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Der vier Jahre alte Thomas und sein kleiner Bruder Maximilian, 2, sind alleine im Wohnzimmer. „Ok“, ruft Thomas. „Ich will spielen. Wer will mit mir mitspielen?“ „Ich!“ ruft Maxi begeistert und läuft sofort zu Thomas. Dieser macht eine abwehrende Handbewegung und sagt: „Nein, nicht schon wieder du.“
Ninas Vater arbeitet von zu Hause aus. „Papa, hast du schon Feierabend?“, fragt Nina nach dem Mittagessen. „Nein.“ „Hast du Feierabend“, fragt Nina um 14 Uhr. „Nein, leider“, seufzt Papa. „Hast du Feierabend?“, fragt Nina um 15 Uhr. „Ja“, sagt Papa, legt eine Pause ein und spielt mit Nina.
„Der Mond ist viel kleiner als die Erde“, erklärt Tante Leni. „Nein, ich glaube, das schaut nur so aus, weil der Mond so weit weg ist“, kontert Laura
Mama blättert mit Sebastian im Familienalbum. Bei den Fotos vom letzten Griechenland-Urlaub fragt Mama: „ Freust du Dich schon auf den Sommer?“ „Ja. Da kann ich wieder kurzärmlige Hosen anziehen.“
„Aus! Heute gibt’s kein Fernsehen mehr“, entscheidet Mama. Peter ist damit nicht einverstanden und verhandelt: „Wenn ich nicht mehr fernsehen darf, trinke ich hunderttausend Liter Kaffee und dann spielts die ganze Nacht Rambazamba.“
Sophie, 3
„Sophie, meine Liebe, bist du ein Vampir?“, fragt Papa seine Tochter im Scherz, weil sie etwas spitze Eckzähne hat. „Ein Vampir?“, fragt Sophie entsetzt und schaut ihren Vater ungläubig an. „Aber ich mag ja gar kein Bier. Nein, ich bin kein Vampir.Du bist doch der Biertrinker bei uns, Papa.“
Einen besonders süßen Versprecher hat uns die kleine Lilly geliefert: „Wie heißt es, Lilly: eine Kuh, zwei ...?“ fragt Mama. „Zwei Kuchen“, antwortet Lilly.
Der Himmel verdunkelt sich und ein Gewitter zieht auf. „Oh Mama!“, schreit Indira, „... ich habe so Angst vorm Blitz und vor Madonna.“ Gemeint waren natürlich Blitz und Donner.
„Hast du auch schön mit deinem kleinen Bruder gespielt?“, fragt Papa Sandra, als er am Abend von der Arbeit nach Hause kommt. „Nein“, sagt Sandra. „Spielen mit dem Kleinen war mir zu fad. Ich habe dann mit ihm gestritten, da ist die Zeit gleich viel, viel schneller vergangen.“
„Meine Schwester Lara ist schon abgestillt“, berichtet Oskar und streichelt seiner Baby-Schwester stolz über den Kopf. „Jetzt muss sie nur noch abgeflascht werden.“
Neues von Austrian Business Woman
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Tierische Freunde
Hund, Katz’ und Co sind nicht nur Spielkameraden, sie sind Seelentröster, Pädagogen und vieles mehr.Ist Ihre Wohnung krabbelsicher?
Die ersten selbständig zurückgelegten Zentimeter sind ein Meilenstein im Leben jedes Babys. Schließlich können sie sich jetzt alleine fortbewegen und ihre Umgebung erforschen.| – Geburttipps | – Kindernamen |
– Wetterdienst |
| Wichtige Tipps rund um das Thema Geburt | Suche nach Kindernamen leicht gemacht | Sonnenschein oder Regen – hier erfahren Sie es |
Es gibt schöne Momente, die vergisst man sein Leben lang nicht. Lerneinheiten gehören leider kaum dazu – es sei denn, sie werden zusammen mit Tieren absolviert. Dann macht Lernen plötzlich Spaß, und es bleibt auch wesentlich mehr Wissen hängen. Hunde und Katzen, aber auch Meerschweinchen und Regenwürmer eignen sich hervorragend als Co-Lehrer.
Wenn dieser Lehrer die Klasse betritt, müssen die Schüler auch an tristen Montagmorgen nicht viel (Willens-)Kraft aufwenden, um sich mehr oder weniger missmutig von ihren Stühlen zu erheben. Das Aufstehen ist in diesem Fall auch nicht nur als Ausdruck von Höflichkeit oder das Befolgen einer Regel zu
verstehen. Nein, wenn Ebony die Klasse betritt, springen alle Schüler begeistert auf. Auch an tristen Montagmorgen. Ebony ist ein Berner Sennerhund
und unterrichtet an der Vienna Business School Schönborngasse. Zumindest hilft er dabei. Und das mit außerordentlichem Erfolg.
Tiere können die Lern-Eingangskanäle öffnen
Während die Politik noch über eine Reform von Schulformen und Lehrerausbildung diskutierte, hat man in der Vienna Business School gehandelt. Ins Leben gerufen wurde das Projekt „Tierisch gut lernen in der Schönborngasse“ von Mag. Marianne Hahsler. Die Lehrerin hat die Idee im Unterrichtsfach „Persönlichkeitsbildung und soziale Kompetenz“ auch verwirklicht. „Durch die Arbeit mit Tieren als Co-Pädagogen macht die Schule endlich wieder Spaß“, berichtet Hashler. „Im Spiel mit Tieren kann viel gelernt und geübt werden, oft sogar unbewusst. Durch emotionales Engagement und Interesse werden Lern- Eingangskanäle geöffnet, die die Aufnahme von Sachinformation wesentlich erleichtern.“ Die Diplomandin Ariane Hell hat die Wirkung der tiergestützten Pädagogik wissenschaftlich untersucht und ausgewertet. Das Ergebnis: Die unter anderem aus standardisierten Tests gewonnenen Hard Facts zeigen, dass die Schülerinnen und Schüler, die auch von Ebony und anderen Tieren „unterrichtet“ worden sind, im Vergleich zur Kontrollgruppe (mit derselben Lehrerin, aber ohne Tiere) einen ziemlich deutlichen Vorsprung gewonnen haben. Das Projekt wurde vom Bildungsförderungsfonds des Umweltministeriums als eines der besten Gesundheits- und Umweltprojekte des Schuljahres 2006/2007 ausgezeichnet, und es wird fortgesetzt.
So können Sie zuhause Tiere als Co-Pädagogen einsetzen
Was in der Schule so gut funktioniert, kann natürlich auch für daheim zur Nachahmung empfohlen werden. Marianne Hahsler verrät, wie Ihre Kinder davon profitieren (siehe Kasten), und welche Tierart Sie dabei wie einsetzen können. So kann etwa mit Hunden, aber auch mit Kaninchen das Lehrziel mit dem auf den ersten Blick etwas sperrig anmutenden Titel „Verständnis und bewusste Anwendung nonverbaler Kommunikation“ mit einem hohen Spaßfaktor erfolgreich bewältigt werden. Durch die Beobachtung und Deutung der tierischen Körpersprache kann in weiterer Folge auch die nonverbale Kommunikation im zwischenmenschlichen Bereich bewusst eingesetzt und besser gedeutet werden. Beim Lehrziel „Überwindung von Angst und Ekel & Öffnung für Andersartiges“, mit denen die meisten Menschen normalerweise lieber möglichst wenig zu tun haben, können Tiere zur Hand gehen: Je nach individuellem Ekel-Faible können das zum Beispiel Heuschrecken, Würmer oder Schnecken sein. Durch das Sammeln von Informationen, durch die Beobachtung und das Berühren und Streicheln dieser Tiere wird aus dem von vielen Menschen instinktiv geäußerten „igitt“ meist ein „gar nicht so arg“, auch interessant oder gar „süß!“ sind mögliche Reaktionen. Durch die Beschäftigung mit Würmern & Co lernen Kinder und Teenager unbewusst, sich für Fremdes und Andersartiges zu öffnen. Das führt zu mehr Toleranz und einem offeneren Umgang auch mit anderen Menschen. Durch die bei den „Wurm-Lessions“ gewonnenen Einsichten lernen die Kids aber auch, ökologische Zusammenhänge kennen. Und sie begreifen, dass kein Lebewesen einfach nur eklig ist, sondern dass im Kreislauf der Natur alle eine wichtige Rolle spielen.
Meerschweinchen als Entspannungs-Lehrer
Meerschweinchen wurden in der Vienna International School zum Erlernen verschiedener Entspannungstechniken eingesetzt, ihre Wirkung als Entspannungs-Lehrer wurde auch untersucht. Eines der Ergebnisse: Bei vielen Schulkindern mit hohem Ruhepuls ist der Messwert beim Streicheln eines Tieres signifikant gesunken. Tiere als Beruhigungs- Mittel – das funktioniert auch mit Minka, Waldi und Co. Und derartige Streichel-Sessions können gezielt zur Entspannung vor dem Hausübungsmachen oder zur Beruhigung vor schweren Schularbeiten eingesetzt werden. Und bei dem gewaltigen Arbeitspensum, das viele Schüler zu bewältigen haben, kann es sehr hilfreich sein, ein Tier zum Krafttanken zur Verfügung zu haben. Wenn es nämlich darum geht, mathematische Formeln oder Französischvokabel zu lernen, müssen natürlich immer noch die Schüler den Löwenanteil der Arbeit verrichten.
Aber die Tiere können ganz entscheidend dabei helfen. Und wenn es trotzdem einmal eine schlechte Note setzt, dann spenden Hund, Katze oder Meerschweinchen verlässlich Trost. Und vielleicht sogar auch der eine oder andere Regenwurm.
Das können Ihre Kinder von und mit Tieren lernen
- Schulung der Wahrnehmung
- Kongruenz in sozialen Interaktionen
- Förderung der Empathie-Fähigkeit
- Selbstwertstärkung
- Selbstreflexion
- Professionalisierung des Verständnisses für nonverbale Kommunikation und deren bewusster Einsatz
- Respektvoller Umgang mit allen Lebewesen
- Schaffung eines nachhaltigen Gesundheitsbewusstseins
- Steigerung der Lebenszufriedenheit
- Fähigkeit zu konstruktiver Konfliktbewältigung
- Stärkung des Verantwortungsgefühls
„Die Vermittlung von Soft Skills durch Tiere steht im Zentrum der Arbeit. Zur Vermittlung von Hard Facts wirken Lehrer und tierischer Co-Pädagoge als Team. Die Tiere öffnen Wahrnehmungskanäle, aktivieren und motivieren, so wird in angenehmer und entspannter Atmosphäre gelernt.“ Mag. Marianne Hahsler, Projektleiterin „Tierisch gut lernen in der Schönborngasse.“
Professor Rex hilft auch in schweren Lebensphasen
Vorbeugende Hilfe: Diversen Gefahren wie Reizüberflutung, Orientierungslosigkeit, Konflikte, entwicklungsbedingter Resignation oder gar Depression
kann durch die präventive Wirkung von Hunden entgegengewirkt werden.
Die Universität Wien geht auf Tour und bringt wissenschaftliche Experimente und Vorlesungen zu den Kids in die Wiener Vorstadt-Parks. Das Projekt soll Lust aufs Lernen machen und auch Kinder erreichen, deren Familien nur wenig Bezug zur höheren Bildung haben.
Daca, 11, und Sanya, 9, verbringen viele Nachmittage in „ihrem“ Park am Yppenplatz im 16. Wiener Bezirk. Normalerweise vertreiben sie sich die Zeit mit Spielen, Radfahren, oder Ball-Werfen. Heute machen die Mädchen in dem Park aber etwas, was sie noch nie zuvor gemacht haben: Sie knien auf einer Matte und legen eine 10-Cent- Münze auf eine Essiggurke, die auf einer Alufolie liegt. Warum sie das tun, wissen sie noch nicht. Gebannt starren sie auf die Gurke. Spannung liegt in der Luft. „Ihr baut gerade eine Batterie“, erklärt Dominik. Der Germanistik- Student betreut eine der sechs Stationen, mit denen die vom Kinderbüro der Universität Wien organisierte „Kinderuni on Tour“ Ende August am Yppenplatz gastiert.
Kinderuni on Tour: Vorlesung, live im Park
„Wie geht’s weiter mit der Gurke?“, fragt Dominik die Mädchen. Daca liest vor, was auf dem Folder neben der Gurke geschrieben steht. Sie liest stockend und braucht eine Weile, bis sie die einzelnen Buchstaben korrekt zu dem kurzen Satz, wie er auf der Anleitung steht, zusammengesetzt hat. Kinder mit bildungsaffinen Eltern, die großen Wert darauf legen, dass ihr Nachwuchs in der Schule möglichst viel lernt, können mit 11 Jahren in der Regel besser lesen. Und sie sind meist auch woanders zu Hause. Speziell die Gegend rund um den Brunnenmarkt, wo sich zwischen vielen Gemüse- und Kebabständen
auch der Yppenplatz befindet, gilt zwar bei Studenten und Künstlern im Moment als ziemlich hip. Das Gros der Kids hier im Park kennt aber kaum jemanden, der studiert. „Weit mehr als die Hälfte der Kinder hier sind Migranten der ersten oder zweiten Generation“, erklärt Caroline Iber vom Kinderbüro der Stadt Wien. „Viele von ihnen wissen kaum, was eine Uni eigentlich ist.“ Entsprechend unterrepräsentiert sind diese Kinder dann auch bei den Vorlesungen der Kinderuni, wie sie das Kinderbüro seit Jahren erfolgreich an der Universität anbietet. „Und so ist die Idee entstanden, mit der Kinderuni dorthin zu gehen, wo diese Kinder einen großen Teil ihrer Freizeit verbringen“, erklärt Iber, „in die Parks.“
Liebling, ich habe die Kinder geschrumpft!
Sechs Parks in Wiener Randbezirken hat die Kinderuni im Sommer 2007 besucht. Nächstes Jahr sollen noch ein paar weitere in den Tourplan aufgenommen werden, auch Gastspiele im ländlichen Raum sind angedacht. Die konkrete Wissensvermittlung ist dabei nur auf den ersten Blick der eigentliche Sinn der Sache. „Wenn einige Kinder dabei sind, die zu Hause sagen: Ich würde nach der Volksschule eigentlich schon gerne ins Gymnasium gehen, weil ich dann auf die Uni kann. Und wenn die Kinder für dieses Ziel auch mehr lernen, das wäre ein echter Erfolg“, sagt Caroline Iber. Beworben werden die Tourdates der Kinderuni nicht nur auf Plakaten und im Web, sondern auch von den Parkbetreuern der Wiener Kinderfreunde. „Wir haben die Kids schon einige Tage lang vorbereitet, dass die Kinderuni zu uns in den Park kommt“, erzählt Özgür Kartum, Parkbetreuer am Yppenplatz. Dem Badewetter zum Trotz seien auch relativ viele Kinder in den Park gekommen, „aber jetzt in den Ferien sind viele in der Türkei, wo ihre Eltern herkommen.“ Die 30 Probier- und Experimentier- Stationen seien aber „eine super Sache für die Kinder“, ebenso der mobile Hörsaal. Dort halten Professoren der Universität Wien zwei Vorlesungen á jeweils etwa 30 Minuten. „Wir fragen die Kids in den Parks vor den Vorlesungen immer, welches Bild sie von Wissenschaftern haben“, erzählt Iber. „Und wenn sie eines haben, dann ist das meist ein zerstreuter Wissenschafter á la Liebling, ich habe die Kinder
geschrumpft.“ Diese Klischee-Vorstellung wird bei der Vorlesung im Park am Yppenplatz nicht bedient. In dem Zelt mit der kleinen Tribüne klärt der Physiker und Universitäts- Dozent Dr. Franz Embacher mit den Kindern die Frage: Wie können wir uns das Universum im Großen vorstellen? Der auf Kosmologie und Quantengravitation spezialisierte Wissenschafter geht dabei alles andere als zerstreut zu Werke. Dennoch verläuft die Vorlesung nicht immer in geordneten Bahnen.
Fußbälle und Fahrräder im Universum
Gleich zu Beginn des Vortrags über das Universum verändert ein Fußball seine Umlaufbahn so, dass er dem Wissenschafter direkt vor die Füße fällt. Embacher schießt gekonnt zurück – und macht damit einen Großteil der Zuhörer sofort zu seinen Fans. Wenig später fährt ein Bub mit seinem Fahrrad über die Bühne. Jetzt wird dem doch etwas erschrockenen Gesichtsausdruck des Doktors zum Trotz der Junge beklatscht. „Die Vorlesung war schwierig, aber spannend“, wird Embacher nach seinem Auftritt sagen. „Man hat hier nicht die Disziplin im üblichen Sinne, aber es scheint den Kids Spaß gemacht zu haben.“ Wer den Kids im Park etwas erzählen will, muss eben um ihre Aufmerksamkeit kämpfen – und zwar ständig. „Wie weit, glaubt ihr, ist die Sonne von der Erde entfernt?“, ruft Embacher gegen Ende seiner Vorlesung in das Mikrofon. „10 Kilometer!“, schreit ein Bub in einem Fußballtrikot. „Nein, mehr!“, antwortet Embacher. „100 Kilometer“, „1000 Kilometer!“, rufen die Kinder durcheinander. „Nein, mehr!“, antwortet Embacher. „Mehr? Das glaub’ ich nicht!“, schreit ein Bub und unterstreicht seine Aussage mit einer wegwerfenden Aussage. Als Dr. Embacher am Ende seines Programms angelangt ist, erntet er viel Applaus. Fragen wollen die Kinder aber keine mehr stellen. Stattdessen reißt ein Bub dem Wissenschafter das Mikrofon aus der Hand und schreit „Super!“ hinein. Schnell herrscht ein regelrechtes Gerangel um das Mikrofon, alle wollen einmal hineinrufen, einige singen sogar mit dem Mikro in der Hand. Anscheinend träumen hier doch mehr Kids von einer Karriere als Popstar, als von einer Zukunft als Student.
„Ich komme jeden Tag in den Park. Es könnte ruhig öfter Kinderuni sein, aber das normale Fußballspielen ist schöner. Ich möchte einmal Arzt werden.
Da komme ich dann auf die richtige Uni. Jetzt gehe ich in die zweite Hauptschule.“ Edubekir, 13
„Für uns ist es ein Erfolg, wenn bei den Kindern hängen bleibt, dass Fragen und Forschen spannend sein kann. Und natürlich wäre es ein Traum, wenn einige dabei sind, die dann zu Hause zu ihren Eltern sagen: Super wäre es schon, wenn ich nach der Volksschule ins Gymnasium und dann auf die Uni gehen könnte.“ Karoline Iber, Kinderbüro der Universität Wien
„Ich glaube, die Kinder haben einen netten, lustigen Tag mit der Kinderuni. So etwas könnte es ruhig öfter geben.“ Özgür Kartum, Parkbetreuer am Yppenplatz, Wiener Kinderfreunde
„Ich habe schon öfter bei der Kinderuni unterrichtet. Da kommen meistens Kinder mit einem großen Vorwissen, und man merkt, dass die Eltern sehr dahinter sind. Die Vorlesung im Park war schwierig, aber spannend. Man hat nicht die Disziplin im üblichen Sinn. Aber es hat den Kindern Spaß gemacht. Wenn Bildung dadurch für die Kids etwas Positives geworden ist, dann hat es sich ausgezahlt, dass ich gekommen bin.“ Doz. Dr. Franz Embacher, Physiker an der Universität Wien
„Mir hat die Station mit dem Essig-Experiment wirklich sehr gut gefallen. Ich möchte einmal Ärztin werden. Ich gehe sehr gerne in die Schule. Die Schule
macht mir Spaß. Wir lernen viel. Ich lerne auch daheim gerne.“ Rabia, 10
„Ich bin aufgeregter als vor einer ,normalen‘ Vorlesung. Weil ich glaube, dass die Kinder doch herausfordernder sind als Studenten. Die Idee finde ich aber wunderbar. Besonders hier, wo man davon ausgehen kann, dass die Eltern ihre Kinder nicht unbedingt zu Bildungsveranstaltungen schleppen. Ich hoffe, dass die Kids merken, dass Studium und Uni interessant sind – und dass es sich deshalb sehr lohnt, in der Schule viel zu lernen und einen guten Abschluss zu machen.“ Ao. Univ. Prof Mag. Dr. Katrin Schäfer, Anthropologin an der Universität Wien, vor ihrer Vorlesung für die Kinder am Yppenplatz
„Mir hat das Experiment mit dem Telefon ganz besonders gut gefallen. Mein Freund hat mir durch das Telefon gesagt, dass er zehn Freundinnen hat, und ich habe gesagt, dass ich hundert habe. Der Professor mit den Sternen war auch gut. Er hat uns gezeigt, wie groß das Universum ist. Was ich einmal werden möchte? Polizist.“ lhami, 10 Jahre
Wer schon vor Schulbeginn den Lernturbo zündet, schafft beste Voraussetzungen für gute Noten. Wir verraten, wie Sie Ihre Kinder dazu bringen, im Sommer zu büffeln – und warum neun Wochen Ferien wirklich nicht lange sind.
9 Wochen Sommerferien! Für diesen „Luxus“ werden Österreichs Schüler und Lehrer vom Rest der Bevölkerung beneidet. Dabei können hunderttausende
Kinder und Jugendliche in Österreich bestätigen: Neun Wochen, das ist gar nicht so viel. Erstens vergehen diese neun Wochen meist wie im Flug. Und zweitens haben die Schüler in anderen europäischen Ländern im Sommer viel länger frei.
16 zu 9 für Bulgarien!
Ferientechnisch gesehen haben es die Schüler in Bulgarien am besten: Bis zu 16 Wochen Sommerferien können bulgarische Volksschüler und die Schüler in den höchsten Klassen genießen. Aber auch die Kids in Irland, Estland und Lettland können sich und ihren Schulranzen eine lange Sommerpause (13 Wochen) gönnen. Österreich liegt mit den 9 Wochen im europäischen Mittelfeld – vor Ländern wie Norwegen (acht Wochen Sommerferien), Dänemark und Schottland (sieben Wochen) sowie Holland (sechs bis sieben Wochen). Quantitativ eher mager schaut die Ferienzeit für die Kids in Deutschland, England und Liechtenstein aus: Nur sechs Wochen Sommerferien. Tipp: Wenn Ihr Kind angesichts des unaufhaltsam näher rückenden Schulanfangs die Krise bekommt, können Sie es ja mit einem Hinweis auf die Kinder in Deutschland trösten. Und es damit zu einem guten Start ins neue Schuljahr motivieren.
„Innerliche“ Ferienverlängerung kann gefährlich werden
Wer in den ersten, vergleichsweise gemütlichen Schulwochen des neuen Schuljahrs geistig immer noch Ferien macht, kann sich damit ziemlich viel Stress für die restlichen Monate des Schuljahres einbrocken. Besonders nach einem Schulwechsel oder bei neuen Fächern (z.B. Französisch oder Latein) lohnt es sich, von Anfang an voll dabei zu sein. Wer sich in den ersten Schulwochen nämlich nur körperlich in der Schule befindet, in Gedanken aber noch den schönen Ferien nachhängt, riskiert Probleme. Und vielleicht sogar einen Nachzipf für die nächsten Sommerferien. Tipp: Besonders leicht gelingt der erfolgreiche Schulstart, wenn man spätestens in den letzten ein, zwei Wochen vor Schulanfang Bücher und Hefte wieder zur Hand nimmt und sich in den Stoff wieder einliest. Das dient nicht nur der Wissensauffrischung, sondern erleichtert auch den psychologischen Wiedereinstieg in den Schulalltag. Wie bringt man aber Kinder dazu, in den Ferien zu lernen?
Von Anfang an auf Erfolgskurs
„Wenn du in den Ferien ein bisschen lernst und dann in der Schule von Anfang an mitlernst, ersparst du dir Probleme.“ Derartige Argumente dringen leider nicht immer zu den Kids durch. Die lernfreien Ferien sind einfach zu schön, um auch nur einige dieser kostbaren Stunden an die Schule zu verschwenden. Tipp: In solchen Fällen kann es helfen, mit Vergleichen aus der Hobby-Welt der Kids zu arbeiten. Beispiel: Wenn Buben Fußball lieben, kann hier ein Hinweis auf das harte Training der Stars vor dem Beginn einer neuen Saison Wunder wirken. Motto: Lern’ jeden Tag vor dem Schulanfang ein bisschen, Beckham, Kaka & Co trainieren auch vor dem Meisterschaftsstart. Und alle Trainer der Welt sind sich einig: Mit der richtigen – oder falschen
beziehungsweise nur halbherzigen – Vorbereitung wird oft der Grundstein dafür gelegt, wer in den nächsten Monaten zum Überflieger wird, und wer gegen den Abstieg spielen muss. Haben Sie mit solchen psychologischen Brücken den Weg zum Lern-Willen geebnet, sollten Sie noch zusammen mit Ihrem Kind einen Lernplan erstellen. Zum Beispiel: Von Montag bis Freitag wird in den letzten beiden Ferienwochen vormittags jeweils zwei Stunden lang gelernt. Am Nachmittag gibt es wieder Ferien pur. Tipp: Teil des Lehrplanes könnten auch besondere Freizeit-Aktivitäten à la Sommerkino für die Zeit nach dem Lern-Vormittag sein. Das sorgt für zusätzliche Motivation – und einen schönen Sommerausklang.
Schulbeginn: Wann muss Ihr Kind wieder ran?
Wenn die Kinder in Niederösterreich, Wien und im Burgenland ihren ersten Schultag nach den Sommerferien absolvieren, werden sie ihre Kolleginnen und Kollegen in den übrigen Bundesländern beneiden. In Kärnten, Oberösterreich, Salzburg, Steiermark, Tirol und Vorarlberg startet das Schuljahr 2007/2008 nämlich „erst“ am 10. September. Die Kids in Niederösterreich, Wien und im Burgenland müssen schon am 3. September ran. Dafür haben sie auch schon
am 30. Juni Ferienbeginn gehabt, während die Kids in Westösterreich bis 6. Juli in der Schule schwitzen mussten.
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Schulprobleme? Eine Nachprüfung gar? In Englisch? No way: Noch in der zweiten Klasse Gymnasium hatte Alexander Reinwetter, 14, auf alle Englisch-Schularbeiten entweder ein „Sehr Gut“, oder ein „Gut“ bekommen. Nach dem Wechsel vom Gymnasium Erlgasse ins Gymnasium Rosasgasse merkt Alex zwar schnell, dass die Englischlehrerin in der neuen Schule wesentlich mehr verlangt. Dennoch ist er vor der ersten Englisch- Schularbeit in der dritten Klasse zuversichtlich. Er war doch immer gut in Englisch. Was soll ihm schon passieren? Einiges: Alex bekommt ein „Nicht Genügend“ auf die erste Englischschularbeit. „Beim ersten Mal hab’ ich mir gedacht: Naja, kann ja mal passieren,“ erzählt der Teenager. „Ich war dann zuversichtlich, dass es sich bei den anderen Schularbeiten ausgeht auf einen Vierer.
„Es ist sich wieder nicht ausgegangen.“
Aber es ist sich nicht ausgegangen.“ Das liegt wohl auch daran, dass Alexander zusehends unter Druck gerät: In der neuen Klassengemeinschaft ist er noch nicht voll integriert. Einige seiner Mitschüler ärgern ihn immer wieder. Als dann auch noch die schlechten Noten dazu kommen, fällt es ihm noch schwerer, Freunde zu finden. Das alles schwächt Alex. Dabei würde er jetzt besonders viel Kraft brauchen: Schließlich ist er in Englisch „gefährdet“. Und da wird jede Schularbeit zum Endspiel. Leider läuft es aber alles andere als gut...
Bitte nicht die Ferien verschandeln
„Ich hab einige Schularbeiten sicher deshalb verpatzt, weil ich so nervös war,“ erzählt Alex. „Weil ich wusste: Ich muss das schaffen, sonst habe ich vielleicht eine Nachprüfung. Ich war dann zu hektisch, wollte alles besonders gut machen. Da habe ich es dann noch weniger geschafft.“ Vier Englisch-Schularbeiten. Vier „Nicht Genügend“. So sieht im Schuljahr 2005/2006 die Bilanz von Alex aus. Die unerfreuliche Konsequenz: Alex muss im Herbst zu einer Nachprüfung antreten. Das bedeutet, dass der Sommer von Druck und Lernstress überschattet ist. Für die meisten Schüler der Alptraum schlechthin. „Wenn es bei Schularbeiten nicht gut läuft, habe ich Angst, dass meine Ferien verschandelt werden könnten,“ erzählt Magdalena Gessner, 15. Bis jetzt ist der Fünftklässlerin im Gymnasium Erlgasse ein „Nachzipf“ erspart geblieben. Aber einmal war es schon ziemlich knapp. „Da hab’ ich für die letzte Mathematik-Schularbeit schon ziemlich viel lernen müssen, damit sich der Vierer im Zeugnis ausgeht.“ Alexander hatte weniger Glück.
Die Oma soll’s richten
Schon während des Schuljahrs hat Alexander alles Mögliche versucht, um seine Englisch-Noten zu verbessern: Am Anfang lernt er alleine mehr, dann hilft ihm seine Cousine, am Ende sollen Nachhilfelehrer retten, was zu retten ist. Die Bilanz dieser Troubleshooter: Zero Erfolg, der Fleck will nicht weg. Nachprüfung. Im Sommer macht er zuerst einmal drei Wochen Urlaub mit seiner Familie. Dann fährt er für eine Woche in ein Sportcamp, in dem es täglich auch eine Stunde Englisch- Unterricht durch einen Native Speaker gibt. „Aber das hat nichts gebracht,“ meint Alexander. „Die anderen fünf Wochen habe ich dann jeden Tag drei Stunden mit meiner Oma gelernt. Sie hat mir alles am besten erklärt.“ Je näher der entscheidende Tag im September kommt, umso nervöser wird Alexander. In der Nacht vor der Nachprüfung bekommt er kein Auge zu. „Ich konnte nicht schlafen, weil ich so nervös war. Meine Mutter hat extra Beruhigungs-CDs für mich gekauft, aber das hat nichts genützt. Ich bin die ganze Nacht lang wach gelegen,“ erzählt Alexander. „In der Früh hab ich dann ganz viel gequasselt. Meine Mutter und mein Bruder haben gesagt, ich hab so furchtbar viel gequatscht, ich hab nicht aufgehört zu reden.“
„Ich war zu nervös zum Schlafen!“
Dann geht’s ab in die Schule. Von 8 bis 9 Uhr dauert die schriftliche Prüfung, um 13 Uhr wird Alexander mündlich geprüft. „Du wirst das bestimmt schaffen,“ bauen ihn seine Eltern und die Oma im Vorfeld der Prüfung immer wieder auf. Und tatsächlich: Alexander schafft die Nachprüfung und muss die dritte Klasse nicht wiederholen!
„Lehrer behandeln ‚schlechte‘ Schüler anders...“
Heuer hatte Alexander in Englisch keine Probleme: Ein Genügend und drei Befriedigend hat er auf die Englischschularbeiten bekommen. „Im Zeugnis habe ich Notendurchschnitt 1,8,“ erzählt Alexander stolz. Mit den besseren Noten ist auch die Akzeptanz bei den Mitschüler gestiegen. Aber auch einige Lehrer gehen seiner Erfahrung nach nicht immer vorurteilsfrei ans Werk: „Wenn ich letztes Jahr ‚Yesterday‘ groß geschrieben habe, hat sie das als schweren Fehler gewertet, weil sie gedacht hat, ich weiß das nicht. Heuer streicht sie so etwas zwar an, rechnet es aber nur als Schlampigkeitsfehler.“ Magdalena hat ähnliche Erfahrungen gemacht. „Der erste Eindruck, den man bei einem Lehrer macht, bleibt meistens.“ Alexander und Magdalena freuen sich auf den Sommer. Obwohl sie beide ein bisschen lernen werden. „Ich werde in den Ferien mit meiner Oma russisch, spanisch oder italienisch lernen,“ erzählt Alexander. „Aber nur zum Spaß, und weil ich das später sicher gut brauchen kann. Ich möchte nämlich Hotelmanager werden.“ Ein Job, bei dem ausgezeichnete Englischkenntnisse meist ein Must sind. „Ich weiß,“ sagt Alexander selbstbewusst. „Jetzt kann ich das ja.“
„Wenn es bei Schularbeiten nicht gut läuft, habe ich dann schon Angst, dass meine Ferien verschandelt werden könnten. Einmal habe ich vor einer Mathe Schularbeit ziemlich viel lernen müssen, damit sich der Vierer ausgeht.“ Magdalena Gessner, 15
„Das Schrecklichste wäre gewesen, wenn ich die Nachprüfung nicht bestanden und ein Jahr wiederholen hätte müssen. Weil ich bin froh, wenn ich endlich fertig bin mit der Schule.“ Alexander Reinwetter
Nachprüfungen sind ein Armutszeugnis für die Schule
Igor Mitschka, 15, Obmann des Vereins „coole Schule“ (www.cooleschule.at), spricht im BabyExpress-Interview über Sinn und Unsinn von Nachprüfungen.
BabyExpress: Was meist du als junger Schulpolitiker zum Thema Nachprüfung, Igor?
Igor Mitschka: In unserem Schulsystem haben viele Schüler Angst vor schlechten Noten und vor Nachprüfungen. Dass dieser Druck wenig bringt, sieht man an den vielen Nachprüfungen und an den Ergebnissen von Untersuchungen wie der PISA-Studie. Meiner Meinung nach sind Nachprüfungen außerdem ein Armutszeugnis für die Schulen. Nachprüfungen sind ein Ausdruck dafür, dass es unser jetziges Schulsystem nicht schafft, Kinder und Jugendliche so zu fördern, dass sie wirklich durchkommen, wirklich etwas lernen. Wenn man so viele Kinder noch in den Ferien unter Druck setzen muss, damit sie das Schuljahr schaffen, sollte das eigentlich Anlass sein, die Schule zu verbessern und zu verändern.
Was würdest du verbessern?
Wir brauchen eine Schule, wo sich die Kinder wohlfühlen, wo man einzeln auf die Kinder eingeht und ihre Begabungen und Talente individuell fördert, aber auch einzeln auf ihre Schwächen eingeht. Ich glaube: Es ist kein Kind zu dumm, die Sachen zu verstehen, wenn man es ihm ordentlich erklären würde.
Wenn ein Schüler den Stoff am Jahresende dennoch nicht beherrscht?
Dann bin ich für Nachprüfungen. Aber auch dafür sollte es ein Angebot in den Schulen geben. Die Lehrerinnen und Lehrer sollten den Schülern auch in den Ferien für Lerneinheiten zur Verfügung stehen. Es hat ja nicht jeder Schüler das Geld für teure Nachhilfe.
Und wenn man auch die Nachprüfung nicht schafft?
Ich bin gegen das Sitzenbleiben. Ich bin dafür, dass man nur den Kurs wiederholen muss, den man nicht geschafft hat. Wenn man in einem Fach negativ abschließt und auch die Nachprüfung nicht schafft sehe ich nicht ein, warum man ein ganzes Jahr lang die anderen 10 Fächer auch wiederholen muss.
Wie siehst du die Rolle der Lehrer?
Manche Lehrer machen es sich zu einfach: Wenn ein Schüler etwas nicht schafft, denken sie, der ist halt falsch am Platz, anstatt zu überlegen, wie sie besser erklären können. Ich sehe den Job des Lehrers ein bisschen anders: Die Lehrer sollten sich wirklich bemühen, dass jeder einzelne genug lernt, um
durchzukommen.
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Wenn sich ein Familienmitglied mit Schulproblemen herumschlagen muss, zittern die anderen meistens mit. Und halten die Daumen. Noch mehr hilft es aber, auf die Hilfe eines geeigneten Lerncamps oder Nachhilfeinstituts zu setzen.
Sollen die Nachprüfungen ab dem nächsten Schuljahr schon in der letzten Ferienwoche stattfinden, so wie es Ende 2006 die damalige Unterrichtsministerin Elisabeth Gehrer angeordnet hat? Oder sollen die Nachprüfungen doch wieder am Montag und Dienstag in der ersten Schulwoche über die Bühne gehen? Über diese Frage führen Bildungspolitiker, Familienbund und Lehrervertreter intensive Diskussionen. Flora, 12, hat dazu nicht wirklich eine Meinung. Sie hat andere Sorgen.
Prüfungen beißen nicht
Für Flora ist jetzt vor allem wichtig, in den nächsten Tagen ihre beiden Entscheidungsprüfungen zu bestehen, damit sie keine Nachprüfung hat. Weder in Englisch, noch in Mathematik. Heuer nicht, und nächstes Jahr schon gar nicht. Flora ist nervös. Und das ist gar nicht gut. „Nur ruhig bleiben, dann geht schon alles klar,“ bekommt Flora immer wieder zu hören, wenn sie mit ihren Eltern oder Freundinnen über ihre Entscheidungsprüfungen spricht. Dabei fühlt sie sich dann immer so, als würde ein wildgewordener Riesenhund knurrend und mit weit aufgerissenem Maul auf sie zurennen, während irgendjemand sagt: „Brauchst keine Angst haben. Der tut eh nichts.“
Auch Mami & Papi sind gefragt
Natürlich ist es nicht einfach, vor einer Entscheidungsprüfung „cool“ zu bleiben. Schließlich geht es ja um nichts weniger als um einen einigermaßen sorgenfreien Sommer. Umso wichtiger ist es, dass auch die Eltern bei der Suche nach der nötigen Ruhe für die entscheidenden Prüfungen mithelfen. Das optimale Verhalten von Mami und Papi besteht Experten zufolge vor allem darin, ihren Nachzipf- „gefährdeten“ Spösslingen zu vermitteln, dass es bei der Prüfung zwar um etwas geht, dass die elterliche Zuneigung aber in keiner Weise mit dem Prüfungsergebnis in Zusammenhang steht. Motto: „Wir sind immer für dich da“. Und: „Gemeinsam schaffen wir deine Nachprüfung“. Teamwork also. In der Praxis ist das allerdings oft leichter gesagt, als getan. Besonders heikel kann das Thema werden, wenn Teenager oder pubertierende Kids vor entscheidenden schulischen Herausforderungen stehen. Jeder Druck kann hier zu Gegendruck und Oppositionsverhalten führen, die meisten der jungen Männer und Frauen haben schließlich ein großes Verlangen nach
Autonomie. Trotzdem ist es auch in dieser Lebensphase wichtig, dass die Eltern bezüglich der Schulleistungen und möglicher Schulprobleme ihrer Sprösslinge auf dem Laufenden bleiben. Und eventuell mit ihren Kids sprechen, ob es vielleicht nicht doch besser wäre, „fremde“ Hilfe in Anspruch zu nehmen.
Lerncamps: Auch Spaß muss sein
Immer mehr Schüler – und ihre Eltern – sagen „Ja“ zu Nachhilfeunterricht. Nachhilfeinstitute und Lerncamps boomen. Angesichts der teilweise recht stolzen Preise der potentiellen Lernerfolgs-Garanten fragen sich aber viele Eltern, ob die nicht genügenden Schulnoten nicht doch auch ohne professionelle Hilfe beseitigt werden können. Experten raten vor allem dann zur Inanspruchnahme von professioneller Nachhilfe, wenn große Wissensund
Stofflücken vorhanden sind, und es keinen guten Kontakt zu Mitschülern gibt, die in den problematischen Fächern echte Auskenner sind – und auch gut erklären können. Tipp: Wenn das der Fall ist, sollten Sie auf jeden Fall Angebote von verschiedenen Lerninstituten und Lerncamps einholen. Und: Bei der Suche nach einem geeigneten Lerncamp sollten Sie unbedingt auch bedenken, dass der Aufenthalt in dem Lerncamp Ihrem Kind auch Spaß machen soll.
So erkennen Sie sehr gute Nachhilfeinstitute & Lerncamps
Ein wichtiger Parameter für die (Vor-)Auswahl des optimalen Lerninstituts oder Lerncamps ist neben der Qualifikation der Lehrpersonen vor allem die Gruppengröße. Je höher das fachliche und das pädagogische Niveau der Lehrer ist, und je kleiner die Gruppen sind, desto größer wird auch die Aussicht auf Erfolg. Tipp: Besprechen Sie die Angebote auch mit dem Lehrer, in dessen Unterrichtsgegenstand Ihr Kind seine liebe Not hat. Fragen Sie ihn, in welchem Lerninstitut oder Lerncamp die Lernoder Leistungsdefizite Ihres Kindes am effektivsten ausgebügelt werden können. Dann wissen Herr oder Frau Professor auch gleich, dass Ihr Kind sich bemüht. Und das kann nicht nur gut, sondern vielleicht sogar sehr gut sein. Und auch dieses Wissen beruhigt.
Ob Technik, Wissenschaft oder Medizin: Kinder sind von den Themen unserer Zeit begeistert. Noch aufregender ist es, schwierige Fragen von waschechten Wissenschaftlern beantwortet zu bekommen und auch selbst einmal forschen und experimentieren zu können wie die Großen.
Wenn die Ferien beginnen, sollte man meinen, dass die Kinder genug von Büffeln und Pauken haben und sich auf die lang ersehnte Erholungspause freuen. Nicht so die tausenden österreichischen Kids, die alljährlich im Sommer die heimischen Hochschulen stürmen, um Campusluft zu schnuppern: Kinderuni ist wieder angesagt! Alleine in Wien rechnet man heuer mit über 3600 Jungstudierenden, dazu kommen noch wissensdurstige Buben und Mächen an den Kinderunis in Steyr, Innsbruck und Krems und all jene, die während des Semesters kindergerechte Veranstaltungen an den Universitäten und Fachhochschulen in Graz, Linz und Vorarlberg besuchen.
380 Lehrveranstaltungen an der KinderuniWien
Bereits zum fünften Mal findet heuer im Juli die KinderuniWien statt, an der mehr als 3600 Kinder zwischen 7 und 12 Jahren teilnehmen werden. Gegliedert wird das Angebot nach vier Fakultäten: Die KinderuniWissenschaft bietet Vorlesungen und Workshops rund um Geisteswissenschaften, Geschichte, Physik und Chemie, Sportwissenschaften, Theologie, Wirtschaftswissenschaften, Literatur-, Theater- und Filmwissenschaften, Sprachen und Kulturen, Philosophie, Mathematik und Informatik, Astronomie u.v.m. „Ich finde es eine wahnsinnig spannende Idee, Kinder neugierig zu machen“, schwärmt die Historikerin und Sinologin Dr. Monika Lehner, die im Rahmen ihrer Kinderuni-Veranstaltungen gerne über die Geschichte der Schrift erzählt. An der KinderuniMedizin erforschen die Kids im Hörsaalzentrum des AKH gemeinsam mit Ärzten alle möglichen Fragen rund um den Körper und die Gesundheit. „Wie werde ich groß, stark, schlau und unbesiegbar?“ lautet Dr. Piero Lerchers Vorlesung, die bei den Kids ungemein gut ankommt. „Die Stärke der Kinderuni ist, dass man sich Zeit für die Kinder nimmt und auf sie eingeht“, meint der Mediziner. An der KinderuniKunst an der Universität für angewandte Kunst können Kids kreativ gestalten und ihren Talenten freien Lauf lassen. Die Künstlerin Dr. Marion Elias testet z.B. mit den Kindern ab, ob man einem Bild ansieht, dass es ein Bub oder ein Mädchen gemalt hat. Sie sieht die KinderuniKunst ein bisschen als Gegenpol zum Zeichenunterricht an den Schulen. „Bei uns gibt es kein ‚richtig‘ und kein ‚falsch‘“. Neu dazu gekommen ist heuer die Kinderuni- Technik an der TU Wien, wo in Labors eifrig
geforscht und experimentiert wird. „Kinder sind interessiert und gehen den Dingen gerne auf den Grund – gerade die Technik fasziniert von klein auf“, erzählt DI Renate Stuefer, Koordinatorin der KinderuniTechnik und leidenschaftliche Pappstadt-Erbauerin – und hat auch gleich einen passenden Kinderkommentar zu ihrem Fachbereich Architektur parat: „Ein Architekt ist ein Erfinder. Er erfindet Spielsachen, Möbel und manchmal so Häuser.“ Na wenn das keine weise Einsicht ist. Ebenfalls neu in Wien ist die „Kinderuni am Kongress“. Erstmals können über 600 Nachwuchs-Studierende am internationalen FEBS-Kongress mit über 2000 Molekularbiologen aus aller Welt teilnehmen und zwei Vorlesungen zu den Themen Krebs und Genetik besuchen. Begonnen wird dieses Jahr auch mit einem Gustostückerl: Der Physiker Anton Zeilinger hält am 7. Juli die Eröffnungsvorlesung zum Thema „Quanten für Kinder“. In den folgenden zwei Wochen dürfen die Studierenden aus dem riesigen Angebot dann jeweils zwei Workshops und sechs Lehrveranstaltungen belegen.
In 14 Tagen zur Sponsion
Den krönenden Abschluss bildet schließlich die Sponsion im Großen Festsaal der Uni Wien am 21. Juli. Wer das alles nicht verpassen will, muss im wahrsten Sinne des Wortes früher aufstehen, denn wie an der echten Uni sind auch an der Kinderuni die begehrtesten Plätze am Anmeldetag schnell vergeben. Es klappt aber auch mittels Online- Anmeldung. Leider keine Chance mehr haben Kids, die gerne die „Junge Uni der FH Krems“ besuchen würden. „Wir sind seit Februar restlos ausgebucht“, bedauert Organisatorin Mag. (FH) Ruth Pollak. Wobei sie sich natürlich über die starke Nachfrage freut. Die vorjährige Veranstaltung war so erfolgreich, dass man sie heuer fortgesetzt hat. Eine Woche lang im Juli werden rund 200 Jungstudierende einen bunten Mix aus Biotechnologie, Management, Rechtwissenschaften, Sprachen, Medizin und IT präsentiert bekommen. Besser sieht es an der KinderUniSteyr aus: 700 bis 800 Kinder haben in den letzten Jahren teilgenommen, die Kapazitäten reichen aber für bis zu 1000 Teilnehmer im Alter von 7 bis 15 Jahren. „Bei uns steht das Thema Nachhaltigkeit immer im Vordergrund“, erklärt Andreas Kupfer, „Rektor“ und Initiator der KinderUniSteyr. Die „schlauen Füchse“ können in Steyr aus 150 Lehrveranstaltungen ihre 12 Lieblingsprogramme auswählen. Gelehrt wird vier Tage lang an der FH Steyr, vor allem über das Wetter und den Klimawandel oder das Integrationsthema „Mensch und Religion“. Parallel dazu finden im Ennstal und in Kirchdorf „SchlauFuchsAkademien“ statt. Drei Tage lang können Jungforscher hier gegen einen Unkostenbeitrag von 25 Euro pro Tag an einem spannenden Wissenschaftsthema forschen. In Innsbruck kann man während der gesamten Sommerferien studieren. Die Kinder-Sommer-Uni bietet eine Vielzahl an Lehrveranstaltungen und Exkursionen zu einem breiten Themenspektrum von der Antike über eine Mars-Expedition bis zum Leben im Eis. „Die Kinder können sich für alle Lehrveranstaltungen anmelden, bisher haben wir alle untergebracht“, freut sich die Organisatorin Dr. Silvia Prock. Die Uni Salzburg veranstaltet ihre Kinderuni am Gymnasium in Zell am See und bietet zwei Tage lang im Juni spannende Wissenschaftsthemen. Also schnell anmelden!
Nach der Schule an die Uni
Im Gegensatz zu geblockten Sommer-Kinderunis werden in Graz, Linz und Vorarlberg semesterbegleitende Kinder-Lehrveranstaltungen angeboten. Die KinderUni Graz wird von der Grazer Karl-Franzens-Universität, der Technischen Universität, der Medizinischen Universität und der Kunstuni getragen und bietet pro Studienjahr zwei Workshopwochen für Volksschulklassen am Vormittag. Zusätzlich gibt es für alle Kinder frei zugängliche Ringvorlesungen, jeweils an einem Freitag von 15 bis 16 Uhr. Pro Semester wird ein Thema festgelegt, im kommenden Wintersemester lautet es: „Wenn die Erde Kopf steht“. Die Kinderuni der Fachhochschule Vorarlberg startet ihr neues Semester im Herbst 2007 mit vier Vorlesungen mit Themen der Studienrichtungen der Fachhochschule, aus denen sich die Vorträge ergeben, die am betreffenden Tag zwei Mal abgehalten werden. Bis jetzt war man immer ausgebucht. Mit Theo und Sophia können Jungstudierende die Kinderuni der Katholisch-Theologischen Universität Linz entdecken. Auf Basis von Kinderfragen wird hier ein Semesterprogramm mit je drei Vorlesungen und fünf Seminaren für Volksschulkinder zusammengestellt. Die Kinder sollen motiviert werden, Fragen nach Gott und er Welt zu stellen. Und Fragen werden viele gestellt, wenn die Unis ihre Pforten für den Nachwuchs öffnen.
„Kinder sind viel offener und nicht so festgefahren.“ Der Mediziner wendet sich mit Gesundheitsthemen lieber gleich an die Kleinen und zeigt ihnen, wie sie groß, stark, schlau und unbesiegbar werden können. Dr. Piero Lercher, KinderuniMedizin Wien
„Kreative und technische Workshops sind sehr beliebt und rasch ausgebucht.“ In Steyr setzt man auf Umweltbildung und Naturschutz. Andreas Kupfer, „Rektor“ der KinderUniSteyr
„Die KinderUni will den Wissensdurst stillen und den Entdeckergeist weiter fördern.“ Damit erfüllt sich die Vision des Unirektors, dass die Universität lebenslang für Bildung zuständig ist. Univ.-Prof. Dr. Alfred Gutschelhofer, Rektor der Karl-Franzens-Universität Graz
„Die Kinder haben eine unglaubliche Phantasie.“ Ginge es nach der Künstlerin, könnte man die Kinderuni drei Mal im Jahr veranstalten. Dr. Marion Elias, Vortragende an der KinderuniKunst Wien
„Kinder brauchen lebendige und sinnliche Wissenschaft.“ Widerborstige Kids mit Mut zur eigenen Meinung wünscht sich die Architektin. DI Renate Stuefer, Koordinatorin der Kinderuni- Technik im Rahmen der KinderuniWien
„Das ist doch klar, ich will hier einmal studieren.“ Die junge Dame weiß, warum sie jetzt schon auf die FH geht. „Wie viele Farben braucht die Welt?“ hat ihr am besten gefallen. Christina Kemmer, Kinderuni Vorarlberg
„Ich wollte die Annmeldung vereinfachen. Aber man kann daran eigentlich nichts ändern, sondern muss früh genug da sein.“ Die Jungstudierende wusste
sofort, was sie in den Kinderbeirat einbringen möchte. Seit Anfang an fleißig an der Kinderuni, interessiert sich die 13-Jährige hauptsächlich für Medizin. Zusammen mit ihrer Freundin Anna gibt sie uns die heißesten Vorlesungstipps: „Wie gefährlich ist Alkohol?“, „Wo ist Bullerbü?“, „Wie erzeugt man einen Mini- Urknall?“, „Wir bauen eine Stadt“, „Kann man in der Luft auch schwimmen?“ und natürlich ganz viel Medizin. Nicki, alias Una-Bianca, Kinderbeirat der KinderuniWien
Einmal auf einer Bühne stehen, und von tausenden Fans bejubelt werden. Davon träumt fast jeder irgendwann einmal. BabyExpress zeigt, wie erfolgreiche Musiker als Kinder und Jugendliche angefangen haben, diesen Traum für sich zu verwirklichen – und wie Kinder vom Musikmachen profitieren können, auch wenn sie keine Superstars werden.
Lidia Baich, gehört zu den bedeutendsten jungen Geigenvirtuosen der internationalen Konzertszene:
„Als Teenager hat man mit der Geige schon eher ein Streber-Image. Aber wenn man die Musik und das Instrument wirklich mag, ist das nicht wirklich ein Problem.“ - „Ich selber habe am Anfang nicht gemerkt, dass ich besonderes Talent habe. Als 5-Jährige weiß man ja noch gar nicht wirklich, was Talent ist. Ich habe Musik einfach immer schon irrsinnig geliebt. Meine Eltern haben gemerkt, dass ich sehr musikalisch bin. Dass ich mir sehr schnell Melodien merke, dass ichleicht etwas auswendig lerne, dass ich einfach einen natürlichen Bezug, eine besondere Begabung für die Musik habe.“
Bianca Ryan, 12. Selten hat eine so junge Stimme so erwachsen geklungen. Ryan singt wie eine Mischung aus Janis Joplin und Ella Fitzgerald. Der Sieg bei „America’s Got Talent“ machte das Mädchen über Nacht berühmt – und reich. Die Siegprämie: 1 Million Dollar:
„Meine Eltern haben mich immer unterstützt, weil sie wollen, dass ich meine Träume verwirkliche. Meine Botschaft an alle Kinder und Teenager in Österreich, die Popstars werden wollen: Ihr müsst hart dafür arbeiten. Aber wenn ihr etwas wirklich wollt, dann könnt ihr es auch schaffen!“
Georg Danzer, seit über 20 Jahren einer der Helden der österreichischen Musik-Szene:
„Ich habe meine erste Gitarre mit 13 Jahren von meinen Eltern bekommen. Ich hatte mir das sehr gewünscht, weil ich spürte, dass Liederschreiben mein Ding sein könnte. Später konnte ich dann auf den Spuren von Bob Dylan und den Beatles wandeln.“
Gudrun Liemberger, 33, ist im niederösterreichischen Weitra nahe der tschechischen Grenze aufgewachsen. Weil es in dem Ort damals noch keine Musikschule gegeben hat, ist die musikbegeisterte Gudrun als 10-Jährige mit ihrer jüngeren Schwester Sigrid zu einem privaten Geigenlehrer gegangen. Der borgte den Mädchen eine Geige, und wenn sie spielten, ermahnte er sie immer wieder: „Passts jo auf die Geign auf! Die war teuer!“ Spielten die Schwestern ein neues Lied, oder eine neue Tonleiter, pflegte der Mann mit einer unangenehmen, schnarrigen Stimme mitzusingen: „Ra-ra-ra-ra-ra!“ „Es war schrecklich,“ erzählt Gudrun Liemberger. „Meine jüngere Schwester hat sich dann immer am Klo eingesperrt, wenn Geigenstunde war. Ich bin etwas länger hingegangen, aber nach ein paar Monaten habe ich auch aufgehört, weil ich es nicht mehr ausgehalten habe.“
Das Training für den Erfolg begann mit 4 Jahren
„Schon als die bildhübsche Musikerin, blondgesträhnt mit Glitzerkleid die Bühne betrat, ging ein ‚Ah‘ und ‚Oh‘ durch die Publikumsreihen. Kaum die Violine gezückt, zeigte die Geigenschönheit, dass sie mit dem Bogen exzellent umgehen kann. Sie bewies vom ersten Ton an, dass sie den rasanten Laufkaskaden des ersten Satzes, aber auch dem lyrischen Thema der Canzonetta ohne Mühen Tiefe und brillante Gestalt verleihen kann.“ Nach Auftritten
von Lidia Baich, 25, zeigt sich die nationale und internationale Presse (wie hier im Auszug aus den „Schleswiger Nachrichten“) meistens durch die Bank wohlwollend bis begeistert. Lidia Baich zählt zu den bedeutendsten jungen Violin-Künstlern des internationalen Konzertgeschehens. Die in St. Petersburg geborene Österreicherin entstammt mütterlicherseits einer bekannten russischen Musikerfamilie, ihr österreichischer Vater ist Cellist. Bereits mit vier Jahren erhielt Lidia Baich auf eigenes Drängen hin Geigenunterricht durch ihren Großvater – auf einer speziell für sie angefertigten Sechzehntelgeige. „Ich habe meinen Opa immer sehr bewundert, wenn er gespielt hat. Die Geige war das Instrument, von dem ich immer schon gedacht habe, dass es am besten zu mir passt.“
„Wenn man als kleines Mädchen Gitarre lernt, tut das am Anfang ziemlich weh, bis man eine Hornhaut bekommt. Aber mir war das egal. Ich habe immer viel geübt, weil mir die Musik immer sehr getaugt hat. Ich glaube, wenn man etwas wirklich machen will, muss man viel dafür tun. Erst dann macht es auch richtig Spaß. Das ist bei Kindern sicher nicht immer einfach. Aber wenn sie es selbst wirklich wollen, dann werden sie auch dranbleiben. In meiner Kindheit und Jugend habe ich bei einigen Freundinnen und Freunden gesehen, wie ihnen die Eltern die Musik verleidet haben, weil sie sie zum Üben gezwungen haben. Die wollten, dass aus ihren Kindern ein kleiner Mozart wird. Aber nur mit Kampf funktioniert das natürlich nicht.“ - Gudrun Liemberger, Sängerin bei den Chartstürmern SheSays
„Meine Freunde waren sauer, weil ich soviel geübt habe.“
Große Erfolge auf den wichtigen Konzertbühnen der Welt und euphorische Kritiken – dahinter steckt nicht nur ein großes Talent, sondern auch harte Arbeit, und ein eiserner Wille. Lidia Baich hat schon als Kind jeden Tag – auch an den Wochenenden – mindestens vier Stunden lang Geige geübt. „Das war nicht immer lustig, und manchmal war es ganz schön anstrengend,“ erzählt die gefeierte Künstlerin. In der Schule hat es aber nie Probleme gegeben, die junge Musikerin überzeugte auch als Gymnasiastin mit guten Noten. „Ich habe immer kurz, aber effizient gelernt,“ meint Baich. „Und beim Geigenspielen habe ich ja auch Konzentration und Disziplin gelernt, und dass man Dinge schafft, wenn man sich wirklich darauf fokussiert.“
„Ich lebe Papas Traum.“
Auch Gudrun Liemberger hat es geschafft, als Musikerin große Erfolge zu feiern, und sich den Traum, ein auf der Bühne bejubelter Star zu werden, zu erfüllen. Allerdings nicht als Geigenvirtuosin. „Mein Vater hat mir Gitarre-Spielen beigebracht, als ich 6 war, und ich bin dann auch in die Musikschule gegangen“ erzählt Liemberger. „Mein Vater war sehr musikalisch, und wäre gerne Profimusiker geworden. Man kann also irgendwie schon sagen, dass ich gerade seinen Traum verwirkliche.“ Peter Liemberger konnte die ersten großen Erfolge seiner Tochter nicht mehr miterleben: Nach einem Autounfall stirbt
er im Sommer 2003. Wenig später wird seine Tochter schwanger. Und im Herbst 2003 gründet sie die Pop/Rock-Formation „SheSays“. Die Single „Rosegardens“ erschien im Dezember 2005 und erreichte prompt Platz 1 der Austria Top 40. 2006 folgte das Debutalbum, das in Österreich Gold-Status erreichte. Auf der CD findet sich mit „Deeply“ auch ein Song, der von Gudruns Vater handelt. „Während er im Koma gelegen ist, habe ich viele Lieder für
und über ihn geschrieben,“ erzählt die Sängerin. „Ich weiß aber nicht, ob ich die jemals veröffentliche.“ Beim Verfassen dieser Songs sei es nämlich „nur“ um die Bewältigung der traumatischen Gefühle gegangen, so Liemberger. „Musik machen ist etwas total Befreiendes, alleine schon deshalb sollte man seine Kinder unterstützen, wenn sie Musik machen wollen. Musik braucht keine Sprache. Wenn Kinder Musik machen, geht das weg von Gedanken, es setzt einfach Emotionen frei. Und wenn einen etwas belastet, was man niemandem sagen kann,“ meint die Sängerin, „dann kann man es seinem Instrument anvertrauen.“
Jö schau: 1 Million Dollar gewonnen
Seinem Instrument – und einer immer größer werdenden Fangemeinde – hat auch Georg Danzer, 60, schon einiges anvertraut. „Ich habe mir eine Gitarre wirklich sehr gewünscht,“ erzählt Danzer, „weil ich spürte, dass das Liederschreiben mein Ding sein könnte. Mit 13 habe ich von meinen Eltern dann endlich meine erste Gitarre bekommen.“ Der Rest ist (Austro-)Pop-Geschichte. Auf Hits wie „Jö schau“ (1975) folgten auch einige weniger erfolgreiche Arbeiten, die höchst positiven Reaktionen auf das aktuelle Album „Träumer“ und das große Interesse an Live-Auftritten des „Schurli“, wie ihn manche Fans mit zärtlicher Ehrfurcht nennen, zeigen, dass es doch eine ziemlich gute Idee von Danzers Eltern gewesen ist, ihrem Sohn seinerzeit den Wunsch nach einer Gitarre zu erfüllen. Auch Bianca Ryan, 12 Jahre jung, stieß mit ihrem Wunsch, Musik zu machen, bei Mama und Papa auf offene Ohren. „Sie haben mich immer unterstützt. Und irgendwann haben sie dann gesagt, dass ich eine gute Stimme habe,“ erzählt das Mädchen aus Pennsylvania. „Jetzt habe ich einen Plattenvertrag und toure durch die ganze Welt. Das ist schon ziemlich cool.“ Bevor es mit dem ersten Plattenvertrag klappte, hat Ryan den mit Österreichs „Starmania“ vergleichbaren US-Wettbewerb „America’s Got Talent“ gewonnen. Der Sieg machte sie in kürzester Zeit zur Berühmtheit – und brachte ihr auch die stolze Siegesprämie von 1 Million Dollar ein. „Mein Vater hat das meiste von dem Geld auf ein Konto gegeben, auf das ich erst mit 18 Zugriff habe,“ erzählt das Mädchen mit der Goldkehle. „Ich habe auch für meine Kirche gespendet, und natürlich war ich auch ein bisschen Shoppen.“
Smells Like Team Spirit
Aber auch ohne Goldene Schallplatten und Sieg-Prämien kann es für Kinder sehr wertvoll sein, wenn sie Musik machen. „Eigenes Musizieren kann etwas Inneres nach Außen bringen,“ meint Ruth Schneidewind vom Institut für Musikpädagogik der Universität Wien. „Kinder werden schon beim Elementaren
Musizieren (siehe Kasten) schöpferisch kreativ, sie werden achtsam und kooperativ und können Anteile ihrer Persönlichkeit, die ansonsten wenig Beachtung finden, besser integrieren. Das alles und noch mehr kann sich natürlich auch auf andere, nicht musikalische Bereiche auswirken.“ Neben einer erhöhten Konzentrationsfähigkeit und (z.B. durch Mitwirkung in einem Orchester oder einer Band) verbesserter Teamfähigkeit steigert das Musizieren auch Soft Skills wie Durchhaltevermögen und zielorientiertes Denken. Wer seinem Instrument oder seiner Stimme wirklich schöne Töne entlocken will, muss nämlich hart dafür arbeiten. Das bestätigt auch Gerhard Gutschik, Burgenländischer Landesmusikschulreferent und seit 2004 auch Vorsitzender der Konferenz der Musikschulwerke Österreichs: „Natürlich soll der Musikschulbesuch Spaß machen. Das heißt aber nicht, dass jede einzelne Stunde ein Vergnügen sein muss. Aber: tiefe Befriedigung und Freude kommt oft eben erst durch die intensive Beschäftigung und durch die Überwindung von Schwierigkeiten.“ Und davon können auch die allermeisten Stars ein Lied singen...
Wie weiß ich, welches Instrument zu meinem Kind passt?
Wenn Ihr Kind den Wunsch äußert, ein bestimmtes Musikinstrument zu erlernen, sollten Sie mit ihm in die nächste Musikschule gehen, und sich beraten
lassen. Welches Instrument für welche Altersstufen geeignet ist, lässt sich nicht generell sagen. Musikschulpädagogen berichten von 5-Jährigen, die z.B. mit den kognitiven und motorischen Anforderungen, die der Klavierunterricht mit sich bringt, bestens zurechtkommen. Für andere kann aber ein späteres Einstiegsalter mehr Sinn machen.
Wie weiß ich, ob mein Kind Talent hat?
Auch hier können Musikschulpädagogen weiterhelfen. Oft zeigt sich dabei, dass manche Kids beim EMP bzw. in der musikalischen Früherziehung anfangs z.B. eher falsch singen – nach einem halben Jahr in der Musikschule zeigt sich aber, dass sie z.B. eine tolle Stimme und ein sehr gutes Gehör haben. Man sollte aber nie vergessen: Musizieren soll in erster Linie Spaß machen. Kinder, die ein Instrument beherrschen, profitieren auf vielfache Weise – auch dann, wenn andere Kinder diesem Instrument schönere Töne entlocken können.
Ab wann darf ich in die Musikschule gehen?
Das Angebot der Musikschulen gibt den Takt an. Dabei gilt aber auch: Hören Sie auf Ihr Kind und berücksichtigen Sie seine Wünsche genauso wie eventuelle Abneigungen. ELEMENTARE MUSIKPÄDAGOGIK In immer mehr Musikschulen Österreichs können Kinder (fallweise auch gemeinsam mit ihren Eltern) ab 18 Monaten im Rahmen der Elementaren Musikpädagogik (EMP) die Welt der Musik kennen lernen. Am Programm dieses Gruppenunterrichts stehen unter anderem Singen, Tanzen und das Entdecken der unterschiedlichsten Instrumente und Klangmittel. MUSIKALISCHE FRÜHERZIEHUNG Wird für Kinder ab 4 Jahren in nahezu allen Musikschulen Österreichs angeboten. Auch hier wird gesungen und getanzt, das „Kennenlernen“ von Instrumenten gewinnt dabei zunehmend an Bedeutung. MEIN ERSTES INSTRUMENT Für das „reguläre Lernen“ eines Instruments empfehlen die meisten Experten ein Einstiegsalter von ca. 6-7 Jahren. Dabei gilt es aber zu beachten: Wenn Schuleinstieg und Musikschul-Inskription für ein Instrument gleichzeitig erfolgen, kann es zu Überforderung (regelmäßige Hausübung, regelmäßiges Musikinstrument-Üben) kommen. Tipp: Wenn das Kind nicht bereits vorher den Wunsch äußert, ein Musikinstrument zu lernen, ist oft mit dem Erreichen der 2. Volksschulklasse ein ideales Einstiegsalter gegeben.
Warum soll unser Kind ein Instrument lernen?
Musizieren, Tanzen und die Freude am Ausdruck gehören zu den menschlichen Grundbedürfnissen. Musizieren, Singen und das Erlernen eines Musikinstruments machen aber nicht nur Spaß, sondern bringen auch jede Menge „Zusatznutzen“. Musizieren fördert nach einigen Untersuchungen die Intelligenzentwicklung von Kindern. Übertriebene Hoffnungen auf einen direkten Zusammenhang im Sinne von: „lernst du Klavier, dann ist dir der Einser in Mathematik sicher“, sind aber überzogen. Ein positiver Effekt des Musikschulunterrichts: Tugenden wie Ausdauer, Konsequenz, Zielorientiertheit und Durchhaltevermögen werden gefördert. Egal, ob Rockband oder Kammerorchester: Gemeinsames Musizieren ist soziale Interaktion auf einem hohen Niveau und fördert die Teamfähigkeit. Hier lernt man, aufeinander zu hören, auf andere einzugehen, auf andere zu reagieren, und zu improvisieren. Trotz Geburtenrückgängen hat sich seit den 70iger Jahren in Österreich die Zahl der Musikschüler verdoppelt. Das zeigt, dass es wieder verstärkt zum guten Ton gehört, ein Musikinstrument zu beherrschen.
„Natürlich soll der Musikschulbesuch Spaß machen. Aber das heißt nicht, dass jede einzelne Stunde ein Vergnügen sein muss und dass es keine Durststrecken gibt. Ganz ohne Mühe kann es nämlich nicht gehen. Ich sehe aber – nicht nur beruflich, sondern auch als Vater – dass heute sehr oft die erste Schwierigkeit, die erste Enttäuschung bereits zur Aufgabe führt. Das ist schade, weil tiefe Befriedigung und Freude oft erst durch die intensive Beschäftigung und durch die Überwindung von Schwierigkeiten kommen.“ Gerhard Gutschik, Burgenländischer Landesmusikschulreferent, Vorsitzender der Konferenz der Musikschulwerke Österreichs
„Kinder sollten erst ein Instrument lernen, wenn sie es von sich aus wollen, der Wunsch klar und deutlich da ist, wenn der Wunsch so groß ist, dass auch
Üben dafür Freude und Sinn macht. Davor sollte jedes Kind einen breiten offenen Zugang zur Musik finden dürfen, wie ihn die Elementare Musikpädagogik ihren unterschiedlichen Kursangeboten zum ‘Elementaren Musizieren’ anbietet.“ Mag. Ruth Schneidewind, Universität für Musik und darstellende Kunst Wien/ Institut für Musikpädagogik, Fachbereich Elementare Musikpädagogik
Eltern als Lebensretter- Die häufigsten Notfälle
„Soll ich einmal draufblasen, damit es wieder gut ist?“ In Verbindung mit ein paar Streicheleinheiten und aufmunternden Worten hilft diese „medizinische“ Sofortmaßnahme zum Glück sehr oft.Bakterienalarm im Babybecken
Spritzen und Schwimmen – das Wasser in den Kleinkinderbecken der Hallenbäder und Thermenresorts ist für jeden Spaß zu haben. Oft landet es aber auch in den Mägen der Nachwuchs-Rogans.Gefahren im Garten
Kinder lieben grüne Oasen. Leider lauern in den meisten Freizeitparadiesen zahlreiche Gefahren, die nicht unterschätzt werden dürfen.Hey, ich kann schwimmen
Für fast alle Kinder ist das nasse Element ein wahres Vergnügen. Damit der Spaß auch sicher ist, sollten die kleinen Wasserratten schon früh schwimmen lernen.Lesen leicht gemacht
Leseratte oder nicht – mit etwa neun Jahren ist die Persönlichkeit eines Kindes so weit ausgebildet, dass man unterscheiden kann, wer mit einem Buch etwas anfangen kann und wer nicht.Sehr gut ins Semester starten
Wer im Februar eine wenig erfreuliche Schulnachricht entgegen nehmen musste, hat bis Ende Juni Zeit, die Schlechten Noten auszubessern. Mit den richtigen Lerntricks steigen die Erfolgschancen.Schule: Lernen in den Weihnachtsferien?
Von Schulproblemen im Winter sollte man sich das Weihnachtsfest nicht verderben lassen. Meist genügt es, nach Silvester mit dem Lernen zu starten.Der krabbelsichere Christbaum
Wenn Kleinkinder süße Früchte von Christbäumen pflücken, kann die stärkste Tanne ins Wanken kommen. BabyExpress verrät, wie Sie Ihre Kinder vor Gefahren schützen.Eltern benötigen Nachmittagsbetreuung - ABER keine verpflichtende Ganztagsschule. Ganztagsschule ist nicht Ganztagsbetreuung!
Ihr Kind soll endlich schwimmen lernen – nichts leichter als das. Selbst Bleienten gehen nach ein bisschen Training nicht mehr unter.
Da Kinder erst mit vier Jahren die motorischen Voraussetzungen haben, um die komplexen Bewegungsabläufe beim Schwimmen koordinieren zu können, bringt allzu frühes Training wenig. Übertriebener Ehrgeiz wirkt sich eher kontraproduktiv aus, da die Kleinen überfordert werden und so erst recht die Lust am Badspaß verlieren. Auch Trockentraining können Sie vergessen – es ist langweilig und bringt nichts, denn den Kindern fehlt der Bezug zur Sache. Wenn Sie Fortschritte bei Ihrem Sprössling erzielen wollen, dann müssen Sie das Schwimmtraining spielerisch angehen. Beginnen Sie mit gemeinsamem Planschen in der Badewanne und starten Sie einfache Tauchübungen im seichten Wasser in Strandnähe.
Welche Schwimmhilfe ist die beste
Bevor das Kind den Boden unter den Füssen verliert sollten sich Eltern Gedanken darüber machen, welche Schwimmhilfe sie ihrem Kind anbieten wollen. Bedenken Sie aber: Die beliebten Schwimmflügel sind sicher und auch praktisch – zum Schwimmen lernen eignen sie sich jedoch nicht. Ein Fehlgriff ist auch der Badereifen, denn er verurteilt das Kind zum Stehen im Wasser. Viel sinnvoller ist ein Bauchgurt mit Auftriebskörpern am Rücken, der die Kleinen automatisch in die richtige, horizontale Schwimmlage bringt. Dazu sollten Sie einige locker sitzende Schaumstoffringe für die Arme besorgen. Nun beginnt das Techniktraining. Es sollte so lange durchgeführt werden, bis die Bewegungen passen. Dann können Teile der Schwimmhilfe sukzessive reduziert werden. Zuerst wird der Bauchgurt entfernt, dann ein Armring nach dem anderen. Dadurch werden die Fortschritte deutlich und die kleinen Schwimm-Stars motiviert. Lohnenswert ist auch die Anschaffung eines Schwimmbretts an dem sich die Kleinen anhalten können. Damit lassen sich die richtigen Beinbewegungen trainieren und das Gefühl der Sicherheit ist trotzdem vorhanden. Nicht sinnvoll ist es, wenn das Kind von den Eltern im Wasser gehalten wird, während es die Bewegungen lernt. Diese Methode raubt den Kleinen die Bewegungsfreiheit und verhindert das Erkennen von Ursache und Wirkung. Die kleinen Schüler spüren dadurch nicht, wenn sie ein Beintempo machen oder mit den Armen das Wasser wegschieben. Erlaubt ist lediglich die sanfte Unterstützung im Brust-Bauchbereich mit der flachen Hand.
Lernziele mit allen Sinnen vermitteln
Kindern sollte das Lernziel mit allen Sinnen vermittelt werden. Zuerst das Bein-, dann das Armtempo lautet die richtige Reihenfolge. Die Eltern sollten die Bewegungen im Wasser vorzeigen, mit Worten beschreiben und ein Bild dafür finden („schwimme wie ein Frosch“). Anfangs ist es ausreichend, die Grobmotorik zu kontrollieren, die Detailarbeit – etwa das Schließen der Finger – kann man sich für später aufheben. Beachten Sie, dass Sie Ihr Kind nicht überfordern. Zu viele Anweisungen sind deshalb nicht gut. Werden Kinder mit Kommentaren bombardiert, wissen sie nicht, worauf sie sich konzentrieren sollen und setzen in der Folge gar nichts um.
Konzentrieren fällt Kindern nicht leicht
Wenn die Arm- und Beinbewegungen ausgiebig geübt wurden, wartet als nächste Hürde die Koordination der beiden Bewegungsabläufe. Eine Sache, die vielen Kindern nicht leicht fällt. Hilfreich ist die rhythmische Unterstützung, zum Beispiel klatschen. In dieser Phase des Schwimmtrainings ist bei Eltern besonders viel Geduld erforderlich, denn die Aufmerksamkeitsspanne der Kinder wird häufig überschätzt. Eine Viertelstunde konzentriert bei einer Sache zu bleiben, ist für Vorschulkinder ein hartes Stück Arbeit. Besser als eine lange, ermüdende Einheit sind deshalb mehrere, kurze Lektionen. Achten Sie auf das Verhalten Ihres Kindes. Wird es unruhig oder beklagt sich lautstark über das Training, dann wird es höchste Zeit für eine Spielpause. Sie werden sehen, beim Toben im Wasser wendet das Kind das Gelernte ganz selbstverständlich an und integriert es in seinen Bewegungsablauf.
Auch Ihr Kind lernt schwimmen – garantiert
Wenn das Zusammenspiel von Bein- und Handarbeit klappt, dann sollten Sie das Kind langsam in tieferes Wasser locken. Denn: Solange Kinder Boden unter den Füßen haben, neigen sie dazu aufzustehen. Um die Ausdauer zu schulen, empfehlen sich Spiele: von Mama zu Papa schwimmen, den Beckenrand von einem immer weiter nach hinten rückenden Startpunkt erreichen, auf dem Wasser schwimmende Gegenstände einsammeln und vieles mehr. In der Theorie scheint alles gar nicht so kompliziert zu sein. Lassen Sie sich nicht täuschen. Die eignen Eltern als Schwimmlehrer zu akzeptieren, fällt vielen Kindern nicht leicht. Sollten sich die Schwimmstunden regelmäßig zu einem Drama entwickeln, dann sind andere Lösungen gefragt. Vielleicht finden sich Freunde, die als Schwimmlehrer fungieren. Sollten Sie gar nicht weiterkommen dann bringt es nichts, etwas erzwingen zu wollen. Verschieben Sie das Schwimmtraining auf die nächste Saison oder auf den Winter im Hallenbad. Ist etwas Zeit vergangen und das Kind älter, begreift es erfahrungsgemäß rascher, worauf es ankommt. Und sollte gar nichts helfen dann scheuen Sie sich nicht, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Eines ist auf jeden Fall sicher – egal, wie lange es dauert, auch ihr Kind wird schwimmen lernen.



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