Legasthenie  fotolia Kopie

Problem mit der Schriftsprache

Die Kleinen berichten aufgeregt über das Erlernte, demonstrieren, welche Buchstaben sie bereits beherrschen und üben eifrig, was ihnen ihre Lehrer beigebracht haben. Klarerweise läuft in dieser Phase nicht alles reibungslos, denn jeder Mensch macht Fehler, wenn er etwas Neues lernt. Manche Kinder haben jedoch schwerwiegende Probleme.

Leider verläuft der Erwerb der Schriftsprache nicht bei jedem Kind mit wenigen oder gar keinen Schwierigkeiten – manche von ihnen haben schwerwiegende Probleme, wenn es ums Lesen und Schreiben geht, sie sind Legastheniker. „Von einer Legasthenie spricht man, wenn sich bei Kindern beim Erlernen des Schreibens und Lesens Probleme ergeben, welche durch differente Sinneswahrnehmungen hervorgerufen werden. Daraus folgt eine zeitweise Unaufmerksamkeit beim Schreiben und Lesen, die wiederum zu Wahrnehmungsfehlern führt.“, wird auf einer Website zum Thema erklärt. Legastheniker schreiben beispielsweise ein und dasselbe Wort immer wieder unterschiedlich falsch, haben häufig schwer zu kämpfen. „Ich kann mir bei bestimmten Wörtern einfach nicht merken, wie sie geschrieben werden, kann die richtige Schreibweise aber auch nicht hören. Deshalb schleichen sich in bestimmte Wörter immer wieder Fehler, allerdings an unterschiedlichen Stellen.“, so ein Betroffener.

Es ist ein zermürbender Kampf mit der eigenen Sprache in Schriftform, den Legastheniker täglich zu bewältigen haben. Vor wenigen Jahren wurde ihnen nicht selten unterstellt, sie seien dumm, beschränkt oder schlicht faul. Heute weiß man im weitesten Sinne, worum es sich bei Legasthenie handelt, dennoch ist es ohne die entsprechende Ausbildung bzw. das Fachwissen kaum möglich, legasthene Menschen zu unterstützen.

Genetische Ursachen

Die Legasthenie hat genetische Ursachen, die Umsetzung der gesprochenen in die verschriftlichte Sprache und umgekehrt macht Schwierigkeiten. Während es sich bei einer klassischen Lese-Rechtschreibschwäche meist um ein zeitlich begrenztes Problem handelt, tragen legasthene Menschen ihr Leben lang diese genetische Anlage in sich. Nur durch spezielles Training im Schreib- und Lesebereich ist es möglich, diese spezielle Lese- und Rechtschreibschwäche gezielt anzugehen. Vor 15 Jahren wurde beispielsweise eine farbige Leseschablone (diese wird auf den zu lesenden Text gelegt, Anmerkung) entwickelt, mit deren Hilfe legasthene Kinder das Lesen üben können, indem sie durch eines der vier farbigen Fenster oben links den Text lesen. Die Wörter werden so durch die gewählte Lieblingsfarbe des Lesenden aufgepeppt. Speziell entwickelte Spiele und Arbeitsmaterialien sollen ebenfalls helfen, legasthene Menschen für die Schriftsprache zu begeistern und zu positiven Ergebnissen und Erlebnissen führen.

Ein Ableger, der von Legasthenie betroffen ist, ist weder weniger intelligent noch fauler als seine Altergenossen – er benötigt lediglich Verständnis und Hilfe. Es gibt keinen Grund, sich dafür zu schämen oder dieses Problem zu verschweigen. Eltern, Lehrer und Trainer sollten zusammenarbeiten, um diese „Schwäche“ gemeinsam anzugehen und die damit verbundenen Schwierigkeiten zu lösen. Die Zeiten, in denen Legastheniker vor der gesamten Schulklasse bloßgestellt und als dummes Menschenkind bezeichnet wurden, sind hoffentlich vorbei...

Informationen und Hilfe:

www.qualitaetszirkel-legasthenie.at

www.arbeitsblaetter.org


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