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Hilfe, mein Kind ist ein Trotzkopf!

Zwischen dem zweiten und dem vierten Geburtstag ist Aufregung garantiert: Das Trotzalter steht auf dem Programm. Dabei leiden nicht nur die Kinder, sondern auch ihre Eltern. Die können aber dafür sorgen, dass diese Entwicklungsphase möglichst reibungslos über die Bühne geht.
Sebastian, 3, ist außer sich vor Wut. Brüllend und mit hochrotem Kopf wälzt er sich am Wohnzimmerboden, er trommelt mit den Fäusten auf das Parkett und führt mit seinen Beinen bizarre Strampelbewegungen aus. Der Auslöser dieser Gefühls-Explosion: Sebastian soll seine Mutter beim Einkaufen begleiten. Und zwar jetzt. Auf der Stelle. Weil in einer halben Stunde die Geschäfte zusperren. Dabei hat Sebastian sein Puzzle noch nicht fertiggemacht. Es ist zum aus der Haut fahren...


Ein schlafender Riese erwacht

Bis zum ersten Geburtstag funktioniert das Zusammenleben mit dem neuen Familienmitglied meistens relativ konfliktlos. Wenn die Kleinen einmal eine andere Meinung als Mami oder Papi haben, genügt meistens ein kurzes Ablenkungsmanöver oder ein entschiedenes „Nein“, um den Haussegen wieder gerade zu rücken. Etwa ab dem zweiten Lebensjahr beginnen Kinder dann, sich selbst als ein eigenes Wesen mit einem eigenen Willen zu erkennen und zu begreifen. Und mit dem eigenen Willen erwacht ein schlafender Riese, der sich durchsetzen will – das kann aber naturgemäß nicht immer gelingen. Die Folge: Wutausbrüche, Ärger, Gehorsamsverweigerungen, oder auch stiller, beleidigter Rückzug – willkommen im Trotzalter!

Der neue Wille muss sich die Hörner abstoßen

Mit der Entdeckung des eigenen Ichs entsteht auch ein Autonomie-Bedürfnis. Dieser erste bewusste Abnabelungsprozess sorgt für zusätzliche emotionale Verunsicherung, Unruhe und Unausgeglichenheit. Die Folge können beträchtliche Stimmungsschwankungen sein: Aus dem kleinen Zornpinkerl wird oft binnen Sekunden ein Kuschelbär mit riesigem Zärtlichkeitsbedürfnis. Tipp: Geben Sie Ihrem Kind auch in dieser Lebensphase so viel Liebe wie möglich. Leicht fällt das nicht immer. Die Zornausbrüche des Nachwuchs zerren naturgemäß auch am Nervenkostüm der Eltern, und sind zudem oft nicht einfach nachzuvollziehen. Wenn Ihr kleiner Lieblings also wieder einmal fürchterlich auszuckt, nur weil zum Beispiel das Ketchup alle ist, sollten Sie immer daran denken: Es geht nicht um das Ketchup, es geht auch nicht gegen Sie. „Schuld“ an dem extremen Gefühlsausbruch ist vielmehr die fortgeschrittene Entwicklung Ihres Kindes – und bis jetzt war ja jeder neue Meilenstein in der Entwicklung ihres kleinen Lieblings ein Grund zur Freude, oder? Denken Sie daran, wenn Ihr Kind die nächste Gefühlsexplosion hat. Und wenn Ihre Beruhigungsversuche fehlschlagen sollten, warten Sie einfach ab, bis die Wut von alleine verraucht ist, ohne dass Sie sich selbst dabei groß aufregen. Dabei hilft auch die Tatsache, dass das Trotzalter in der Regel mit dem vierten Lebensjahr vorbei ist, und Sie wahrscheinlich bald wieder ein wunderbar harmonisches Familienleben genießen können. Zumindest bis zur Pubertät Ihres Kindes...

Ihr Kind ist im Trotz-Alter? So verhalten Sie sich richtig

+ Zeigen Sie Gelassenheit. Dabei hilft es, sich immer zu sagen, dass der Zorn Ihres Kindes nicht gegen Sie gerichtet ist, und dass Sie und Ihr Partner keine Schuld an dem trotzigen bzw. widerspenstigen Verhalten haben. Das Trotzalter ist ein wichtiger Teil der Entwicklung, bei dem das Kind seinen Willen entfaltet – und lernt, dass man im Leben mitunter Kompromisse eingehen muss.

+ Geben Sie Ihrem Kind Freiräume, aber setzen Sie klare Grenzen, wenn es um die Sicherheit oder um die Wahrung grundsätzlicher, für das Zusammenleben notwendiger Richtlinien geht.

Klare Grenzen geben auch Ihrem Kind ein Gefühl von Sicherheit.

+ Zeigen Sie Ihrem Kind, dass Sie es ernst nehmen – und auch seinen Willen. Zeigen Sie sich nach Möglichkeit verhandlungsbereit, und gehen Sie immer wieder Kompromisse ein.

+ Erklären Sie Ihrem Kind die Situation, die es erzürnt.

+ Geben Sie Ihrem Kind die Möglichkeit, sich auf Situationen einzustellen. Z.B.: „Wir müssen bald nach Hause gehen. Du darfst aber vorher noch drei Mal rutschen.“

+ Wenn Ihr Kind tobt, und Sie es nicht beruhigen können: Toben lassen, bis die Wut verraucht ist.

Foto: Fotolia 

 

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