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So wird Niederösterreich noch familienfreundlicher

100 Teilnehmer/innen aus Wirtschaft, Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft trafen sich in der niederösterreichischen Landeshauptstadt zum Forum Familienfreundlichkeit. Die vor Ort spürbare Dynamik beeindruckte Bundesministerin Dr. Sophie Karmasin sehr, für die Familienfreundlichkeit ein entscheidender Wirtschafts-, Standort- und Lebensfaktor der Zukunft ist.
„Familienfreundlichkeit ist ein wesentlicher Standortfaktor für Gemeinden und ein wichtiger Erfolgsfaktor für die Wirtschaft. Höhere Motivation und Mitarbeiter/innenbindung sowie weniger Fluktuation und Krankenstände sind dabei nur einige positive Argumente, die sich durch eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie erreichen lassen. Vielmehr ist Familienfreundlichkeit aber auch ein zentraler Standort- und Wettbewerbsfaktor im Kampf um die besten Köpfe, insbesondere in Niederösterreich. Die Vereinbarkeit ist zudem bei der Jobauswahl bereits jetzt der zweitwichtigste Aspekt nach guter Bezahlung. Es spricht also alles dafür, dass wir uns gemeinsam für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf einsetzen und Österreich noch familienfreundlicher machen“, betonte die Ministerin gleich zu Beginn die Wichtigkeit des Themas.

Familienfreundlichkeit zum Anfassen
Den besonderen Spirit des Forum Familienfreundlichkeit machte aus, dass Unternehmerinnen und Unternehmer selbst zu Wort kamen und mit ihren Erfahrungen und Best-Practice-Beispielen für Inspiration sorgten. Mit der Expertin Mag. Susanna Achleitner von trainconsulting gab eine erfahrene Beraterin tiefe Einblicke, wie erfolgreiche Betriebe wirkungsvolle Rahmenbedingungen schaffen können, in denen Menschen Arbeit mit Sinn und Freude finden.

Spannender Blick in die Praxis
Viele der skizzierten Ansätze konnten auch prompt bei den Best-Practice-Unternehmen und –Gemeinden im darauf folgenden „Reality-Check“ beobachtet werden. Spannende Einblicke in die Praxis gaben dabei Mag. Helmut Schebesta (Geschäftsführer von Schebesta und Holzinger Steuerberatung), Christian Prauchner (Geschäftsführer der Prauchner GmbH), Dr. Alfred Hudler (Geschäftsführer der Vöslauer Mineralwasser AG) und Michael Singraber, Bürgermeister der Marktgemeinde Kaumberg. Dabei wurden verschiedene Zugänge zum Thema Familienfreundlichkeit sowie Initiativen und Projekte vorgestellt, die für eine bessere Vereinbarkeit sorgen und in der Praxis einfach umzusetzen sind. Schnell wurde klar: Es muss nicht immer der große Wurf sein. Denn mit einer familienfreundlichen Grundeinstellung können auch kleine Maßnahmen bereits viel Positives bewirken.

Talk-Runde: Alles spricht für Familienfreundlichkeit
Abgerundet wurde das Forum Familienfreundlichkeit in St. Pölten mit einer spannenden Talk-Runde, im Rahmen derer Einblicke, Ideen und Erfahrungen von Bundesministerin Dr. Sophie Karmasin mit zahlreichen Stakeholdern aus Politik, Wirtschaft und Interessenvertretungen unter Beteiligung des Publikums ausgetauscht wurden.
Bundesministerin Karmasin wurde einmal mehr in ihrem ambitionierten Bestreben bestätigt, Österreich zum familienfreundlichsten Land Europas zu machen. „Familienfreundlichkeit liegt eindeutig im Trend, das haben wir auch heute bei der Veranstaltung in St. Pölten gesehen. Vor allem bin ich begeistert von der Fülle an Maßnahmen, die in der Praxis in den Unternehmen und Gemeinden bereits unter aktiver Einbindung aller Beteiligten gesetzt werden“, so die Familien- und Jugendministerin.

Familienlandesrätin Schwarz betonte in ihrem Statement, wie wichtig eine familienfreundliche Arbeitsumgebung für die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie eine familienfreundlicher Lebensraum für die Familien in Niederösterreich ist. Deshalb zeigt sie sich stolz, dass Niederösterreichs Unternehmen und Gemeinden auf dem richtigen Weg und bereits mit 30 Netzwerkpartner/innen bei der Initiative des BMFJ „Unternehmen für Familien“ vertreten sind. „Es ist mir wichtig, dass sich Familien in Niederösterreich wohlfühlen und wir die Eltern und Kinder in unserem Bundesland bestmöglich begleiten. Ein wichtiger Baustein für mich, ist die im Jahr 2014 gestartete größte Ausbauoffensive der Kinderbetreuung in Niederösterreich mit einem Schwerpunkt auf Plätzen für die unter Dreijährigen. Bis 2017 werden 55,4 Mio. Euro investiert. Die ersten Zahlen für das Jahr 2016 zeigen, dass hochgerechnet mehr als eine neue Betreuungsgruppe pro Woche in diesem Jahr in Niederösterreich ihren Betrieb aufnehmen wird. Ein besonderes Anliegen ist mir auch die Ferienbetreuung, deshalb unterstützt das Land Niederösterreich als aktiver Kooperationspartner seit Jahren niederösterreichische Gemeinden in punkto Ferienbetreuung.“

„Das Schlüsselwort bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie lautet Flexibilität“, betonte Sonja Zwazl, die Präsidentin der Wirtschaftskammer Niederösterreich (WKNÖ). „So vielfältig und unterschiedlich die Unternehmen und die Branchen sind, so vielfältig und individuell müssen auch die für die einzelnen Unternehmen passenden Modelle sein. Je maßgeschneiderter das jeweilige betriebliche Angebot ist, umso besser ist es für das Unternehmen und die Belegschaften. Reines Schablonendenken ist zu wenig.“

Mit DI Elisabeth Hainfellner war auch die Geschäftsführerin der LEADER Region Triestingtal, der ersten familienfreundlichen Region Österreichs, vertreten. Sie verweist auf zwölf Gemeinden, die das Audit familienfreundlichegemeinde absolviert haben und erzählt, dass die Entwicklung des Triestingtals zur „Familienfreundlichen Region“ für alle Mitwirkenden eine Herzensangelegenheit war und noch immer ist. „Wunsch ist, dass sich Familien hier einfach wohl fühlen und spüren sollen, dass hier etwas für sie geschaffen und verbessert wird. Durch das Zusammenwirken aller Akteur/innen vor Ort kann die Auszeichnung als Standortvorteil aller in der Region genutzt werden. Denn: Familienfreundliches Triestingtal steht für Vielfalt und Lebensqualität für alle Generationen.“

Der Direktor des Konzernpersonalwesens der REWE International AG bestätigte ebenfalls die Bedeutung von Familienfreundlichkeit. "Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu fördern, ist insbesondere im Handel mit seinem hohen Anteil an Teilzeitkräften und weiblichen Mitarbeiterinnen, ein wichtiger Aspekt in der Mitarbeiterbindung. Daher ist es der REWE International AG - in Österreich Arbeitgeber für rund 41.000 Mitarbeiter/innen - ein wichtiges Anliegen, eine ausgewogene Balance zwischen Beruf und Privatleben bzw. Familie herzustellen und entsprechende Maßnahmen in diesem Bereich weiter zu intensivieren."

Die Vizepräsidentin der Interessenvertretung der NÖ Familien, Irene Bamberger, beteiligte sich ebenfalls an der Talkrunde. Sie betonte, dass das Thema Vereinbarkeit von Familie und Beruf eines der Kernthemen der Interessenvertretung der NÖ Familien ist. Das Engagement wird auch bei der Durchführung des Landeswettbewerbs „Familienfreundlichster Betrieb“ deutlich. Bamberger: „Deshalb holen wir bei der Prämierung Organisationen und Betriebe vor den Vorhang, die beispielhaft familienorientierte Unternehmenskultur leben. Dies ist ein idealer Anlass, um den hohen Stellenwert der Institution Familie zu betonen.“

Von dem positiven Spirit am Forum Familienfreundlichkeit in St. Pölten angetan, konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit viel Elan nach Hause reisen. Damit setzte die Initiative „Unternehmen für Familien“ ihren erfolgreichen Weg als Hebel für eine familienfreundliche Gesellschaft in Österreich weiter fort.

Alle Informationen zur Initiative „Unternehmen für Familien“ finden Sie unter www.unternehmen-fuer-familien.at

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oto: Foto Burghart

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