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Schüler profitieren von der Wiener Gratis-Nachhilfe

Im Schuljahr 2014/15 hat die Stadt Wien ihr Gratis-Nachhilfeprogramm „Förderung 2.0“ in die Tat umgesetzt: Gestartet wurde an Volksschulen, nach einem Semester wurde das Programm – in Kooperation mit den Volkshochschulen - auch auf neue Mittelschulen und AHS-Unterstufen ausgeweitet. Eine neue, umfassende Evaluierung des Programms belegt nun die positiven Effekte für Wiens SchülerInnen.

„Unser Ziel war es von Anfang an, vor allem SchülerInnen mit Lernschwierigkeiten zu fördern, die von ihren Eltern wenig oder keine Unterstützung bekommen und die aus finanziellen Gründen auch keine Nachhilfe in Anspruch nehmen“, betont Bildungsstadtrat Jürgen Czernohorszky. „Die Evaluierung zeigt, dass uns das an den unterschiedlichen Schulformen auch gut gelungen ist!“

Wesentliche Ergebnisse der Evaluierung

Für die Evaluierung der „Förderung 2.0“ in der Volksschule wurden über 900 Eltern, Lehrkräfte und DirektorInnen befragt und interviewt, in der Mittelstufe (NMS, AHS-Unterstufe) insgesamt über 2.000 SchülerInnen, Eltern, LernbetreuerInnen und Lehrkräfte und DirektorInnen sowie Verantwortliche der Schulverwaltung.

Aus Sicht der Eltern von VolksschülerInnen drückt sich der Nutzen der „Förderung 2.0“ vor allem darin aus, dass ihrem Kind „das Lernen mehr Spaß macht“, dass es sich „selbst mehr zutraut“, dass „das Lernen leichter fällt“, dass das Kind „bessere Noten hat“ und das Kind „zu Hause weniger lernen muss“.

Auch aus Sicht der Lehrkräfte und SchulleiterInnen in der Volksschule profitieren die SchülerInnen: Sie heben hervor, dass die Maßnahme vor allem „jene Kinder erreicht, die zu Hause nicht ausreichend unterstützt werden können“. Weiters wird auch die „Arbeit in der Kleingruppe“ als ein positiver Faktor gewertet, der es erlaubt, dass auf Lernschwierigkeiten individuell eingegangen werden kann. Insgesamt wird damit auch jene Förderung ermöglicht, die in der (Halbtags-)Schule schwerer umzusetzen ist (wie z.B. Üben, Wiederholen und Hausaufgaben-Betreuung).

Auch bei den LehrerInnen der Neuen Mittelschulen und der AHS überwiegen die positiven Wahrnehmungen: Dabei wird zum Beispiel die „Vertiefung der Basiskenntnisse“ der SchülerInnen aufgrund der Lernhilfe als sehr positiv erlebt. Zudem nimmt nach Einschätzung der Lehrkräfte die Notwendigkeit weiterer bezahlter Nachhilfe oder von Förderunterricht ab. 42 Prozent der Lehrkräfte nehmen auch wahr, dass die SchülerInnen durch die 
Teilnahme an der Lernhilfe bessere Noten erhalten.

Aus Sicht der SchülerInnen von NMS und AHS-Unterstufe wird hervorgehoben, dass sie „keine andere Nachhilfe brauchen“, „nicht alleine lernen müssen“ und „in Ruhe lernen können“.

„Hier werden also durchaus wichtige soziale Funktionen der Lernhilfe deutlich: Da nicht alle Kinder zu Hause eine ruhige und unterstützende Lernumgebung vorfinden, bieten die Angebote der Förderung 2.0 das richtige Lernumfeld“, ist Bildungsstadtrat Jürgen Czernohorszky überzeugt.

Weitere Pluspunkte aus Sicht der SchülerInnen: Sie kommen im Unterricht besser mit und bekommen bessere Noten.

Förderung 2.0 wird fortgesetzt

„Für mich sind diese Ergebnisse ein wichtiges Feedback“, betont Stadtrat Jürgen Czernohorszky. „Wir werden die Gratis-Nachhilfe nicht nur weiter führen, sondern auch die Anregungen und Anmerkungen der Befragten berücksichtigen: Das reicht von der Spezialisierung des Angebotes an einzelnen Schulstandorten, über eine Flexibilisierung bei den jeweiligen Kurszeiten bis hin zu individuellen Schwerpunkten an einzelnen Standorten.“

„Unabhängig von ihrem sozialen Hintergrund allen Kindern Unterstützung und zusätzliche Förderung zukommen zu lassen – so lautet das Erfolgsrezept der Gratis-Nachhilfe ‚Förderung 2.0‘. Mit der nun vorliegenden Evaluierung haben wir die optimale Möglichkeit, dieses Förderprogramm noch punktgenauer auf die Bedürfnisse der Schulen abzustimmen“, betont Wiens Amtsführender Stadtschulratspräsident Heinrich Himmer.

„Mit der Förderung 2.0 hat die Stadt Wien einen Meilenstein für Chancengleichheit im Bildungsbereich gesetzt. Da der Großteil der Kinder in den Lernhilfekursen aus Familien kommt, die sich bisher keine Nachhilfe leisten konnten, ist Schulerfolg jetzt keine Einkommensfrage mehr“, betont VHS-Geschäftsführer Herbert Schweiger.

Über 90.000 TeilnehmerInnen

In den letzten drei Jahren (2015 bis 2017) haben über 40.000 SchülerInnen in der Volksschule und rund 50.600 SchülerInnen in NMS und AHS Unterstufe die „Förderung 2.0“ in Anspruch genommen.

Die Lernhilfe findet in den Volksschulen direkt an den jeweiligen Standorten statt und wird von LehrerInnen durchgeführt. Pro Schuljahr werden rund 2.500 Kurse angeboten, inhaltliche Schwerpunkte sind Deutsch, Mathematik, Hausaufgabenbetreuung, Deutsch als Fremdsprache, aber auch Angebote im Bereich Legasthenie, Motopädagogik, forschendes oder kreatives Lernen.

Für den Bereich der NMS und AHS übernehmen die Volkshochschulen als Partner der Stadt die Organisation der Lernhilfe-Kurse in ganz Wien. Pro Schuljahr werden ca. 2.400 Kurse (1.200 im Semester) an 140 Standorten angeboten. Inhaltliche Schwerpunkte sind Deutsch, Mathematik und Englisch. Darüber hinaus gibt es mit den VHS-Lernstationen ein niederschwelliges Angebot an den Volkshochschulen, das ohne Voranmeldung besucht werden kann. 2015 bis 2017 gab es bei den Lernstationen über 92.000 SchülerInnen-Kontakte.

Foto/Quelle: Shutterstock/ De Visu 



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