Kindergesundheit-rauchen-in-der-schwangerschaft

Plötzlicher Kindstod durch Rauchen

Wenn Mütter in der Schwangerschaft oder nach der Geburt rauchen, sind ihre Babys stärker vom plötzlichen Kindstod (SIDS) bedroht, als wenn sie in Bauchlage schlafen. Wenn auch die genaue Ursache von SIDS noch unbekannt ist, glauben die Wissenschaftler, dass Schädigungen des Weckvorgangs als Antwort auf eine lebensbedrohliche Situation eine wesentliche Rolle spielen. Kinder, die Zigarettenrauch ausgesetzt sind, haben die niedrigsten Raten von kortikaler Erregung, die wesentlichen Einfluss auf Schlaflosigkeit, Muskeltonus, Herzfrequenz und Atmung hat, so das Ergebnis des Experiments.

Verschlechterte Weckreaktion

Dazu untersuchten die Forscher 25 gesunde Babys jeweils drei, zehn und 22 Wochen nach der Geburt. Die Mütter von zwölf der Kinder rauchten durchschnittlich 15 Zigaretten pro Tag, die anderen waren Kinder von Nichtraucherinnen. Während des Tagesschlafs richteten die Forscher einen kurzen
Luftstrahl auf die Nasenlöcher der Babys und riefen damit eine Weckreaktion hervor. Gleichzeitig beobachteten sie, wie das Gehirn reagierte. Dabei wurden wesentliche Unterschiede im Aktivierungsmuster zwischen den beiden Gruppen festgestellt. „Unsere Forschung zeigt, dass mütterliches Rauchen die Weckreaktionen verschlechtert, was eine mögliche Erklärung für dashöhere SIDS-Risiko darstellt“, so die Studienleiterin. „Dass Rauchen ein  wesentlicher Risikofaktor für SIDS ist, bestätigt nur eine schon länger existierende Annahme“, meint Jörg Kutschera, Neonataloge an der Grazer  Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde. In der Praxis könne man beobachten, dass Babys in Wohnungen, in denen geraucht wird, weitaus
häufiger vom plötz- lichen Kindstod betroffen sind als in Nichtraucherwoh- nungen. „Andere wesentliche Faktoren, die das Risiko steigern, sind die Bauchlage des Kindes, eine Überhitzung im Schlaf, sowie ein schlechter Sozialstatus.“ Der plötzliche Kindstod kann während des gesamten ersten Lebensjahres  auftreten, wobei laut Kutschera sowohl im dritten als auch im siebten Monat Häufungen der Fälle zu beobachten sind.

Raucherinnen greifen weiter zum Glimmstengel

Die Aufklärungarbeit zur Prävention des plötzlichen Kindstods konzentriert sich schon länger auf die Vermeidung des Rauchens in der Umgebung von Säuglingen. „In der Steiermark erhalten die Eltern nach jeder Geburt eine entsprechende Information, Risiko-familien mit Rauchern werden speziell angesprochen“, so Kutschera. Es sei wesentlich, dass Väter zumindest in der Wohnung auf die Zigarette verzichten. Bei rauchenden werdenden Müttern
sei eine Verhaltensänderung hingegen schwierig. „Hören sie in der Schwangerschaft nicht zu rauchen auf, tun sie es oft auch danach nicht“, weiß der Kinderarzt.

Informationen: www.sids.at

Kommentare   

#1 Janis 2017-06-12 12:01
Toller Artikel, gefällt mir gut. Ich habe diesen auf Facebook geteilt und
einige Likes dazu bekommen. Weiter so!

Also visit my webpage elektrische Zigarette: https://www.Ezigshops.de/

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