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Frühgeburt durch Scheideninfektion?

Es kann zu jedem Zeitpunkt der Schwangerschaft passieren: Gefährliche Keime wandern aus der Scheide zu dem ungeborenen Kind, und das kann zu Fehl- oder Frühgeburten führen. Werdende Mamis sollten daher besonders darauf achten, dass ihr Scheidenmilieu intakt bleibt.

Brennen, Jucken, dazu manchmal noch ein auffälliger Geruch. Scheideninfektionen sind immer unangenehm. Während der Schwangerschaft kann eine
Scheideninfektion aber im schlimmsten Fall sogar katastrophale Folgen haben: Experten warnen, dass die Keime aus der Scheide in die Gebärmutter aufsteigen und in seltenen Fällen sogar zu Fehl- oder Frühgeburten führen können. Wieso aber sind die für das freie Auge unsichtbaren Keime eigentlich so gefährlich?

Keine Panik: Die meisten Frühgeburten werden verhindert

„Pathologische Keime können, wenn Sie in der Scheide vermehrt vorhanden sind, entlang des Geburtskanals aufsteigen, den Gebärmutterhals passieren und schließlich zu einer Infektion der Eihäute, des Mutterkuchens und des Kindes führen. Die Folge kann eine Schädigung des Kindes oder eine Fehl- beziehungsweise Frühgeburt sein,“ erklärt Dr. Margit Pichler. Sie ist seit mehreren Jahren als Fachärztin an der Gynäkologischgeburtshilflichen Abteilung im Krankenhaus Hietzing tätig. „In dieser Zeit habe ich einige durch Infektionen verursachte drohende Fehlgeburten erlebt,“ berichtet Pichler. „In vielen Fällen kann man zum Glück durch eine rechtzeitige antibiotische Therapie eine Frühgeburt verhindern.“ Sicherer ist es aber natürlich, das Risiko bereits vorbeugend zu minimieren. Deshalb sollten Frauen in besonderen Umständen auch ganz besonders auf ihr Scheidenmilieu achten.

Wenn’s juckt: Sofort zum Gynäkologen

Die Scheide ist nie steril sauber. Sie wird von nützlichen Bakterien und Pilzen besiedelt, die verhindern, dass sich andere, schädliche Keime ausbreiten können. Die hormonellen Veränderungen während der Schwangerschaft sorgen nun auch dafür, dass diese Abwehrmechanismen etwas durcheinander gebracht beziehungsweise geschwächt werden. Umso wichtiger ist es für werdende Mamis, mit prophylaktischen Maßnahmen der möglichen Besiedelung durch Krankheitserreger vorzubeugen. Hilfreich sind hier die „normalen“ hygienischen Maßnahmen wie das tägliche Duschen mit einem milden Duschgel, auch das Tragen von Baumwollslips hilft. Wenn Sie während der Schwangerschaft Ihre Fitness in Hallenbädern auf Vordermann bringen, sollten Sie nach dem Schwimmen sofort den Badeanzug wechseln. Wer auf Nummer sicher gehen will, kann mit dem Gynäkologen auch über den möglichen Einsatz von Lactobazillen-Präparaten sprechen. Falls Sie trotz aller Vorsichtsmaßnahmen Jucken, Brennen, auffälligen Geruch oder Rötungen des Genitalbereichs
feststellen, sollten Sie sofort Ihren Gynäkologen aufsuchen.

Früherkennung erleichtert die Behandlung

Bei einer Scheideninfektion kommt es zu einer messbaren Veränderung des Säuregehalts in der Scheidenflüssigkeit. Diese Veränderung kann Ihr Arzt bei einer Vorsorgeuntersuchung (zum Beispiel via Abstrich) bereits erkennen, bevor die ersten Symptome auftreten. Auch bei einem Verdacht auf eine Scheideninfektion wird der Arzt Abstriche entnehmen und im Labor auf „böse“ Keime untersuchen lassen. Wenn die Turbulenzen in der Scheidenflora erkannt werden, bevor sich eine Infektion entwickelt hat, kann das Problem meist mit Scheidenkapseln, die milchsäure-bildende Bakterien enthalten, gelöst werden. Manche der „bösen“ Keime lassen sich auch durch eine Desinfektion der Vagina (zum Beispiel mit Scheidenzäpfchen) beseitigen. Wenn sich die Keime allerdings schon weiter ausgebreitet haben, entscheidet der Arzt, welche Maßnahmen oder Medikamente notwendig sind, um das
ungeborene Kind zu schützen.

„Pathologische Keime können, wenn Sie in der Scheide vermehrt vorhanden sind, entlang des Geburtskanals aufsteigen, den Gebärmutterhals passieren und schließlich zu einer Infektion des Mutterkuchens und des Kindes führen. Die Folge kann eine Schädigung des Kindes oder eine Fehl- beziehungsweise Frühgeburt sein.“ Dr. Margit Pichler, Gynäkologisch-geburtshilfliche Fachärztin im Krankenhaus Hietzing

Keine Probleme mit der Scheidenflora

• Reinigen Sie Ihren Genitalbereich regelmäßig mit dermatologisch getesteten Seifen, deren pH-Wert (idealerweise: 4) auf das natürliche, saure Scheidenmilieu abgestimmt ist.
• Nach dem Schwimmen in öffentlichen Hallenbädern möglichst schnell die Badebekleidung wechseln.
• Ausreichend Schlaf und gesunde Ernährung stärken das Immunsystem und beugen Infekten vor.
• Tragen Sie keine eng anliegenden Slips aus Synthetik. Besser ist Baumwollwäsche, die man bei hohen Temperaturen waschen kann.

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