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Konflikte mit dem Lehrer vermeiden

Nach den langen Schulferien heißt es wieder: Ab in die Schule. Bei den meisten Kindern hält sich die Freude darüber in Grenzen. Grund genug, den Kindern den Schulalltag so schön wie möglich zu gestalten. Schlechte Noten, ausufernde Hausaufgaben oder ungerechtes Verhalten gegenüber dem Kind können Gespräche mit dem Lehrer zur Pflichtkür von Eltern machen. Lehrergespräche sind nicht immer ganz einfach. Stephan Bayer, Gründer der Online-Nachhilfe-Plattform sofatutor (www.sofatutor.com), gibt praktische Tipps, wie Eltern und Lehrer auch bei heiklen Themen zu einer Lösung finden.

1. Vorbereitung und der richtige Ton ist das A und O
Persönliche Gespräche zwischen Eltern und Lehrern finden in der Regel nicht allzu oft statt. Wenn sie dann anstehen, fühlen sich Eltern durch Zeitknappheit schnell „abgespeist“. Darum ist es unerlässlich, dass sowohl Eltern als auch Lehrer sich ausreichend auf die Gespräche vorbereiten. So verhindert man, dass grundlegende Gesprächsregeln nicht eingehalten werden und sich beide Parteien mit einem unguten Gefühl voneinander trennen.

2. „Ganz Ohr sein“
Eins steht fest: Der Kontakt zwischen Eltern und Lehrern findet meist über das Kind statt. Der Sprössling erzählt zu Hause von der Schule und die Eltern machen sich ihr Bild. Lehrer haben häufig den Ruf, viel zu reden und wenig zuzuhören. Eltern wiederum neigen dazu, emotional aufgewühlt ihr Anliegen vorzutragen. „Es ist sehr wichtig, dass beide Parteien aufgeschlossen für den Austausch sind und sich gegenseitig zuhören, um so die Beweggründe zu verstehen. Das schafft Vertrauen und stärkt das Verhältnis zwischen Eltern und Lehrer“, erklärt Stephan Bayer.

3. Objektivität ist gefragt
Die Sicht des Lehrers ist für das Gespräch von großer Bedeutung. Daher gilt es, Vorurteile zu vermeiden. Es kann nämlich auch vorkommen, dass sich das Kind in der Schule ganz anders verhält, als die Eltern vermuten. Erst nachdem der Lehrer seine Auffassung der Situation geschildert hat, können sich Eltern ein umfassendes Bild machen.

4. Interesse kommt immer gut an
Die Fünf in der letzten Mathearbeit ist nicht der beste Weg, um ein Gespräch mit dem Lehrer zu beginnen. Die Anteilnahme daran, was das Kind im Unterricht lernt, drückt vielmehr das persönliche Interesse aus und wirkt nicht ausfragend und kontrollierend. So kann ein Dialog beginnen, ohne dass sich Eltern und Lehrer in fruchtlose Überzeugungs-Machtkämpfe verflechten.

5. Immer schön freundlich bleiben
Auch wenn Eltern wütend auf den Lehrer ihres Kindes sind oder generell keine besonderen Sympathien für die Lehrkraft hegen, so sind erstmal alle Schuldzuweisungen und Vorwürfe tabu. Nach einer Kampfansage ist ein entspanntes Gespräch zum Besten des Nachwuchses kaum möglich. Deshalb: Wertschätzung zeigen und Gefühle in Schach halten. Dann klappt's auch mit dem Lehrer.

Bildungsexperte und Geschäftsführer von sofatutor.com, Stephan Bayer, sagt dazu: „Ich kann sowohl Eltern als auch Lehrern nur raten, das Gespräch als Beginn der Verständigung zu sehen. Es ist geglückt, wenn es am Ende weder Sieger noch Verlierer gibt.“

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