lernen schueler Kopie

Angst vor dem Nachzipf

Schulprobleme? Eine Nachprüfung gar? In Englisch? No way: Noch in der zweiten Klasse Gymnasium hatte Alexander (14) auf alle Englisch-Schularbeiten entweder ein „Sehr Gut“, oder ein „Gut“ bekommen. Nach dem Wechsel vdes Gymnasiums merkt Alex zwar schnell, dass die Englischlehrerin in der neuen Schule wesentlich mehr verlangt. Dennoch ist er vor der ersten Englisch-Schularbeit in der dritten Klasse zuversichtlich. Er war doch immer gut in Englisch. Was soll ihm schon passieren?

„Es ist sich wieder nicht ausgegangen.“
Einiges: Alex bekommt ein „Nicht Genügend“ auf die erste Englischschularbeit. „Beim ersten Mal hab’ ich mir gedacht: Naja, kann ja mal passieren,“ erzählt der Teenager. „Ich war dann zuversichtlich, dass es sich bei den anderen Schularbeiten ausgeht auf einen Vierer. Aber es ist sich nicht ausgegangen.“ Das liegt wohl auch daran, dass Alexander zusehends unter Druck gerät: In der neuen Klassengemeinschaft ist er noch nicht voll integriert. Einige seiner Mitschüler ärgern ihn immer wieder. Als dann auch noch die schlechten Noten dazu kommen, fällt es ihm noch schwerer, Freunde zu finden. Das alles schwächt Alex. Dabei würde er jetzt besonders viel Kraft brauchen: Schließlich ist er in Englisch „gefährdet“. Und da wird jede Schularbeit zum Endspiel. Leider läuft es aber alles andere als gut...

Bitte nicht die Ferien verschandeln
„Ich hab einige Schularbeiten sicher deshalb verpatzt, weil ich so nervös war,“ erzählt Alex. „Weil ich wusste: Ich muss das schaffen, sonst habe ich vielleicht eine Nachprüfung. Ich war dann zu hektisch, wollte alles besonders gut machen. Da habe ich es dann noch weniger geschafft.“ Vier Englisch-Schularbeiten. Vier „Nicht Genügend“. So sieht die Bilanz von Alex aus. Die unerfreuliche Konsequenz: Alex muss im Herbst zu einer Nachprüfung antreten. Das bedeutet, dass der Sommer von Druck und Lernstress überschattet ist. Für die meisten Schüler der Alptraum schlechthin. „Wenn es bei Schularbeiten nicht gut läuft habe ich Angst, dass meine Ferien verschandelt werden könnten,“ erzählt Magdalena (15). Bis jetzt ist der Fünftklässlerin ein „Nachzipf“ erspart geblieben. Aber einmal war es schon ziemlich knapp. „Da hab’ ich für die letzte Mathematik-Schularbeit schon ziemlich viel lernen müssen, damit sich der Vierer im Zeugnis ausgeht.“ Alexander hatte weniger Glück.

Die Oma soll’s richten
Schon während des Schuljahrs hat Alexander alles Mögliche versucht, um seine Englisch-Noten zu verbessern: Am Anfang lernt er alleine mehr, dann hilft ihm seine Cousine, am Ende sollen Nachhilfelehrer retten, was zu retten ist. Die Bilanz dieser Troubleshooter: Zero Erfolg, der Fleck will nicht weg. Nachprüfung. Im Sommer macht er zuerst einmal drei Wochen Urlaub mit seiner Familie. dann fährt er für eine Woche in ein Sportcamp, in dem es täglich auch eine Stunde Englisch-Unterricht durch einen Native Speaker gibt. „Aber das hat nichts gebracht,“ meint Alexander. „Die anderen fünf Wochen habe ich dann jeden Tag drei Stunden mit meiner Oma gelernt. Sie hat mir alles am besten erklärt.“

„Ich war zu nervös zum Schlafen!“
Je näher der entscheidende Tag im September kommt, umso nervöser wird Alexander. In der Nacht vor der Nachprüfung bekommt er kein Auge zu. „Ich konnte nicht schlafen, weil ich so nervös war. Meine Mutter hat extra Beruhigungs-CDs für mich gekauft, aber das hat nichts genützt. Ich bin die ganze Nacht lang wach gelegen,“ erzählt Alexander. „In der Früh hab ich dann ganz viel gequasselt. Meine Mutter und mein Bruder haben gesagt, ich hab so furchtbar viel gequatscht, ich hab nicht aufgehört zu reden.“ Dann geht’s ab in die Schule. Von 8 bis 9 Uhr dauert die schriftliche Prüfung, um 13 Uhr wird Alexander mündlich geprüft. „Du wirst das bestimmt schaffen,“ bauen ihn seine Eltern und die Oma im Vorfeld der Prüfung immer wieder auf. Und tatsächlich: Alexander schafft die Nachprüfung und muss die dritte Klasse nicht wiederholen!

„Lehrer behandeln „schlechte“ Schüler anders...“
Heuer hatte Alexander in Englisch keine Probleme: Ein Genügend und drei Befriedigend hat er auf die Englischschularbeiten bekommen. „Im Zeugnis habe ich Notendurchschnitt 1,8,“ erzählt Alexander stolz. Mit den besseren Noten ist auch die Akzeptanz bei den Mitschüler gestiegen. Aber auch einige Lehrer gehen seiner Erfahrung nach nicht immer vorurteilsfrei ans Werk: „Wenn ich letztes Jahr „Yesterday“ groß geschrieben habe, hat sie das als schweren Fehler gewertet, weil sie gedacht hat, ich weiß das nicht. Heuer streicht sie so etwas zwar an, rechnet es aber nur als Schlampigkeitsfehler.“ Magdalena hat ähnliche Erfahrungen gemacht. „Der erste Eindruck, den man bei einem Lehrer macht, bleibt meistens.“ Alexander und Magdalena freuen sich. Obwohl sie diesen Sommer ein bisschen Lernen werden. „Ich werde in den Ferien mit meiner Oma russisch, spanisch oder italienisch lernen,“ erzählt Alexander. „Aber nur zum Spaß, und weil ich das später sicher gut brauchen kann. Ich möchte nämlich Hotelmanager werden.“ Ein Job, bei dem ausgezeichnete Englischkenntnisse meist ein Must sind. „Ich weiß,“ sagt Alexander selbstbewusst. „Jetzt kann ich das ja.“

Kommentar schreiben


Sicherheitscode
Aktualisieren

JInput Object ( [options:protected] => Array ( ) [filter:protected] => JFilterInput Object ( [stripUSC] => 0 [tagsArray] => Array ( ) [attrArray] => Array ( ) [tagsMethod] => 0 [attrMethod] => 0 [xssAuto] => 1 [tagBlacklist] => Array ( [0] => applet [1] => body [2] => bgsound [3] => base [4] => basefont [5] => embed [6] => frame [7] => frameset [8] => head [9] => html [10] => id [11] => iframe [12] => ilayer [13] => layer [14] => link [15] => meta [16] => name [17] => object [18] => script [19] => style [20] => title [21] => xml ) [attrBlacklist] => Array ( [0] => action [1] => background [2] => codebase [3] => dynsrc [4] => lowsrc ) ) [data:protected] => Array ( [Itemid] => 230 [option] => com_content [view] => article [catid] => 84 [id] => 2856 ) [inputs:protected] => Array ( [cookie] => JInputCookie Object ( [options:protected] => Array ( ) [filter:protected] => JFilterInput Object ( [stripUSC] => 0 [tagsArray] => Array ( ) [attrArray] => Array ( ) [tagsMethod] => 0 [attrMethod] => 0 [xssAuto] => 1 [tagBlacklist] => Array ( [0] => applet [1] => body [2] => bgsound [3] => base [4] => basefont [5] => embed [6] => frame [7] => frameset [8] => head [9] => html [10] => id [11] => iframe [12] => ilayer [13] => layer [14] => link [15] => meta [16] => name [17] => object [18] => script [19] => style [20] => title [21] => xml ) [attrBlacklist] => Array ( [0] => action [1] => background [2] => codebase [3] => dynsrc [4] => lowsrc ) ) [data:protected] => Array ( ) [inputs:protected] => Array ( ) ) [request] => JInput Object ( [options:protected] => Array ( ) [filter:protected] => JFilterInput Object ( [stripUSC] => 0 [tagsArray] => Array ( ) [attrArray] => Array ( ) [tagsMethod] => 0 [attrMethod] => 0 [xssAuto] => 1 [tagBlacklist] => Array ( [0] => applet [1] => body [2] => bgsound [3] => base [4] => basefont [5] => embed [6] => frame [7] => frameset [8] => head [9] => html [10] => id [11] => iframe [12] => ilayer [13] => layer [14] => link [15] => meta [16] => name [17] => object [18] => script [19] => style [20] => title [21] => xml ) [attrBlacklist] => Array ( [0] => action [1] => background [2] => codebase [3] => dynsrc [4] => lowsrc ) ) [data:protected] => Array ( [Itemid] => 230 [option] => com_content [view] => article [catid] => 84 [id] => 2856 ) [inputs:protected] => Array ( ) ) ) )