Gymnastik

Sport trotz Babybauch

Zu diesem Ergebnis kommen US-amerikanische Wissenschaftler in einer Studie, in der sie mittels Doppler-Ultraschall den Blutfluss in der Nabelschnur von Ungeborenen untersuchten. Die Daten belegen aufs Neue, dass die früheren Empfehlungen zur sportlichen Zurückhaltung während der Schwangerschaft falsch sind. Zu empfehlen seien jedoch Sportarten ohne Verletzungsgefahr.
 
Viele Schwangere sind unsicher, ob sie während der Schwangerschaft Sport treiben sollten. Und auch einige Ärzte raten Schwangeren zum Schonprogramm. Als Grenze wird häufig ein Pulsanstieg auf über 140 Schläge pro Minute genann. Es werde befürchtet, dass das Ungeborene nicht genügend Sauerstoff erhält, wenn die sportliche Aktivität bei der Mutter den Bedarf ansteigen lässt. Die Annahme, dass Sport die Blutversorgung des Kindes drosselt, entkräften jetzt US-amerikanische Wissenschaftler in einer Studie: Mittels Doppler-Ultraschall hatten Linda Szymanski und Andrew Satin von der Johns Hopkins Universität in Baltimore den Blutfluss in der Nabelschnur von 45 ungeborenen Kindern bestimmt, nachdem die Schwangeren für 30 Minuten auf dem Laufband trainiert hatten. Ergebnis: Bei einer mittleren Belastung von 40 bis 59 Prozent des maximalen Pulsschlags – dieser wurde für jede Schwangere zuvor auf dem Laufband ermittelt – änderte sich das Blutflussverhalten in der Nabelschnur nicht. Auch bei Frauen, die vorher keinen Sport getrieben hatten, kam es nicht zu Störungen in der Sauerstoffversorgung des Feten. Es spreche deshalb nichts dagegen, auch untrainierten Frauen während der Schwangerschaft zu Sport zu raten. Trainierte Frauen können den Ergebnissen zufolge ihre sportliche Aktivität beibehalten. Intensives Laufbandtraining von 30 Minuten mit einem Anstieg des Pulsschlags auf 60 bis 84 Prozent des Maximalwerts führte in der Studie zwar zu einem leichten Abfall der Blutflusswerte in der Nabelschnur. Es bestand jedoch zu keiner Zeit eine Gefahr für das Kind.


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Sport trotz Babybauch

Die Studie bestätigt die geltenden US-Leitlinien, die Schwangeren zu fünf mal 30 Minuten Sport in der Woche raten. Auch nicht-trainierte Frauen sind ausdrücklich zur Aufnahme sportlicher Aktivitäten aufgefordert. Denn Frauen, die regelmäßig schwimmen, radfahren oder walken, vermeiden eine übermäßige Gewichtszunahme in der Schwangerschaft und senken das Risiko auf einen Schwangerschaftsdiabetes, welcher der Gesundheit von Mutter und Kind schadet.

Diese Empfehlungen gelten allerdings nur für gesunde Frauen mit normalem Schwangerschaftsverlauf. Alle Teilnehmerinnen der Studie waren gesund, schlank und rauchten nicht. Bei Mehrlingsschwangerschaften, vorausgegangenen Frühgeburten, einer Gebärmutterhalsschwäche oder anderen Schwangerschaftsstörungen sollten Frauen zunächst ihren Gynäkologen konsultieren. Zudem sollten Schwangere nur Sportarten mit geringem Verletzungsrisiko betreiben. Sportarten wie Skifahren, Reiten, Hockey oder Tauchen sind während der Schwangerschaft tabu.

Kommentare   

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