embryo

Spaß in Mamas Bauch

Bereits im zweiten Drittel der Schwangerschaft beginnen Babys damit, Gesichtsausdrücke für später zu üben. Wie das geschieht, konnten britische Forscher nun zum ersten Mal zeigen. Mit 4D-Ultraschall-Video beobachteten sie zwei ungeborene Mädchen von der 24. bis 35. Schwangerschaftswoche und verfolgten dabei das erste Erlernen von Mimik. „Erstmals sahen wir, wie Kinder im Mutterleib die Gesichtsmuskeln, mit denen sie später weinen und lachen, immer komplexer bewegen“, berichtet Studienleiterin Nadja Reissland von der Universität Durham.

Schritt für Schritt zum Lächeln 

Neugeborene können weinen und zeigen manchmal auch Anflüge eines Lächelns. Kinder brauchen diese Ausdrucksweisen unbedingt - für ihr Überleben, für die Kommunikation und für den Aufbau sozialer Bindungen. Bisher ging man zwar davon aus, dass wichtige Grundlagen schon vor Geburt gebildet werden, ähnlich wie das Daumenlutschen oder frühe Atembewegungen, ohne jedoch die genaue Entwicklung zu kennen. Nun analysierten die britischen Forscher 19 Bewegungsabläufe im Gesicht der Ungeborenen, die für Weinen und Lachen benötigt werden. Die Untersuchungen begannen aus rechtlichen Gründen in der 24. Schwangerschaftswoche. Hier stellten sie bei Föten einzelne Gesichtsbewegungen wie etwa ein Öffnen der Lippen fest, die bei den Folgeuntersuchungen zahlreicher wurden und immer vielseitiger kombiniert waren. In der 35. Woche gelang eine Abfolge von bis zu vier Bewegungen.

Nachahmung als Ziel

Kindern gelingt es somit eindeutig bereits im Mutterleib, einzelne Bewegungen immer komplexer zu verbinden und somit wiedererkennbare Gesichtsausdrücke zu entwickeln. „Ob bereits Gefühle hinter diesen Ausdrücken stehen, können wir nicht sagen“, so Reissland. In weiteren Ultraschall-Forschungen sollen nun auch die Grundlagen für den Ausdruck von Wut, Lächeln oder Traurigkeit gesucht werden. Zudem wollen die Forscher erheben, ob Stress, Angst, Depression oder Rauchen der Mutter diese Entwicklung beeinflussen.

Für die Forschung liefert die Untersuchung eine erste Methode zur objektiven Messung der Entwicklung der Gesichtsmuskel-Bewegungen, erklärt die Psychologin. „Wir können nun zeigen, ob diese Entwicklung normal verläuft. Zudem ist nun bewiesen, dass sich komplexe Gesichtsbewegungen schon vor der Geburt bilden, wodurch Neugeborene schon in sozialen Kontexten interagieren können.“ Der Nachweis, dass Babys schon unmittelbar bei der Geburt ein Lächeln des Gegenübers imitieren, erbrachte Reissland im Jahr 1988.

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