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Neues Wirtschaftsbildungsprogramm für Jugendliche

Einzigartiges Angebot in Österreich: Die Wirtschaftsuniversität Wien startet in Kooperation mit Berndorf Privatstiftung und der Industriellenvereinigung (IV) ein umfassendes Bildungsprogramm aus den Bereichen Finanzen, Wirtschaft und Wirtschaftsrecht für Jugendliche. „WU4Juniors“ unterstützt junge Menschen darin, wirtschaftliche Zusammenhänge zu verstehen. Das Angebot besteht aus zwei aufeinander aufbauenden Komponenten: interaktiven Online-Modulen sowie einer Summerschool für besonders engagierte Jugendliche. 

Die Zielgruppe von WU4Juniors sind in Österreich lebende Jugendliche aus allen sozialen Gruppen und Schultypen zwischen 16 und 19 Jahren. Mit dem Programm können sie sich individuell oder mit Unterstützung der Lehrkräfte problem- und praxisorientiert mit wirtschaftlichen Themen beschäftigen. Die ökonomischen Kompetenzen der Jugendlichen werden so gestärkt. Und auch das Verständnis von gesamtwirtschaftlichen Zusammenhängen und die Auswirkungen verschiedener Entwicklungen und Maßnahmen auf das Wohl der Gesellschaft werden gefördert.

Zusammenarbeit mit Schulen

WU4Juniors wird aktiv an Schulen kommuniziert. Die Themenbereiche und die dazugehörigen Module sind fachdidaktisch so aufbereitetet, dass sie als Unterstützung in den Unterrichtsgegenständen Geografie und Wirtschaftskunde, Geschichte und Sozialkunde sowie Politische Bildung und Mathematik eingesetzt werden können. Anknüpfend an den Erfahrungsbereich der Schülerinnen und Schüler werden in Modulen wirtschaftliche Fragestellungen Zahlungsverkehr, Steuern, Armut oder Handel bearbeitet.

Wann ist Verschuldung gefährlich?

Wer „macht“ Wirtschaft eigentlich? Wofür zahlen wir Steuern? Sind Null-Euro-Handys wirklich gratis? Gibt es einen Unterschied zwischen verschuldet und überschuldet? Den Jugendlichen stehen auf der öffentlich zugänglichen Lernplattform Learn Public der WU interaktive, videobasierte Lernmodule zu bestimmten Wirtschaftsbereichen zur Verfügung. Diese sind in verschiedene Themenbereiche zusammengefasst. Am Ende jedes Themenbereiches wird die Erreichung der Lernziele überprüft. Pro erfolgreich absolviertem Themenbereich erhalten sie ein Online-Badge (eine Art Nachweis) und ab mehreren Badges das WU4Juniors Zertifikat, das später auch für Bewerbungen benutzt werden kann. Wissenschaftlich begleitet wird das Programm von WU-Professorin Bettina Fuhrmann vom Institut für Wirtschaftspädagogik, einer der führenden Expertinnen für Financial Literacy. Gemeinsam mit renommierten WU-Expertinnen und -Experten werden didaktisch auf die Zielgruppe abgestimmte Selbstlernmodule erstellt.

Vertiefung Summerschool

Haben Jugendliche mindestens zwei Themenbereiche erfolgreich absolviert, können sie sich ab dem 1. März bis zum 31. Mai 2019 für einen der vorerst 30 Plätze der zweiwöchigen Summerschool am WU Campus bewerben. Neben interaktiven Kursen mit Vortragselementen sind u.a. Exkursionen in Unternehmen, ein Planspiel/eine Simulation und Workshops vorgesehen. Kern der Summerschool ist eine Unternehmensfallstudie. Über deren Erstellung trainieren die Jugendlichen wichtige Fähigkeiten, die ihnen in der Wirtschaftspraxis oder in einem späteren Studium von Nutzen sein können. Nach Absolvierung der Summerschool erhalten sie ein erweitertes Zertifikat (Onlinephase + Präsenzphase), das ihre Teilnahme nachweist. 

Nicht nur reden – WU leistet aktiven Beitrag zu Wirtschaftsbildung

„In vielen Ländern der Welt werden beispielsweise Finanzbildungsaktivitäten auf allen Ebenen des Bildungssystems forciert. Österreich hinkt hier hinterher. Einig ist man sich lediglich darin, dass das allgemeine Wirtschaftswissen nicht ausreichend ist. Als Wirtschaftsuniversität haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, nicht nur darüber zu reden, was es bräuchte, sondern auch etwas zu tun. Wir wollen mit unserem Programm das Interesse der Jugendlichen an wirtschaftlichen Zusammenhängen wecken, ihr Vertrauen in die eigenen unternehmerischen Fähigkeiten stärken und sie zur weiteren Beschäftigung motivieren. Sei es im Rahmen eines WU-Studiums oder in einer eigenen Selbstständigkeit. Langfristig wollen wir so das Wirtschaftsverständnis österreichischer Jugendlicher aktiv mitgestalten und verbessern. Denn je besser die Grundlage ist, desto besser ist natürlich später das Verständnis und Wissen um wirtschaftliche Zusammenhänge“, sagt WU-Rektorin Edeltraud Hanappi-Egger.

Zugang für alle Schülerinnen und Schüler möglich

Teilnehmen können Schülerinnen und Schüler aller Schultypen. Dass die Online-Lernmodule kostenlos sind, ist eine Maßnahme, um insbesondere auch Jugendlichen aus sozial schwachen Familienverhältnissen den Zugang zu Wirtschaftswissen zu ermöglichen. Für Sonja Zimmermann, Vorständin der Berndorf Privatstiftung ist die Unterstützung des Programms selbstverständlich: „Bildung sowie faire Bildungschancen insbesondere von Kindern und Jugendlichen sind mir persönlich ein großes Anliegen, daher freue ich mich sehr, bei dieser so wichtigen Initiative mit an Bord zu sein.“ Auch für Georg Kapsch, Präsident der Industriellenvereinigung (IV), ist WU4Juniors von großer Bedeutung. „Insbesondere junge Menschen brauchen gerade heute eine solide Wirtschaftsbildung, um das eigene Leben als mündige Bürgerinnen und Bürger selbstbestimmt gestalten und sowohl beruflich als auch privat erfolgreich sein zu können.“ Qualitätsvolle und kritische Wirtschaftsbildung sei eine wichtige Basis für die Gesellschaft und ihren Zusammenhalt, aber auch für die Wirtschaft und ihre Akteurinnen und Akteure. „Daher sind wir alle gefordert, die Notwendigkeit von qualitätsvoller Wirtschaftsbildung zu unterstreichen. Und zwar jenseits negativer Stereotype und Bilder, mit denen die Wirtschaft und Industrie immer noch assoziiert wird. Das Programm wird dazu einen wichtigen Beitrag leisten“, ist der IV-Präsident überzeugt.

Damit das Programm in Zukunft ausgeweitet werden kann, ist die WU auf der Suche nach weiteren Kooperationspartnern.

Foto: Shutterstock/Opolja

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