialien.

„Familien mit schulpflichtigen Kindern müssen oft jeden Euro umdrehen, deshalb sind wir froh, vielen Familien den Schulstart ihrer Kinder erleichtern zu können“, sagt Werner Kerschbaum, Generalsekretär des Österreichischen Roten Kreuzes. „Als humanitäre Organisation ist es unsere ureigenste Aufgabe, benachteiligten Menschen zu helfen.“

Die Aktion läuft noch bis Mitte September. Insgesamt stehen dafür 2,5 Millionen Euro zur Verfügung, davon rund 2 Millionen Euro aus dem Europäischen Hilfsfonds für am stärksten benachteiligte Personen (FEAD), den Rest trägt das Sozialministerium. "Der Hilfsfonds ist ein starkes Signal für Solidarität in der EU. Soziale Gerechtigkeit und Schaffung von Arbeitsplätzen stehen für die EU-Kommission ganz oben auf der politischen Agenda, wie das Präsident Juncker bereits in seiner Rede zur Lage der Union vor knapp einem Jahr ausführte. Wir begrüßen daher die Aktion des österreichischen Sozialministeriums, auch dieses Jahr wieder den Ärmsten in der Gesellschaft unter die Arme zu greifen" sagte der Vertreter der Europäischen Kommission in Österreich, Jörg Wojahn bei der Vorstellung der Schulpakete.

Foto: Shutterstock/Maglara

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