Diabetes

Kinder und Diabetes

Vergangene Woche überreichte Gabriele Grom, Geschäftsführerin von MSD in Österreich, im Rahmen einer Fortbildungsveranstaltung in Reichenau an der Rax einen Spendenscheck in Höhe von 5.000 Euro an Elsa Perneczky von der Österreichischen Diabetikervereinigung (ÖDV). Mit der Spende leistet MSD in Österreich einen Beitrag zur besseren Information von Kindern, die mit Diabetes leben, und deren Angehörigen. Konkret werden damit das Projekt "Mobile Diabetes-Beratung in Kindergärten/ Schulen in Wien" und die "ÖDV-Diabetes Nanny in Salzburg und Tirol" unterstützt. Typ-1-Diabetes ist die häufigste chronische Krankheit bei Kindern und Jugendlichen. Jährlich erkranken laut ÖDV in Österreich rund 220 bis 250 Kinder an Diabetes. Die Zahl der Neuerkrankungen steigt kontinuierlich an. "Kinder und Jugendliche brauchen beim täglichen Diabetes-Management viel Unterstützung durch die Familie und durch betreuende PädagogInnen. Die Kinder sind leistungsfähig wie stoffwechselgesunde Kinder, jedoch sind einige Regeln unbedingt zu beachten, um ernste Zwischenfälle zu vermeiden. Mit der Spende von MSD können wir Projekte umsetzen, die Kinder, Jugendliche und Erwachsene aus ihrem Umfeld dabei unterstützen, Diabetes optimal zu managen", so Elsa Perneczky. MSD-Geschäftsführerin Gabriele Grom: "MSD als international tätiges forschendes Pharmaunternehmen hält es für wichtig, innovative Ideen und Initiativen, die zum richtigen Umgang mit der eigenen Gesundheit beitragen, zu fördern. Je früher Bildung in Sachen Gesundheit ansetzt, desto besser. Die Kinderinitiativen der ÖDV sind hier ein wesentlicher Beitrag und ermöglichen vielen Menschen ein besseres Leben. Das unterstützen wir mit Begeisterung und Überzeugung." 

Im Rahmen einer MSD-Fortbildungsveranstaltung für ÄrztInnen, die im April in St. Wolfgang stattfand, wurden die TeilnehmerInnen gebeten, beim Geschicklichkeitsspiel mit einer Konsole in den Pausen spielerisch und treffsicher das Spendenkonto stärker zu befüllen. Jeder gewonnene Punkt erhöhte den Betrag. So konnten letztlich 5.000 Euro erreicht werden.

Projekt "Mobile Diabetes-Beratung in Kindergärten und Schulen in Wien"

Kinder mit Diabetes unterscheiden sich in ihrer Leistungsfähigkeit nicht von Gleichaltrigen und sollten deshalb ebenso gefordert und gefördert werden wie alle anderen in der Gruppe bzw. Klasse. Das ist wichtig für ihre normale Entwicklung und soziale Integration. Voraussetzung dafür ist, dass das Umfeld gut informiert ist und weiß, was im Notfall zu tun ist. Eine erfahrene Diplomkrankenschwester und Diabetesberaterin macht in Wien seit vielen Jahren auf Anfrage "Mobile Diabetes-Beratung" in Kindergärten und Schulen. Bei den Schulungsgesprächen, die in Absprache mit den behandelnden ÄrztInnen durchgeführt werden, geht es um Vermittlung von Grundwissen über Diabetes und das Verhalten im Krisenfall.

Die erforderliche Hilfe beim Blutzucker messen, die Berechnung der Broteinheiten, das Injizieren von Insulin durch Kindergarten-PädagogInnen oder LehrerInnen, all das sind freiwillige Leistungen, die aber von vielen mit großem Engagement erbracht werden. Die Schulung bietet umfassende Antworten auf Fragen wie z. B. "Was essen und trinken Kinder mit Diabetes?", "Was ist eine Unterzuckerung und welche Anzeichen gibt es dafür?" oder "Wobei ist die Hilfe der LehrerInnen/BetreuerInnen wichtig?". Auch die KlassenkameradInnen der kleinen Patienten werden über die Erkrankung aufgeklärt.

Projekt "ÖDV-Diabetes Nanny in Salzburg und Tirol"

Die ÖDV-Diabetes-Nanny kann Kinder bzw. Jugendliche mit Diabetes vor schlimmen Folgen ihrer Erkrankung bewahren und zusätzliches Leid verhindern. Wird bei einem Kind die Diagnose Diabetes gestellt, bleibt nichts mehr wie es zuvor war. Der gesamte Tagesablauf der Familie ändert sich. Diabetes-Nannys unterstützen betroffene Familien zu Hause - nach der Diagnose und Behandlung im Krankenhaus. Eine Diabetes-Nanny (Diabetesberaterin) sucht im Auftrag der ÖDV betroffene Familien auf, wenn dort durch Notfälle, Sorgen, Krisen und Probleme die Versorgung und Betreuung des Kindes mit Diabetes nicht gewährleistet ist. Vor allem besondere Ereignisse, etwa die Geburt eines Geschwisterkindes, schwere Belastungen - Trennung der Eltern oder Erkrankung bzw. Tod - oder soziale Notlagen wie Arbeitslosigkeit können die Diabetesbehandlung zu Hause stark beeinträchtigen. Kinder und Angehörige kann das in eine verzweifelte Lage bringen.

Die Arbeit der Diabetes-Nanny beschränkt sich aber nicht auf die medizinische Versorgung des Kindes mit Diabetes, sondern befasst sich mit der Gesamtsituation der Familie und tritt auch mit Institutionen wie Kindergarten, Hort, Schule oder Ausbildungsplatz in Verbindung. Enge Kooperation mit dem betreuenden Krankenhaus bzw. Diabetes-Team ist dabei selbstverständlich. So werden langfristige Lösungsmöglichkeiten für die bestehenden Probleme gefunden, damit das Kind und seine Familie wieder aus eigenen Kräften das Leben mit Diabetes weiterführen können.

Die Österreichische Diabetikervereinigung - ÖDV

Die Österreichische Diabetikervereinigung, kurz ÖDV, die bundesweit größte und älteste Diabetiker-Selbsthilfeorganisation, wurde im Jahr 1977 von Familien gegründet und ist aktuell mit 50 Gruppen, acht Beratungsstellen und mehr als 90 ehrenamtlichen MitarbeiterInnen österreichweit aktiv. In enger Zusammenarbeit mit Diabetes-ExpertInnen informiert und schult die ÖDV DiabetikerInnen und Angehörige. Ihr Ziel ist es, die Krankheit im Alltag in den Griff zu bekommen und die gefürchteten und teuren Diabetes-Folgeschäden zu verhindern. Erfahrungsaustausch in den Gruppen und Gesprächsrunden sowie laufende Informationen durch ExpertInnenvorträge stärken die Eigenverantwortung und führen zu einem besseren Selbstmanagement der DiabetikerInnen.

 

Foto: MSD/Husar

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