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Eisenmangel: Die unbekannte Bedrohung

„Ist mein Folsäurespiegel in Ordnung? Habe ich einen Vitamin D-Mangel?“ Diese Fragen bekommen Frauenärzte tagtäglich von schwangeren Patientinnen zu hören. Dass Vitamin D und Folsäure zwei essentielle Nährstoffe für Mutter und Fötus sind, ist weithin bekannt. Jedoch wird dabei oft auf ein drittes, ebenso unabdingliches Spurenelement vergessen: Das Eisen. Wie Untersuchungen an der medizinischen Universität Wien gezeigt haben, kann ein Eisenmangel während der Schwangerschaft signifikante Auswirkungen auf das Neugeborene haben.

Eisenmangel und Schwangerschaft - Wo liegt der Zusammenhang?
 
In einem von der Online-Plattform Ma+Me organisierten Expertengespräch berichteten Spezialisten der MedUni Wien, welche Zusammenhänge zwischen Kinderwunsch und Eisenspiegel bestehen. Dass Frauen sehr häufig von einem Eisenmangel betroffen sind, ist keine Neuigkeit. Doch welche schwerwiegenden Auswirkungen das haben kann, weiß kaum jemand- ein Eisenmangel wird fast schon als Norm abgetan. Schließlich verliert Frau ja jedes Monat aufs Neue über die Menstruationsblutung Mengen an Eisen. Das war schon immer so-wieso sollten wir uns also Sorgen machen?

Folgen reichen weit über die Schwangerschaft hinaus
 
In der Schwangerschaft steigert sich der Eisenbedarf um ein Vielfaches: Statt 15 mg pro Tag braucht man gegen Ende bis zu 1 000 mg-der wachsende Fötus muss ja mitversorgt werden. Entscheidend ist hier insbesonders Ferotin, das sogenannte Speichereisen. Dieses befindet sich über längere Zeit im Körper. Leidet eine Schwangere unter starkem Eisenmangel, so kann das eine Vielzahl an Folgen mit sich ziehen. Unter anderem besteht dadurch ein höheres Risiko für eine Frühgeburt, einen Kaiserschnitt und ein geringes Geburtsgewicht beim Baby. Auch Wochenbettdepression tritt bei Betroffenen deutlich häufiger auf. Die dramatischsten Auswirkungen zeigen sich jedoch bei der frühkindlichen Hirnentwicklung: Diese findet bereits im Bauch der Mutter statt. So können Kinder eisenarmer Mütter im späteren Leben an Konzentrationsstörungen und niedrigerer Intelligenz leiden-Nichts, was man auf die leichte Schulter nehmen sollte.
 
Gibt es Wege aus dem Eisenmangel?
 
Wer jetzt in Anbetracht dieser Aufzählungen entsetzt die Hände über dem Kopf zusammenschlägt, kann beruhigt sein: Ein Eisenmangel kann grundsätzlich leicht bekämpft und der Ferotinspiegel schnell wieder aufgefüllt werden. In Eisenzentren im gesamten Land kann der Eisenspeigel bestimmt und bei Bedarf eine Therapie begonnen werden. Hier kann man entweder Eisentabletten gemeinsam mit einem Vitamin C-haltigen Lebensmittel (Orangensaft, Zitrone) einnehmen oder sich Infusionen verabreichen lassen. Eine Infusionstherapie empfiehlt sich besonders, wenn man unter Magenbeschwerden leidet, eine Resorptionsschwäche vorliegt oder der Mangel besonders akut ist.

Ganz allgemein lässt sich jedoch zusammenfassen, dass ein Eisenmangel keine Bedrohung für Mutter und Kind sein muss-wichtig ist nur, sich über die von Eisen während der Schwangerschaft im Klaren zu sein. 



Foto: Shutterstock/Africa Studio

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