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Schwangersein ist keine Krankheit

Ganz im Gegenteil. Schwangersein kann auch wunderbar beflügeln, kreativ machen und ein enormes Energiepotential freisetzen. Wenn wir frisch verliebt sind oder ein wunderbares Ereignis bevorsteht, haben wir Lebensfreude pur in uns und strahlen das auch aus. Und genau das passiert in derSchwangerschaft. Da wächst ein kleines Menschlein heran und wird sehnsüchtig erwartet und Mutter und Vater sorgen dafür, dass es sich wohlfühlt. Die Hände liegen auf dem Bauch, die Gedanken gehen zum Baby, das Leben der ersten Wochen wird geplant….
Natürlich ist eine Schwangerschaft auch anstrengend, körperliche Umstellungsvorgänge machen sich in kleineren und größeren Beschwerden bemerkbar. Das Tempo wird gegen Ende der Schwangerschaft langsamer und das ist auch gut so. Es gilt Kraft zu tanken für die Geburt.

Das Baby nimmt schon vor der Geburt am Leben der Mutter teil. Es spürt die Rhythmen des Lebens, es bemerkt, dass es Situationen der Anspannung und Situationen der Entspannung gibt. Babys erschrecken auch, wenn Mütter sich erschrecken, und beruhigen sich wieder, wenn die Mutter sich beruhigt. Deutliches „Stimmungsbarometer" für das Ungeborene ist der Atem der Mutter, der ruhig und tief fließt in Phasen der Entspannung. Flach und kurz wird der Atem in anstrengenden, ärgerlichen, stressigen Situationen. Manchmal stockt er sogar.

Ist die Mutter entspannt, so strömt der Einatem wunderbar sanft bis zum Baby hinunter, streichelt es förmlich und mit dem langen Ausatem wird das nach außen abgegeben, was jetzt unnötig geworden ist an Anspannung und Ballast. Das tut gut. Nicht nur der Mutter, auch dem Baby. Babys lieben es, wenn die Mutter zur Ruhe kommt, sie beginnen dann ihr Spiel. Sie fordern zur Kommunikation auf, indem sie sich bewegen, kleine StupserRichtung Gebärmutter schicken und Aufmerksamkeit einfordern.

Auch nach der Geburt wird das Baby hinspüren zur Mutter und wahrnehmen, was gerade die vorherrschende Stimmungslage ist. Es wird die Unruhe genauso wahrnehmen wie die Ausgeglichenheit. Gerade beim ersten Kind kommt sehr viel Neues auf die Eltern zu und ebenso entstehen Unsicherheiten, weil man den Anspruch hat, alles richtig machen zu wollen. Es gibt sensible Babys, die sofort wahrnehmen, wenn Eltern unruhig werden und entsprechend ebenso mit Unruhe reagieren, sind doch die Eltern der Sicherheitsfaktor schlechthin für das Neugeborene. Die Unruhe des Babys kann dann wiederum für neue Unsicherheiten der Mutter und des Vaters sorgen. Ein Kreislauf, den viele Eltern besonders abends kennen. Abends haben Babys immer wieder Unruhephasen, weil der Tag verarbeitet werden muss, der Schlaf vorbereitet durch das Abbauen der am Tag angesammelten Anspannungen und das geht eben oft nur durch Weinen.

Hier ist es wichtig zu wissen, dass die Eltern nichts falsch machen, sondern einfach das Baby in seiner Quengelphase begleiten müssen. Trösten, Tragen, Stillen…. Wichtig dabei sind allerdings ruhige sichere Bewegungen, kein zu häufiger Positionswechsel, weil das das Kind noch unruhiger macht, wenn es sich ständig in einer neuen Situation wiederfindet.

Meiner Erfahrung nach ist es hier sehr hilfreich, das Baby in engen Körperkontakt zu nehmen, z.B. auf die Brust legen oder ins Tragetuch packen. Ein ruhiger Atem dazu und sanfte Bewegungen helfen dem Neugeborenen, sich zu beruhigen.

Gute Erfahrungen damit beschreiben Mütter, die schon in der Schwangerschaft sehr regelmäßig Entspannungsübungen gemacht haben. Schon hier wird dem Kind vermittelt, dass es angenehm ist, den Alltag einmal loszulassen und ins Innen zu gehen. Ein inniger Kontakt entsteht, Liebe und Zärtlichkeit kann fließen und beide sich in diesem Nähebad wohlfühlen.

Viele Mütter praktizieren das dann auch mit dem unruhigen Säugling, legen oder setzen sich mit ihm hin, bieten engen Körperkontakt und kommen zu den Entspannungsübungen zurück, indem vielleicht einfach nur der Atem tief fließt. Das Baby erinnert sich und passt sich der Stimmungslage der Mutter an. Es wird wahrscheinlich wach und aufmerksam sein, wird kommunizieren mit Händchen und Augen und ebenfalls in einen ruhigen Atemrhythmus übergehen. Vielleicht kann es sogar entspannt einschlafen, weil es sich geliebt, getröstet und gehalten fühlt.

Je häufiger schon in der Schwangerschaft dieser Ruhekontakt mit dem Baby gepflegt wird, desto leichter lässt es sich nach der Geburt umsetzen. Der Einsatz von Entspannungsaudios erleichtert die Regelmäßigkeit und steigert den Effekt. Den Kopfhörer für 20 Minuten abends aufsetzen ist keine große Sache, doch eben diese 20 Minuten ganz bei sich und seinem Kind sein und Nähe und Geborgenheit tanken, ist immens wertvoll.

Von Hebamme Gabi Steinbach

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