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Verhütung: Wie erklär' ich "es" meinem Kind

Und zwar über alle wesentlichen Vorund Nachteile der unterschiedlichen Verhütungsmethoden. Nachfolgend ein kurzer Überblick.

Zrärtliche Berührungen, leidenschaftliche Küsse und plötzlich ist da dieses starke Bedürfnis nach körperlicher Verschmelzung. Aber bitte nicht ohne Verhütung! Nur gut geschützt kann eine ungewollte Schwangerschaft oder die Ansteckung mit Geschlechtskrankheiten verhindert werden. Leider ist nicht jede Methode zuverlässig und bietet ausreichend Sicherheit. Wir frischen Ihr Wissen auf.

Mit Chemie gegen ungewollte Schwangerschaft

Gels, Zäpfchen, Schaum – sie haben eine spermizide Wirkung (Anm.: machen Spermien befruchtungsunfähig) und müssen vor dem Geschlechtsverkehr in die Scheide eingeführt werden. Nachteile: Chemische Verhütungsmittel schützen nicht vor sexuell übertragbaren Krankheiten und Aids. Außerdem können Sie Brennen oder Juckreiz am Glied verursachen. Viele dieser Mittel sind fetthaltig, die Dichtheit von Kondomen ist dadurch nicht mehr gewährleistet. Auch das so genannte Diaphragma, eine Gummikappe, die den Muttermund bedeckt  und verhindert, dass Spermien in die Gebärmutter gelangen, schützt nicht vor übertragbaren Krankheiten. Es muss vor dem Verkehr in die Scheide eingeführt werden und danach mindestens acht Stunden dort bleiben, damit die Samenzellen nicht in die Eileiter gelangen können. Vor ungeplanter Schwangerschaft schützen äußerst zuverlässig Hormone. Die Drei- oder Einmonatsspritze (Depotspritze) greift in den Zyklus ein. Leider sind Nebenwirkungen wie Zwischenblutungen oder das Ausbleiben der Menstruation nicht selten. Wegen der eventuellen Beeinflussung der Knochendichte sind diese Spritzen nicht unbedingt für Mädchen geeignet. Gegen sexuell übetragbare  Krankheiten und Aids schützen auch sie nicht. Ebenfalls Hormone kommen beim Implanon zum Einsatz. Das kleine Stäbchen aus Kunststoff wird unter die Haut implantiert und gibt dort einige Jahre lang Hormone ab. Das Heranreifen von Eizellen wird dadurch verhindert. Nebenwirkungen können Depressionen, Kopfschmerzen und Blutungsstörungen sein. Trotz „Implantat“ ist man vor Geschlechtskrankheiten nicht sicher.

Die Pille ist bei Mädchen und Frauen am beliebtesten

Am beliebtesten bei jungen Mädchen ist die Pille. Vor allem dann, wenn die Partnerschaft von Dauer ist und keine Kondome mehr zum Einsatz kommen sollen. Die kleine Tablette ist sehr sicher, aber leider nicht nebenwirkungsfrei. Gewichtszunahme, Thrombosegefahr oder Kopfschmerzen können die unangenehmen Folgen sein. Frauen nehmen an 21 Tagen jeweils eine Pille, dann folgt eine Einnahmepause von sieben Tagen. Auch während dieser Pause ist der Empfängnisschutz gewährleistet. Nach der Einnahmepause beginnt ein neuer Einnahmezyklus. Der Empfängnisschutz besteht nicht mehr, sobald die Pille abgesetzt wird. Das Verhütungspflaster ist ähnlich wie die Pille eine hormonelle Methode der Schwangerschaftsverhütung. Es enthält ein Östrogen (Ethinylestradiol) und ein Gestagen (Norelgestromin), die über die Haut im Körper aufgenommen werden und so den monatlichen Eisprung verhindern. Die Spirale ist ein Mittel der Schwangerschaftsverhütung. Grundsätzlich sind zwei verschiedene Arten von Spiralen zu unterscheiden: Die Kupfer-Spirale und die Hormon- Spirale. Die Kupfer-Spirale wird von einer Ärztin oder einem Arzt in die Gebärmutter der Frau eingelegt und bleibt dann
für etwa drei bis fünf Jahre – je nach Modell – in der Gebärmutter liegen. Durch das Kupfer, das ständig in kleinsten Mengen von der Spirale abgegeben wird, werden die Samenzellen auf dem Weg in die Eileiter in ihrer Beweglichkeit gehemmt, und es kommt in der Regel nicht zur Befruchtung. Das Kupfer trägt außerdem wesentlich dazu bei, dass der Aufbau der Gebärmutterschleimhaut gestört wird. Damit wird die Einnistung einer befruchteten Eizelle
in die Gebärmutter verhindert, falls es doch zur Befruchtung gekommen sein sollte. Vorteile: Sie brauchen über eine längere Zeit nicht an Verhütung zu denken. Kein Eingriff in den Hormonhaushalt bei relativ hoher Verhütungssicherheit. Nachteile: Meist verstärkt und verlängert sich die Blutung; sie kann schmerzhafter sein; Zwischenblutungen können auftreten. Die Hormon-Spirale wirkt durch die ständige Hormonabgabe eines Gestagens in kleiner Menge in die Gebärmutterhöhle. Dadurch kommt es im Wesentlichen zu einer Verdickung und Milieuänderung des Schleims im Gebärmutterhalskanal. Das Aufsteigen der Spermien wird dadurch behindert. Zusätzlich wird das Wachstum der Gebärmutterschleimhaut unterdrückt und so die Einnistung eines befruchteten Eis verhindert. Auch hier ist der Verhütungsschutz über einen längeren Zeitraum gewährleistet. Die Verhütungssicherheit dieser Spirale ist sehr hoch. Blutungsschmerzen und Blutungsstärke gehen stark zurück. In manchen Fällen bleibt die Regelblutung ganz aus. Nach Entfernen der Spirale kann die Frau sofort wieder schwanger werden. Blutungsstörungen (Schmier- und Zwischenblutungen), besonders in den ersten drei Monaten, kommen relativ häufig vor. Manche Frauen empfinden eine schwache bis gar keine Regelblutung als Belastung. Das Kondom ist ein hauchdünner Gummischutz,
der vor dem Geschlechtsverkehr über das versteifte Glied gezogen wird. Das Kondom ist das einzige Verhütungsmittel für Männer. Es verhindert Schwangerschaften und bietet Schutz vor den meisten sexuell übertragbaren Krankheiten. Der Samenerguss wird aufgefangen und gelangt nicht in die Scheide. Nach dem Orgasmus muss das Glied aus der Scheide gezogen werden, bevor die Erektion nachlässt. Damit das Kondom nicht abrutscht und keine Samenflüssigkeit austritt, muss es beim Herausziehen am Gliedansatz festgehalten werden. Jedes Kondom kann nur einmal benutzt werden.

Eine kurze Geschichte der Verhütung

Die Geschichte der Verhütung – sie reicht zurück bis in die Zeit vor Christi Geburt. Schon damals versuchten Frauen, sich vor ungewollten  Schwangerschafften zu schützen. Berichte aus dem Altertum verdeutlichen, welche Mittel zum Einsatz kamen: vor allem Pflanzenextrakte, Kräuter und Öle. Sie sollten ihre Wirkung bei vaginaler Anwendung entfalten und Spermien abtöten. Seit dem 16. Jahrhundert werden Kondome zur  Empfängnisverhütung und zur Vermeidung von Geschlechtskrankheiten eingesetzt. Der berühmteste Liebhaber aller Zeiten, Casanova, schwörte auf dieses „Hilfsmittel“ gefertigt aus dem Darm von Tieren. Andere Mittel wie Scheidenspülung oder Diaphragma wurden im 19. Jahrhundert entwickelt. Dem gebürtigen Wiener Carl Djerassi gelang es Anfang der 1950er Jahre, das Sexualhormon Gestagen künstlich herzustellen. Mit Gregory Pincus und John Rock entwickelte er damit 1951 die erste Antibabypille. Die Antibabypille, umgangssprachlich auch kurz die Pille genannt, ist das von Frauen in den westlichen und östlichen Industrienationen seit 1960 am häufigsten verwendete Mittel zur Verhütung einer Schwangerschaft. Insbesondere die römisch-katholische Kirche lehnt die Verwendung oraler Kontrazeptiva (und anderer Verhütungsmittel) bis heute aus moralischen Gründen ab, auch wenn diese Position nicht von allen ihren Mitgliedern geteilt wird.

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