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Notdurft im Freien schadet Schwangerschaft

Schwangere Frauen, die zuhause über keine eigene Toilette verfügen und ihre Notdurft deshalb einfach im Freien verrichten müssen, weisen eine höhere Wahrscheinlichkeit für Frühgeburten auf. Gleichzeitig steigt dadurch auch die Gefahr, dass das Neugeborene mit einem zu geringen Körpergewicht auf die Welt kommt. Zu diesem Ergebnis kommt eine gemeinsame Studie von Wissenschaftlern des University of Nebraska Medical Center (UNMC), der London School of Hygiene and Tropical Medicine und der University of Iowa, in der die Daten von insgesamt 670 indischen Frauen ausgewertet worden sind.

"Die Analyse unserer Daten zeigt sehr eindeutig, dass es ungemein wichtig ist, für ausreichende sanitäre Versorgung während einer Schwangerschaft zu sorgen", zitiert "BBC News" den Co-Studienautor und UNMC-Mitarbeiter Pinaki Panigrahi. Die Bereitstellung eines WCs in den eigenen vier Wänden würde das Problem aber noch nicht lösen können. "Der Zugang zu einer Toilette allein bedeutet nicht automatisch, dass sich die negativen Konsequenzen, die auf das Neugeborene zukommen, reduzieren. Die Menschen müssen diese Toilette nutzen", betont der Experte.

Halbe Mrd. Menschen in Indien betroffen

Wie die Forscher unter Verweis auf aktuelle Zahlen der Weltgesundheitsorganisation WHO betonen, gehen in Indien zurzeit immer noch mehr als eine halbe Mrd. Menschen ihrem Geschäft im Freien nach. Von den im Rahmen der Studie befragten schwangeren Inderinnen geben rund 60 Prozent an, dass sie keinerlei Zugang zu einer Toilette haben. Von den restlichen 40 Prozent, die sehr wohl über ein "stilles Örtchen" verfügen, berichtet über die Hälfte, dieses nur selten oder gar nicht zu benützen.

"Unseren Berechnungen zufolge ergibt sich für betroffene Frauen, die Zugang zu einem WC haben aber dieses nur äußerst selten nutzen, eine um das Siebenfache höhere Wahrscheinlichkeit, dass das Neugeborene dadurch beeinträchtigt wird als bei Frauen, die täglich die Möglichkeit wahrnehmen, auf eine Toilette zu gehen", fasst Panigrahi zusammen.

Fehlende Toilette ist nicht der einzige Risikofaktor

Doch auch bei einigen der schwangeren Inderinnen, die regelmäßig auf ein WC gehen, haben die Wissenschaftler Probleme wie Frühgeburten oder ein unterentwickeltes Gewicht festgestellt. "Das könnte auf eine Reihe anderer Faktoren zurückgehen", schlussfolgern die Experten. Als Beispiel hierfür werden unter anderem generell schlechte Lebensbedingungen, Armut oder ein niedriger Bildungsgrad angeführt. "Doch auch wenn diese Faktoren mit einberechnet werden, zeigt sich ein signifikanter Zusammenhang mit einem größeren Risiko von negativen Konsequenzen für die Neugeborenen", betonen die Studienautoren.

Foto: Fotolia

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