Tabletten

Arzneien und Schwangerschaft

Wie groß ist das Gesundheitsrisiko für Ungeborene, wenn eine Schwangere Medikamente einnimmt? Was ist unbedingt zu beachten? Details dazu lesen Sie hier. Bittere Pillen oder Segen für alle? Dürfen werdende Mütter Medikamente einnehmen – oder bringen sie dadurch leichtsinnig das ungeborene Kind in Gefahr? Ein Thema, das polarisiert. Nicht nur bei Schwangeren, sondern auch bei der Ärzteschaft. Es ist ein Spiel mit Extremen: Manche Ärzte raten von der Einnahme nicht lebensnotwendiger Medikamente während der Schwangerschaft vollkommen ab, während andere wiederum von übertriebener Vorsicht sprechen. Sie vertreten die Auffassung, dass auch „Einmalgaben selbst von potenziell gefährlichen Substanzen keinen Schaden hinterlassen“. Die Mediziner verstehen ihre Aussage nicht als Freibrief für die hemmungslose Verabreichung von Medikamenten während der Schwangerschaft – und schon gar nicht zur Selbstbehandlung: Gerade in dieser heiklen Lebensphase ist es auf jeden Fall ratsam, lieber einmal zu oft als einmal zu wenig ärztlichen Rat einzuholen, da ein verantwortungsvoller Umgang mit der eigenen Gesundheit auch für die Entwicklung des Kindes wesentlich ist. Das betrifft übrigens auch die Einnahme von nicht rezeptpflichtigen Medikamenten.

Belastung für den Organismus

Für den Kreislauf stellen Medikamente eine Belastung dar, da ihre Rückstände auch wieder aus dem Körper ausgefiltert werden müssen. Von jeder langfristigen Einnahme ist während der Schwangerschaft daher abzuraten. Vor allem während der Wintermonate stellt sich die Frage, ob Verkühlungen und leichtes Fieber einfach ausgestanden werden sollen. Prinzipiell sind bei leichten Erkrankungen Ruhe und Pflege erste Wahl bei den Gesundmachern. Ist die Verkühlung „stur“, können auch leichte Medikamente eingenommen werden. Dr. Singer empfiehlt seinen Patienten den Griff zu Tabletten mit dem Wirkstoff Paracetamol (wie beispielsweise Mexalen). Auch gegen die Verabreichung von Aspirin hat er keine Einwände – allerdings dürfen von werdenden Müttern maximal 1.500 mg pro Tag eingenommen werden (entspricht etwa drei Tabletten). Bei codeinhältigen Medikamenten (beispielsweise Hustensäfte) sollte jedoch der Arzt konsultiert werden (das gilt auch für Nasentropfen und Nasensprays, an die sich die Schleimhäute schnell gewöhnen und die daher einen „Suchteffekt“ hervorrufen können.

Was ist erlaubt?

Ein Problem stellt für viele Mütter die notwendige Einnahme von Medikamenten über längere Zeiträume dar. Leidet eine Frau beispielsweise an Allergien, sollte die Verabreichung von Antihistaminen nicht ausgesetzt werden. Schließlich leidet auch das Kind, wenn die Mutter Erstickungsanfällen und vielleicht sogar Kreislaufzusammenbrüchen ausgesetzt ist. Auch Bluthochdruck, der während der Schwangerschaft besonders häufig auftritt, muss unbedingt behandelt werden (dafür gibt es eigene „Betablocker“). Ebenso darf die Behandlung von Diabetes während der Schwangerschaft nicht  eingestellt werden (da eine Regulierung nicht über die Ernährung erfolgen kann). Es empfiehlt sich aber die Verabreichung von Insulinspritzen. Zuckersenkende Tabletten stellen während der Schwangerschaft keine überzeugende Alternative dar, da mit ihnen der Zuckerhaushalt des Ungeborenen nicht ausreichend reguliert werden kann. Auch hierbei ist unbedingt ein Arzt hinzuzuziehen, um eventuelle Komplikationen durch Unverträglichkeiten von vornherein auszuschließen.

Pille ohne Probleme

Werdende Mütter, die von ihrem Glück noch nichts ahnen, die Pille weiterhin einnehmen (die ja kein hundertprozentiger Verhütungsschutz ist), brauchen nicht in Panik zu geraten: Auch Schwangere und – vor allem – stillende Mütter dürfen weiterhin mit der Pille verhüten, allerdings sollte gemeinsam mit dem Vertrauensarzt ein Präparat gewählt werden, das sich nicht negativ auf die Milchproduktion auswirkt. Medikamente belasten den Körper, das steht außer Zweifel. Der Kampf des Immunsystems gegen eine Krankheit belastet den Körper ebenfalls, und oft ist es für die Stabilität von Mutter und Kind besser, eine Krankheit kurzfristig zu medikamentieren. Problemfälle stellen allerdings Impfungen, Psychopharmaka (siehe Kasten) und zum Teil auch Narkosen dar, da hierbei mitunter sehr „heftige“ Effekte auftreten können. Es gilt wie überall im Leben die richtige Balance zwischen den Dingen zu finden.

Impfungen & Psychopharmaka

Die gängige Lehrmeinung geht davon aus, dass Impfungen auch während der Schwangerschaft und Stillphase durchgeführt werden können. Ausnahmen: Polio- und Kinderlähmung- Auffrischung. Auch auf die Malariaprohylaxe sollte verzichtet werden (kann das Zentralnervensystem angreifen). Psychopharmaka sind ebenfalls problematisch, da bei zehn Prozent der Babys Nebenwirkungen auftreten (Schläfrigkeit etc.). Es empfiehlt sich der Einsatz spezieller Antidepressiva (wie sie auch bei Wochenbett-Drepressionen eingesetzt werden).

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