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Zwillinge dank Hormonbehandlung

Hormonbehandlungen und sogenannte künstliche Befruchtungen führten dazu, dass sich die Quote von Mehrlingsgeburten erhöht hat. Die am meisten vorkommende Mehrlingsgeburt ist der Spezialfall der Zwillingsschwangerschaft, welche insgesamt mit einer Wahrscheinlichkeit von 1:250 eintreten kann und damit durchaus öfter vorkommt als man im allgemeinen denken mag. Genau genommen formuliert die Medizin den Begriff der Zwillinge sehr genau, nämlich als zwei Kinder einer Mutter und eines Vaters, welche am selben Tag gezeugt wurden und in der Regel am selben Tag, also innerhalb desselben Geburtsvorganges das Licht der Welt erblicken. Hier liegt im Übrigen der Unterschied zur Überschwängerung, wo zwar zwei Kinder die Geburt im selben Moment erleben, aufgrund ihrer Zeugung aber nicht als Zwillinge bezeichnet werden.

Zwillingsbildungsformen während der Schwangerschaft
Es gibt vier deutlich zu unterscheidende Formen der Zwillingsentstehung, die Eineiigen Zwillinge, die Zweieiigen Zwillinge, die Polkörperchenzwillinge sowie Zwillinge aus zweikernigen Eizellen, wobei die beiden letztgenannten Möglichkeiten äußerst selten sind und im Folgenden nicht näher erläutert werden.

Eineiige Zwillinge
Hierbei teilt sich die befruchtete Eizelle im Verlauf ihrer Entwicklung in zwei Embryonalanlagen mit gleichem Erbgut und den selben Erbanlagen (monozygotisch). Diese Teilung der befruchteten Eizelle wird auch als Zwillingsschlupf bezeichnet. Die weitere Entwicklung der Zellen sorgt für durchaus unterschiedliche Spezialisierungen dieser in den ersten Tagen nach der Befruchtung.Je nach vergehendem Zeitraum gibt es Unterschiede in der Ausprägung von Plazenta und embryonalem Teil, dabei spielt die Bildung von innerer und äußerer Eihaut eine große Rolle, denn diese können nach Entstehung nichtmehr getrennt werden. Findet die Teilung in den ersten drei Tagen nach der Befruchtung statt, nisten sich beide Keimzellenteile für sich an der Gebärmutter an, was dazu führt, dass zwei Fruchtblasen und zwei Plazentas entstehen. Findet dieser Vorgang zwischen dem dritten und dem siebenten Tag statt teilt sich der ernährende Teil nichtmehr, wodurch die Embryonen gemeinsam an der Gebärmutter nisten, zwei Fruchtblasen ausgebildet werden, aber die Versorgung durch eine gemeinsame Plazenta gewährleistet werden muss. Findet die Teilung erst später, nämlich nach dem neunten Tag nach der Befruchtung statt, teilen sich die Embryonen sowohl Fruchtblase als auch Plazenta. Das seltene Phänomen siamesischer Zwillinge kann auftreten, wenn die Teilung der Zellen erst nach dem 13.Tag nach der Befruchtung erfolgt. Die Geschlechter eineiiger Zwillinge sind zumeist gleich, nur bei unvollständiger Teilung kann das Y-Chromosom verloren gehen, wodurch ein Mädchen entsteht, welches aufgrund dieser Chromosomenbesonderheit unter den Folgen des sogenannten Turner- Syndroms leiden wird.

Zweieiige Zwillinge
Bei dieser als dizygotisch bezeichneten Entwicklung werden zwei innerhalb eines Zyklus gereifte Eizellen von zwei einzelnen Spermazellen befruchtet. Zweieiige Zwillinge können durchaus unterschiedlichen Geschlechts sein, außerdem können Sie innerhalb von ca. 24 Stunden gezeugt werden, müssen also nicht innerhalb eines Geschlechtsaktes entstehen. So gezeugte Babys sind dann medizinisch zwar keine Zwillinge mehr, können darüber hinaus noch unterschiedliche Väter haben, diese werden dann als Halbzwillinge bezeichnet. Zweieiig geborenen Zwillingen kann man durchaus eine Häufung von Zwillingsgeburten innerhalb der Familie nachweisen, so steigt die Wahrscheinlichkeit von Schwestern von Zwillingsmüttern, ebenfalls eine Zwillingsgeburt zu erleben ungefähr um das doppelte, gegenüber Müttern die keine Zwillingsschwangerschaft innerhalb der eigenen Familie haben.

Gerade in den Industrienationen, man könnte sagen in den "reichen" Ländern steigen wie bereits oben angesprochen die Mehrlingsgeburten, wofür neben medizinischen Eingriffen und Fertilitätsbehandlungen sicherlich auch eine steigende Lebenserwartung als Ursache herangezogen werden kann. Vor allem Schwangerschaften mit zweieiigen Zwillingen nehmen zu, wobei die Geburtenrate eineiiger Zwillingsgeburten durchaus als konstant bezeichnet werden kann. Das Risiko einer Frühgeburt steigt in der Regel in einer Mehrlingsschwangerschaft, weshalb man sich mit sinnvollen Vorsorgeprogrammen auseinandersetzen sollte.

Bild: Fotolia

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