18-Meter-Überraschung für Schönbrunns Elefanten
Wo vor kurzem noch tausende Lichter glänzten, glänzen jetzt Elefantenaugen: Die traditionelle Weihnachtsfichte vor dem Schloss Schönbrunn ist in den Tiergarten umgezogen. Der 160 Jahre alte Baum dient den Afrikanischen Elefanten nun als spannende Beschäftigung und natürlicher Knabberspaß.
Die prächtige Salzburger Fichte - gewachsen in Bundesforste-Wäldern im Rauriser Tal - war von 6. November 2025 bis 6. Jänner 2026 das strahlende Herzstück des Weihnachtsmarktes Schloss Schönbrunn. Mit rund 2.000 umweltfreundlichen LED-Lichtern und unzähligen Kugeln geschmückt, bildete sie gemeinsam mit dem Sternentor die wohl meistfotografierte Kulisse im Ehrenhof. Doch statt einer einfachen Entsorgung wartete auf den Baum heute eine zweite, weitaus lebhaftere Verwendung.
Ein “Geschenk“ aus dem Pinzgau für den Elefanten-Nachwuchs
Bereits in den frühen Morgenstunden griffen die Forstexperten der Österreichischen Bundesforste (ÖBf) zur Motorsäge, um die 18 Meter hohe Fichte fachgerecht zu fällen und von den Ästen zu befreien. Rund zwei Stunden später landete sie direkt in der Anlage der Afrikanischen Elefanten des Tiergarten Schönbrunn.
Besonders für den jüngsten Elefanten-Nachwuchs des vergangenen Jahres war die Ankunft des Baumes ein echtes Highlight. Neugierig wurde die Fichte mit dem Rüssel untersucht, geschubst und beharrlich bearbeitet. Der Baum dient den Tieren als lang anhaltende Beschäftigung: Die Rinde wird abgeschält und fordert die Kraft der Dickhäuter heraus.
Foto: Daniel Zupanc