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Zeitig aufstehen für große Momente

Was dieser Aufwand bringen kann, zeigt sich in der Geschichte der Familie von Dr. Erich Laminger, dem Verbandsvorsitzenden des Hauptverbandes der österreichischen Sozialversicherungsträger.

Im zarten Alter von fünf Jahren ist Wolfgang Laminger, mittlerweile 28, ziemlich oft mit dem Hockeyschläger durch die elterliche Wohnung gelaufen. Dabei hat er immer wieder „Ich will auch, ich will auch!“ gerufen. Als er sechs war, hat der kleine Wolfgang dieses Betragen schlagartig eingestellt. Weil er nämlich endlich durfte, was er schon so lange wollte: Landhockey beim AHTC („Akademischer Hockey und Tennis Club“) Wien spielen. So wie sein älterer Bruder Michael.

„Tolle Unterstützung durch die Eltern.“

Seither hat Wolfgang Laminger als Hockeyspieler sehr viel erlebt und erreicht: Der 55-fache Nationalteamspieler konnte bereits mehrere   Staatsmeistertitel, Europacup-Erfolge und einen vierten Platz bei der B-Europameister-schaft in Rom 2005 bejubeln. „Schuld“ daran ist nicht nur sein  Bruder Michael. Auch die Eltern haben ihren Teil dazu beigetragen, dass Wolfgangs große Lust auf Sport zu großen Erfolgen im Landhockey führte. Zum einen hat Wolfgangs Vater, Dr. Erich Laminger, seinerzeit als Teenager selbst Hockey gespielt. Die Beziehung des nunmehrigen Verbandsvorsitzenden des Hauptverbandes der  österreichischen Sozialversicherungsträger zum Hockeysport endete damals aber relativ rasch. Ein kurzer Flirt ohne Folgen? Nein. Geblieben ist die  Freundschaft zu einem Hockeytrainer und über den wiederum kam Michael zu diesem doch eher ungewöhnlichen Sport. So hat Dr. Laminger – wie auch Gattin Edith – doch noch hunderte Stunden auf diversen Hockeyplätzen in ganz Österreich verbracht. Als Chauffeur, Mental- Betreuer und Fan der Söhne. „Meine Eltern haben mich sehr beim Sport unterstützt“, erklärt Wolfgang Laminger. „Sie haben mich zum Sportplatz gebracht, auch zu Auswärtsspielen und viel Zeit dafür geopfert. Das ist nicht selbstverständlich.“

"Das war doch selbstverständlich.“

„Für uns war es selbstverständlich“, meint Dr. Laminger. „Kinder haben heißt ja, auch für ihre Entwicklung zu sorgen. Und das Thema der körperlichen Entwicklung, aber auch die Entwicklung zu einem Team-Menschen, das war uns ein Anliegen.“ Dafür haben Erich und Edith Laminger viele Jahre lang geschätzte 30 Wochenenden pro Jahr „geopfert“. „Natürlich waren wir nicht an jedem Sonntag Feuer und Flamme, dass wir schon wieder um sechs in der Früh aufstehen müssen, weil um acht ein Hockeymatch anfängt“, sagt Dr. Laminger. „Besonders, wenn am Samstag davor Freunde zu Besuch waren und es vielleicht zwei, drei Uhr in der Früh geworden ist.“ Dennoch, so meint Dr. Laminger, überwiegen aber die schönen Momente – „und der Nutzen, den die Buben aus dem Hockeysport gezogen haben.“ Und das betreffe nicht nur Nationalteamspieler Wolfgang, sondern auch Michael, der dem Hockeysport „nur“ mehr zum Spaß frönt. „Ein Mannschaftssport hilft sehr bei der Entwicklung zu teamorientierten Menschen“, ist sich Dr. Laminger sicher. „Und Sucht oder sonstige Probleme hat es bei uns nie gegeben. Sicher auch deshalb, weil sich die Burschen dem Mannschaftssport verpflichtet fühlten und gewisse Dinge, die sonst passieren können, nie gemacht haben.“ Der Hockeysport hat aber auch die Eltern-Kind-Beziehung positiv beeinflusst. Edith und Erich Laminger haben viel Zeit mit ihren Söhnen verbracht. Auf den Anreisen zu den Auswärtsspielen wurden alle möglichen Themen besprochen. Durch den Hockeysport war dabei immer eine Gesprächsbasis gegeben – auch in Zeiten der Pubertät, wenn manche Eltern beklagen, kaum einen Draht zu ihren Kids zu haben. Der 18. Geburtstag von Michael wie auch von Wolfgang hat dann aber das Ende einer Ära eingeläutet: „Davor hat es immer geheißen: Vati, führst du uns eh zu dem Match?“, erzählt Dr. Laminger. „Als sie den Führerschein hatten, hieß es plötzlich: Vati, du borgst uns eh dein Auto, oder? Aber mitfahren kannst du nicht, wir haben keinen Platz frei.“ Seither sehen Edith und Erich Laminger bedeutend weniger Hockey-Spiele. Sie genießen die freien, gemütlichen Wochenenden – und denken dabei hin und wieder ein bisschen schwermütig an jene unvergesslichen Sonntage zurück, an denen die Buben ihre ersten Tore erzielt, große Siege gefeiert oder bittere Niederlagen eingefahren haben. „Das sind Momente“, meint Dr. Laminger, „die man nicht so schnell vergisst.“

"Wir haben immer allen Eltern empfohlen: Lasst’s eure Kinder einen Teamsport machen, das ist gut für die Entwicklung.“ Dr. Erich Laminger,  Verbandsvorsitzender des Hauptverbandes der österreichischen Sozialversicherungsträger und Vater von Landhockey-Nationalteamspieler Wolfgang  Laminger

„Sport ist Lebensschule. Man kann dabei Grenzerfahrungen machen, auch das soziale Engagement und der Umgang mit einer Gruppe wird bei einem Teamsport geschult.“ Wolfgang Laminger, 55-facher Landhockey-Nationalteamspieler

Was ist Landhockey?

Landhockey kann man sich im weitesten Sinn als eine Mischung aus Fußball und Eishockey vorstellen: Zwei Teams (je 11 Spieler) versuchen, einen kleinen Kunststoffball mittels Schläger möglichst oft im gegnerischen Tor unterzubringen. Landhockey ist ein sehr schnelles und taktisch anspruchsvolles Spiel. Besonders beliebt ist Landhockey in Indien, Pakistan und Australien. In Österreich gibt es zahlreiche Vereine, die meist auch eine sehr gute Jugendarbeit betreiben. Kinder können – je nach Entwicklung – ab fünf bis sechs Jahren bei einem Verein beginnen.

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