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Ein Traum wird wahr: Im Schlaf zum Wunschkind

Eine aktuelle Studie untersucht den Einfluss der Einschlafzeit auf die Fruchtbarkeit der Frau. Sie zeigt, dass sich ein regelmäßiger Schlafrhythmus positiv auf den Eintritt einer Schwangerschaft auswirkt.
 
Bei der Jahreskonferenz der Amerikanischen Gesellschaft für Reproduktionsmedizin wurde kürzlich eine Studie der Washington University präsentiert: In der Studie wurde untersucht, ob ein Zusammenhang zwischen der Einschlafzeit und der Wahrscheinlichkeit schwanger zu werden besteht. „Wir wissen, dass ausreichender Schlaf wichtig für die hormonelle Regulierung sowie die Grundlage unseres Wohlbefindens ist“, so Univ. Prof. Dr. Heinz Strohmer, Gründer und Leiter des Kinderwunschzentrums Goldenes Kreuz. „Frauen mit Kinderwunsch sollten zusätzlich auf einen regelmäßigen Schlafrhythmus achten. Besonders die Einschlafzeit ist hier ausschlaggebend“, fasst Strohmer die Studienergebnisse zusammen.
 
Unregelmäßiger Schlaf verlängert Zeit des Wartens
Im Zuge der Studie wurden von 176 Teilnehmerinnen jeden Abend der Zeitpunkt des Einschlafens aufgezeichnet. Den Teilnehmerinnen wurden Aktigraphieuhren zur Verfügung gestellt, die sie zwei Wochen lang kontinuierlich trugen, um ihre Aktivitäten und Ruhephasen aufzuzeichnen und zu messen. Die Aktigraphiedaten wurden verwendet, um die Schlafzeiten der Frauen zu ermitteln, d.h. Beginn, Aufwachen und Schlafdauer.
 
Dabei kamen die Forscher zu folgendem Ergebnis: Unterscheiden sich die Einschlafzeiten pro Tag um maximal 67 Minuten, ist die Wahrscheinlichkeit schwanger zu werden signifikant höher als bei jenen Frauen, die zu sehr unregelmäßigen Uhrzeiten einschlafen. Bei dieser Gruppe betrug der Unterschied 138 Minuten oder mehr.
 
Schlaf gepaart mit gesundem Lebensstil erhöht Chancen auf Schwangerschaft
Laut der Studie waren von 176 Teilnehmerinnen 75 bis zum Ende des Jahres nach Beginn der Studie schwanger. Diejenigen, die schwanger wurden, hatten einen niedrigeren BMI und ein höheres Bildungs- und Einkommensniveau. Bereinigt um Einkommen und BMI verging bei Teilnehmerinnen mit weniger Schwankungen in der Schlafenszeit eine deutlich kürzere Zeit bis zur Empfängnis als bei Frauen, deren Schlafbeginn unregelmäßiger war. Weder Schlafdauer noch Aufwachzeit fielen ins Gewicht.
 
„Hier zeigt sich, dass sich sowohl ein regelmäßiger Schlafrhythmus als auch ein gesunder Lebensstil mit ausgewogener Ernährung und Bewegung positiv auf den Eintritt einer Schwangerschaft auswirken. Der Zeitpunkt des Aufstehens oder die Gesamtdauer des Schlafes spielen dabei eine untergeordnete Rolle“, berichtet Strohmer.

Foto: Shutterstock/pathdoc

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