freche maedchen Kopie

Von wegen brave Mädchen

Das Credo „Erfinde dich“ soll Mädchen Mut macht, unterschiedliche Lebensformen für sich auszuprobieren und zu entdecken. Warum man Mädchen manchmal auch einfach mal zu ihrem Mädchensein gratulieren muss, verrät Sonja Eismann im Interview.

Warum brauchen Mädchen überhaupt eine Anleitung zum Klarkommen?

Sonja Sonja Eismann: Wir wollten deutlich machen, dass Mädchen keine Anleitung zum  Mädchensein an sich brauchen, weil sie einfach so sein sollen, wie es ihnen Spaß macht. Viel eher braucht es heute eine Anleitung fürs „Klarkommen“ in Bezug auf all die Botschaften, Vorschriften, Verboten und hochgeschraubten Erwartungen, mit denen junge Mädchen heute in Bezug auf ihr Aussehen, ihr Verhalten, ihr Styling etc. bombardiert werden. Unsere Kernbotschaft ist eigentlich: Ihr seid super so, wie ihr seid - und alle anderen sollen sich mal entspannen.

Und wofür gratuliert ihr ihnen?
Der „Glückwunsch“ im Titel ist doppeldeutig angelegt: Natürlich hat niemand etwas dazu beigetragen, welches Geschlecht er/sie 'hat', insofern ist der Glückwunsch etwas ironisch gemeint. Wir wollten trotzdem deutlich machen, dass ein Mädchen zu sein toll und berauschend sein kann, etwas, über das man sich freuen und das man ruhig feiern sollte.

Gab es für euch einen besonderen Anlass oder Aufreger, der euch auf  die Idee gebracht oder die Notwendigkeit vor Augen geführt hat, dieses Buch zu schreiben?
Dieses Buch ist ja eine Art Nachfolger „Mach´s selbst. Do It Yourself für Mädchen“. Dieses Buch war eher praktisch angelegt und auf Tätigkeiten ausgerichtet, so dass wir überlegt haben, dass wir jetzt den Blick eher „nach innen“ richten sollten. Außerdem begleiten uns die Fragen, was Mädchen eigentlich zu Mädchen macht und was das in unserer Gesellschaft immer noch oder nicht (mehr) bedeutet, schon seit unserer eigenen Pubertät.

Wie habt ihr euch denn euer eigenes  „Mädchen-Sein gebastelt“ und was hat euch dabei geholfen?
Ich glaube, wir waren da alle recht unterschiedlich. Ich habe zwar damals schon gemerkt, dass Jungs und Mädchen irgendwie nicht gleich behandelt werden und habe dagegen rebelliert. Andererseits habe ich es unglaublich genossen, ein Mädchen zu sein, beste Freundinnen zu haben, mit ihnen alles zu teilen und den größten Quatsch anzustellen und dabei ein ganz intensives, unnachahmliches Gemeinschaftsgefühl zu spüren. Diese Freude ist mir bis heute geblieben - wo wir als Teenager die coolen älteren Typen auf dem Campingplatz mit gefakten Liebesbriefchen gefoppt haben (weil die sich natürlich nicht für uns Backfische, sondern für die lässige italienische Kellnerin interessiert haben), machen wir uns heute eben andere, nicht unbedingt erwachsenere Späßchen.

Was habt ihr denn früher mit euren Puppen gemacht als der Ballkleid-Look endlich out war?
Oh, ich habe meinen Barbiepuppen ja schon als Fünfjährige dicke schwarze Haare auf die Beine gemalt! Als meine eigene Puppenzeit vorbei war, habe ich sie wohl einfach weggeräumt und vergessen, weil es Aufregenderes außerhalb des Hauses zu erleben gab. Aber mit meiner eigenen Tochter spiele ich auch ganz gerne mit Puppen, wobei ich das An- und Ausziehen mittlerweile nicht mehr ganz so spannend finde wie früher ... Menschenmode finde ich mittlerweile interessanter, obwohl Puppen für mein Verständnis für Mode nicht unwichtig waren.

Wenn ihr heute ein Puppen-Umstyling machen solltet, was würde dabei rauskommen?
Ein superaufgedonnerte und top gestylte Drag Queen mit Schnurrbart - und natürlich dicken schwarzen Haaren auf den Beinen!

Buch-Tipp: Glückwunsch, du bist ein Mädchen! Anleitung zum Klarkommen, Verlagsgruppe Beltz, 16,95 Euro

Quelle Interview: www.lizzynet.de

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