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Kostenlose Auslandspraktika gehen in die nächste Runde

„Let’s Walz“ geht in die zweite Runde: Auch heuer haben Niederösterreichs Lehrlinge damit die Chance, im Rahmen eines vierwöchigen Auslandspraktikums neue Arbeitsweisen kennenzulernen, Internationalität „live“ zu erleben und damit Lebenserfahrung zu sammeln und ihre Persönlichkeit weiterzuentwickeln. Und: Die von der Wirtschaftskammer Niederösterreich (WKNÖ) im Vorjahr mit 162 Bewerbungen gestartete Initiative wird heuer zu einer Aktion der niederösterreichischen Sozialpartner. Denn auch die Arbeiterkammer NÖ ist nun an Bord. „Wir unterstreichen damit ein weiteres Mal, dass Lehre und Ausbildung für Wirtschaftskammer und Arbeiterkammer Niederösterreich ein gemeinsames Anliegen sind“, so WKNÖ-Präsidentin Sonja Zwazl und AK NÖ-Präsident Markus Wieser. „Die bestens funktionierende niederösterreichische Sozialpartnerschaft setzt damit erneut ein österreichweites Vorzeigeprojekt um“, wird von beiden Präsidenten betont. 

Stipendien in Großbritannien, Italien, Deutschland, Polen und Irland

Mit der Initiative „Let’s Walz“ können sich niederösterreichische Lehrlinge ab dem 2. Lehrjahr (Mindestalter 16 Jahre) um ein vierwöchiges Auslandsstipendium bewerben. Die Lehrlinge können in diesen vier Wochen in einem Betrieb ihrer Branche im Ausland mitarbeiten und so wertvolle Erfahrungen sammeln. Die Organisation erfolgt über die IFA, den Verein für Internationalen Fachkräfteaustausch. Die Kosten werden von WKNÖ und AK Niederösterreich mit Unterstützung von Sponsoren und Mitteln aus dem Programm Erasmus+ getragen, für die Lehrlinge ist die Teilnahme kostenlos. Im September sind aktuell Auslandspraktika in Portsmouth (England), Freiburg (Deutschland), Pistoia (Italien) und Belfast (Nordirland) in Vorbereitung. Eine zweite Tranche folgt im Oktober in Glasgow (Schottland), Warschau (Polen), Mailand (Italien) und Cork (Irland). Die Bewerbungsfrist endet am 4. Mai, die Vergabe der Stipendien erfolgt Anfang Juli. 

„Jeder Lehrling soll Chance auf Auslandserfahrung haben“

„Jeder Lehrling soll die Möglichkeit haben, durch Auslandserfahrungen sein Wissen weiter zu entwickeln und seine Persönlichkeit zu stärken“, betont Zwazl. Zugleich verweist die WKNÖ-Chefin darauf, dass hier auch Unterstützung durch den Bund angebracht wäre, da Auslandspraktika für Lehrlinge eine bildungspolitische Angelegenheit sind. Zwazl: „Das heißt für mich, dass – wenn man es mit der Aufwertung der Lehre ehrlich meint - hier auch der Bund gefordert ist, einen finanziellen Beitrag zu leisten.“ 

Mit „Let’s Walz“ werde eine Positiv-Spirale auf mehreren Ebenen in Gang gesetzt. „Der Lehrling erweitert sein Fachwissen, und durch die Auslandserfahrungen wird außerdem seine Persönlichkeit gestärkt. Die neuen Qualifikationen bringt er dann nach der Rückkehr in seinem Betrieb in Niederösterreich ein. Und davon profitiert natürlich auch das Unternehmen in hohem Maße“, so Wieser. Gerade vor dem Hintergrund der allgegenwärtigen Digitalisierung brauche es Maßnahmen, um den ArbeitnehmerInnen die bestmöglichen Perspektiven für die Zukunft zu ermöglichen.


Foto/Quelle: Shutterstock/ Pressmaster

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