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Standards für einen sicheren Schulbeginn

Es ist wieder soweit. Rund 80.000 Taferlklassler beginnen im September ihre Bildungskarriere. Das Gros der Kinder ist aufgeregt und erwartet den ersten Tag mit Freude. Viele spannende Dinge wurden ja bereits besorgt: von Bleistiften, Füllfedern, Schultaschen und Zeichenblöcken bis zum Malkasten. All diese Schulsachen sollen natürlich nicht nur zweckmäßig, sondern auch qualitativ hochwertig sein. „Gerade im Schulalltag spielen Standards eine wichtige Rolle, indem sie klare Anforderungen an den Gebrauchswert der einzelnen Unterrichtsmittel und Schulmaterialien definieren“, betont die Komitee-Managerin von Austrian Standards, Dipl.-Ing. (FH) Dagmar Schermann, MSc. Sie hat auch gleich einen Trost für alle Schulmuffel parat: Nicht nur Schülerinnen und Schüler sehen im Zeugnis, ob sie ausreichend gelernt haben, auch Standards stehen regelmäßig auf dem Prüfstand, ob sie noch den aktuellen Anforderungen entsprechen.“

Die Schultasche soll den Rücken schonen

Damit unter der Schultasche nicht der Rücken der Kinder leiden muss, wurde die ÖNORM A 2170 erstellt. Eine Schultasche, die die Empfehlungen dieses Standards erfüllt, zeichnet sich durch verschiedene Merkmale aus, dazu zählen unter anderem:

- stark belastbares, wasserfestes Material, keine spitzen oder scharfen Ecken und Kanten,

- mindestens vier Zentimeter breite Gurte, die stufenlos verstellbar und gut gepolstert sind,

- mindestens acht Zentimeter lange Haltegriffe,

- körpergerechte Form (ideal ist ein ergonomisch angepasstes Rückenteil) und

- gute Rückenpolsterung (Rückenteil zur Erhöhung des Tragekomforts komplett gepolstert)

- Stabilität und mehrere Fächer,

- Ausstattung mit dauerhaftem Reflexmaterial an Teilen der Vorderfläche, den beiden Seitenflächen der Schultasche sowie an den Außenseiten der Tragriemen zur besseren Sichtbarkeit der Kinder auf ihrem Schulweg.

Gestochen scharf und ohne Kleckse – Schreib- und Malstifte

Dafür, dass auch Schreib- und Malutensilien in einem Schülerleben höchsten Qualitätskriterien entsprechen, sorgt u.a. ÖNORM A 2150. Beim Schreiben hat ein Schulfüllhalter einen geschlossenen und randscharfen Schriftzug sicherzustellen, und es darf kein Klecksen geben. Spätestens drei Minuten nach Einsetzen einer neuen Tintenpatrone muss die Füllfeder startklar sein. Apropos Tinte: Die ist in ÖNORM A 2149 geregelt, wenn es sich um austauschbare Patronen handelt.

Wenn einmal etwas daneben geht – Radiergummis

Fehler passieren – zum Glück gibt es dafür verschiedene Radierer zur Entfernung von Tinte, Graphitstift, Farbstift oder Kugelschreiber, die in der ÖNORM A 2151 definiert sind. Sie besagt, dass beim Radiervorgang keine größeren Teile ausbrechen und keine Schatten verbleiben dürfen, und dass die Radierer weder verschmieren noch das Trägermaterial beschädigen sollen.

Still sitzen ist „out“ – passende Schulmöbel sind „in“

Bei Schreibtischen und -sesseln in der Schule empfehlen Fachleute, die ÖNORMEN EN 1729 und A 1650 einzuhalten. „Bei der Erarbeitung dieser Standards sind vielfältige Expertisen eingeflossen“, erklärt Dagmar Schermann von Austrian Standards. Falsches Sitzen ruft Haltungsschäden hervor, und das lässt sich durch normgerechte Schreibtische und Sessel in der jeweils passenden Größe verhindern. Standards helfen dabei, dass Schule nicht krank, sondern Spaß macht.

Foto: Shutterstock/Tatyana Vyc

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